Bergheider See
Der sich füllende Bergheider See, der Windpark Klettwitz und in der Fernsicht das Lausitzer Bergland (2004)

Der Bergheider See, südlich von Finsterwalde bei Lichterfeld, Landkreis Elbe-Elster, ist ein entstehendes Gewässer nordöstlich der Niederlausitzer Heidelandschaft. Benannt wurde der See nach dem ehemaligen Ort Bergheide, der dem Abbau der Braunkohle aus dem ehemaligen Tagebau Klettwitz-Nord weichen musste. Flutungsziel der LMBV ist das Jahr 2012. Mit 332 Hektar wird der Bergheider See einer der kleineren entstandenen Seen sein. Der See gehört zum Lausitzer Seenland, ist aber auf Grund der Entfernung von über 20 Kilometern zu den verbindenden Wasserstraßen von der zusammenhängenden Lausitzer Seenkette abgeschnitten.

Blick von der Abraumförderbrücke F60 auf den deutlich gewachsenen See (2007)

Am Nordufer steht seit 2002 das Besucherbergwerk um die Abraumförderbrücke F60, das mit 502 Metern Länge größte bewegliche Bergbaugerät der Welt. Es wurde für Besucher sicher begehbar gemacht, am oberen Punkt befindet man sich 78 Meter über Grund. Sie befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum See, so dass die gesamte Wasserfläche überblickt werden kann.

Der See wird zusammen mit dem Besucherbergwerk F60 zu einem Erholungsgebiet ausgebaut werden. Für die benötigte Herstellung der Infrastruktur ist dafür zunächst die vollständige Flutung des Areals vorgesehen. Die brandenburgische Landstraße 60 führt von Finsterwalde nach Lauchhammer am See vorbei und wurde für das Vorhaben daher grundlegend saniert.

Das Vorhaben um das Besucherbergwerk wurde für die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land zum Startprojekt erklärt.

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