Berlin Verlag

Der Berlin Verlag ist ein deutscher Buchverlag. Mitglied der Geschäftsführung war bis März 2011 Elisabeth Ruge, Tochter von Gerd Ruge.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Verlag wurde 1994 von Arnulf Conradi, Veit Heinichen und Elisabeth Ruge gegründet.[2] Die ersten Bücher erschienen im März 1995. 1998 ging der Verlag eine strategische Allianz mit der Verlagsgruppe Bertelsmann (heute: Random House) ein. Hierzu wurde die Mehrheit an die Verlagsgruppe verkauft, die Leitung blieb bei Conradi. Außerdem wurde ein Rückkaufrecht vereinbart, von dem 2003 Gebrauch gemacht wurde. Kurz nach Abwicklung des Rückkaufs wurde der Verlag jedoch wieder verkauft, diesmal an den Londoner Verlag Bloomsbury. Dieser konnte so sein Ziel umsetzen, in den deutschen Buchmarkt einzusteigen. Seither fungiert der Berlin Verlag als Zentraleinheit der deutschen Verlagsgruppe von Bloomsbury. 2006 gab Conradi die Leitung des Verlags an Elisabeth Ruge ab. Nach internen Umstrukturierungen verließ Ruge den Verlag zum 15. März 2011.[3][4]

Programm

Das Verlagsprogramm umfasst neben Belletristik auch Sachbücher, deren Themen von Politik und Zeitgeschehen bis hin zu Geistes- und Gesellschaftswissenschaften reichen. Einen Schwerpunkt des Verlags bildet die internationale Literatur.

In einer früheren Selbstdarstellung des Verlags heißt es:

„Im Berlin Verlag treffen sich die wichtigsten Strömungen der deutschen wie der internationalen Literatur mit aktuellen kulturgeschichtlichen, aber auch naturwissenschaftlichen Sachthemen: ein Programm, das versucht, dem Leser moderne internationale Literatur und zugängliche, oft spannend aufbereitete Sachbücher und politische sowie historische Werke nahezubringen.“

Selbstdarstellung des Verlags (2002)

Autoren

Unter den Autoren des Berlin Verlags finden sich unter anderen die Nobelpreisträgerinnen Nadine Gordimer und Elfriede Jelinek, Friedenspreisträger Péter Esterházy sowie Péter Nádas, Margaret Atwood, Richard Ford, Matthew Sweeney und Ingo Schulze.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Elisabeth Ruge, Lektorin und Verlegerin, Berlin-Verlag Die Welt vom 16. Oktober 2005
  2. Gespräch mit Elisabeth Ruge auf zeitonline.de
  3. Börsenblatt
  4. Tagesspiegel

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