Berliner Journalisten-Schule
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Die Berliner Journalisten-Schule (BJS) wurde 1986 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule in München gegründet. 1989 nahm sie ihre selbstständige Arbeit in Berlin auf. Sie bietet Aus- und Weiterbildung im Bereich Journalismus an. Es finden jährlich über 100 Seminar-Veranstaltungen statt.

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Träger der BJS ist seit Mai 2010 die BJS Berliner Journalisten-Schule gGmbH. Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH sind der Schulleiter Manfred Volkmar, die Freunde und Förderer der Berliner Journalisten-Schule e. V., der BJS-Absolvent Christoph Reinhardt und Clemens Schöll, Koordinator des Medienmittler-Projekts.

Seit 1992 hat die Berliner Journalisten-Schule ihren Sitz im Pressehaus am Alexanderplatz in der Karl-Liebknecht-Str. 29 in Berlin-Mitte. Dort finden alle Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen statt. Für Seminare im Bereich Radio und Fernsehen verfügt die BJS über ein eigenes Lehrstudio, das sich seit Sommer 2005 ebenfalls im Pressehaus befindet.

Weiterbildung

Die Weiterbildung richtet sich an Journalisten im Berufsleben, die sich fortbilden wollen. Es werden Seminare in verschiedenen journalistischen Bereichen angeboten, zum Beispiel Print-, Radio-, Online- und Fernsehkurse sowie Seminare in der Öffentlichkeitsarbeit. Die kostenpflichtigen Kurse finanzieren den laufenden Betrieb der Schule.

Ausbildung

Bis 2009 hat die BJS jährlich 16 junge Journalisten in insgesamt 23 Lehrreaktionen zum Redakteur ausgebildet. Die Ausbildung dauerte 15 Monate und war multimedial angelegt: Es gab Lehreinheiten zu Print, Radio, Online und Fernsehen. Außerdem beinhaltete sie mindestens zwei dreimonatige Praktika. Regelmäßig gab es über 1000 Bewerber für die 16 Plätze des Ausbildungsjahrgangs.[1] Die Kosten übernahm der damalige Trägerverein, für ihren Lebensunterhalt mussten die Schülerinnen und Schüler selbst sorgen.

Finanziert wurde die kostenlose Ausbildung in den Anfangsjahren durch gemeinnützige Aktionen des DJV Berlin, zuletzt über Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Berliner Senats. Da die Förderung 2009 nicht fortgeführt wurde[2], findet derzeit keine Ausbildung an der BJS statt.

Die BJS versucht durch die Neuorganisation der Trägerstruktur und neue inhaltlichen Konzepte, eine kostenlose Ausbildung für die Zukunft wieder zu ermöglichen.[3]

Ausbildungsprojekte

Seit 2003 bietet die Berliner Journalisten-Schule in Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung jungen Journalisten aus Mittel- und Osteuropa die Gelegenheit zu einem Studien- und Redaktionsaufenthalt in Berlin. Die "Medien-Mittler" aus Mittel- und Osteuropa reisen zu einem dreimonatigen Studien- und Arbeitsaufenthalt nach Berlin. Im Gegenzug bekommen deutsche Journalisten mit guten Kenntnissen der jeweiligen Landessprache Stipendien für Redaktionsaufenthalte in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas.

Von 2004 bis 2010 hat die Berliner Journalisten-Schule gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Bundesverband und der Stiftung Warentest das Trainee-Programm „praxis4“ für Verbraucherjournalisten durchgeführt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bewerbung. 1000 Anfragen, 16 Plätze. Auf: berliner-journalisten-schule.de. Abgerufen am 18. November 2009.
  2. Der Tagesspiegel vom 17. Dezember 2008, 19. Dezember 2008, 20. Dezember 2008, 11. November 2009.
  3. Journalisten-Schule neu aufgestellt Pressemitteilung der BJS-Freunde vom 18. Mai 2010.

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