Betäubungsmittel

Der Begriff Betäubungsmittel (BtM) stammt aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts und umfasste damals die zur Betäubung starker Schmerzen verwendeten Stoffe wie Opium, Morphin und Kokain. Nach dem 2. Weltkrieg entfernten sich durch die Betäubungsmittel-Gleichstellungsverordnungen die juristische und medizinische Bedeutung des Begriffes Betäubungsmittel voneinander.

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

Im deutschen Betäubungsmittelgesetz (BtMG) werden alle Stoffe oder Zubereitungen, die in Anlage I bis III dieses Gesetzes aufgelistet sind, bezeichnet. Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, Inverkehrbringung und Erwerb – man benötigt hierfür eine Erlaubnis (§ 3 BtMG) – sind in diesem Gesetz geregelt.

Die Medizin verwendet bevorzugt den Begriff Anästhetikum für alle Arzneimittel, die in der Lage sind eine schmerzbetäubende Wirkung zu entfalten. Teilweise überschneiden sich der juristische Begriff und der medizinische Begriff (Beispiel: Kokain als Lokalanaesthetikum ist gleichzeitig ein Stoff der Anlage III BtMG), teilweise auch nicht (Beispiele: Amphetamin wirkt als Aufputschmittel nicht schmerzbetäubend, Lidocain, ein lokal wirkendes schmerzbetäubendes Mittel ist nicht in einer der Anlagen I bis III des BtMG).

Zu den Betäubungsmitteln im juristischen Sinne werden Drogen gezählt, die in der Gegenwart häufig zur Selbstmedikation missbraucht werden, wie Heroin, Ecstasy und Cannabis. Sie sind in Anlage I des BtMG aufgelistet. Zum anderen werden eine größere Zahl von Betäubungsmitteln ärztlich verwendet. Hierzu zählen z. B. Morphin, Oxycodon, Fentanyl, Methadon, Methylphenidat (Ritalin), Kokain und Barbiturate. Diese Stoffe dürfen nur von Ärzten mit einem speziellen Rezept (dem sogenannten Betäubungsmittelrezept) verordnet werden. Auslandsreisen mit verschreibungsfähigen Betäubungsmitteln erfordern nach dem Schengener Abkommen Bescheinigungen vom verschreibenden Arzt (Muster beim BfArM), die vom Gesundheitsamt bestätigt werden müssen. Diese Stoffe sind in Anlage III des BtMG aufgelistet. Als dritte Gruppe der Betäubungsmittel werden bestimmte Stoffe zusammengefasst, die als Zwischenprodukte bei der Herstellung von psychotropen Substanzen auftreten. Sie sind in Anlage II des BtmG aufgelistet.

Schweiz

Österreich

Siehe auch

Weblinks

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Synonyme:

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