Berlin-Arkenberge

Arkenberge ist eine Ortslage im Norden des Berliner Ortsteils Blankenfelde im Bezirk Pankow.

Die Siedlung liegt etwa drei Kilometer nördlich von Blankenfelde in einem ansonsten unbesiedelten Gebiet. Westlich von Arkenberge liegt jenseits des Tegeler Fließ das Dorf Schildow. Der Name stammt von den Arkenbergen, die nördlich der Siedlung aus mehreren Hügeln bestanden. Ursprünglich bis zu 70 Meter hoch, wurden die Berge weitgehend zum Abbau von Baumaterialien genutzt. Ihre höchste Erhebung ist heute 62 Meter hoch. Das Gebiet gehört zum Naturpark Barnim, da neben den Gewerbebetrieben große Flächen als Feuchtbiotope erhalten blieben.

Hauptstraße am Buswendeplatz
Blick auf die Siedlung

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Kiesvorkommen der Berge für Baumaßnahmen in Berlin und Umgebung verwendet. Neben der Einebnung des Geländes führte dies auch zur Bildung von zwei Kiesseen, von denen der größere als Arkenberger Baggersee bezeichnet wird. Auf anderen Flächen wurde eine Mülldeponie angelegt, die heute für Bauschutt und andere Abfälle genutzt wird.

Im Jahr 1932 wurde die Kleingartenanlage Arkenberge gegründet. Auf 72 Parzellen entlang der Hauptstraße entstanden daraufhin Wohnlauben, die bis heute die Unterkünfte der Bewohner der Arkenberge bilden. Daneben gibt es etwa einen Kilometer nordöstlich der Siedlung die Kleingartenanlage Arkenberger Grund mit einigen Schrebergärten.

Seit den 1980er Jahren ist das Gebiet an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. 1987 wurde die erste Busverbindung in die Siedlung eröffnet.[1] Derzeit (Stand 2010) verkehren werktags etwa zehn Busfahrten der Linie 107 nach Arkenberge, am Wochenende etwa die Hälfte. Etwa 2,5 Kilometer nördlich wurde im Jahr 1983 am Berliner Außenring der Haltepunkt Mühlenbeck-Mönchmühle der S-Bahn Berlin eröffnet. Im Zusammenhang mit geplanten Wohnungsbausiedlungen war auch ein Haltepunkt Arkenberge im Gespräch, erste Baumaßnahmen an den Bahnsteigen liefen Ende der 1980er Jahre an. Zum Bau dieser Wohngebiete und des Bahnhofes ist es nicht gekommen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Chronik der Siedlung, abgerufen am 27. April 2010

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Berlin-Niederschönhausen — Niederschönhausen Ortsteil von Berlin …   Deutsch Wikipedia

  • Berlin-Blankenfelde — Blankenfelde Ortsteil von Berlin …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Erhebungen in Berlin — Die Liste von Erhebungen in Berlin zeigt eine Auswahl von natürlichen Erhebungen und künstlichen Aufschüttungen (wie Trümmerberge) im deutschen Bundesland Berlin − nach Höhe in Metern über Normalhöhennull geordnet. Hinweise: Umgangssprachliche… …   Deutsch Wikipedia

  • S-Bahn Berlin — S Bahn Berlin …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Bahnhöfe im Raum Berlin — Der 2008 eröffnete S Bahnhof Julius Leber Brücke …   Deutsch Wikipedia

  • BARK — bezeichnet: einen Schiffstyp, siehe Bark (Schiff) einen Hersteller von Einbaumotoren für Motorräder, siehe Bark (Einbaumotoren) in der Psychoakustik ein Maß für die Tonhöhenempfindung, siehe Bark Skala die Gemeinde Bark im Kreis Segeberg in… …   Deutsch Wikipedia

  • Arkenberger Baggersee — Geographische Lage Berlin Daten …   Deutsch Wikipedia

  • Бланкенфельде — Панков Площадь: 13,4 км² …   Википедия

  • Berliner Außenring — Der Außenring Höhe Sellheimbrücke, links im Bild ist die Trasse der geplanten S Bahn …   Deutsch Wikipedia

  • Liste Berliner Bahnhöfe — Neu: Der 2008 eröffnete S Bahnhof Julius Leber Brücke Alt: Der im Zweiten Weltkrieg zerstör …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”