BlueJ
BlueJ
BlueJ Logo
BlueJ Screenshot
BlueJ Beispiel Screenshot auf MacOS X
Basisdaten
Maintainer BlueJ Group, University of Kent
Entwickler Michael Kölling und John Rosenberg
Aktuelle Version 3.0.5
(1. August 2011)
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmier­sprache Java
Kategorie Integrierte Entwicklungsumgebung
Lizenz GNU General Public License 2.0
www.bluej.org

BlueJ ist eine integrierte Entwicklungsumgebung für Java, welche speziell für Ausbildungszwecke konzipiert wurde. Insbesondere das Vermitteln von Zusammenhängen in der objektorientierten Programmierung steht im Mittelpunkt des Systems.

Dem Benutzer stehen zur Programmierung ein Fenster mit einem verkürzten UML-Klassendiagramm und ein Texteditor mit Syntaxhervorhebung und Autovervollständigung zur Verfügung. Im Klassendiagramm kann der Benutzer Klassen erstellen und Assoziationen zwischen diesen schaffen. Änderungen am Diagramm wirken sich sofort auf den Quellcode aus und umgekehrt.

BlueJ stellt eine Laufzeit-Umgebung für einzelne Objekte bereit einschließlich Ein- sowie Ausgabefenster für Methoden. Nach dem Kompilieren kann der Benutzer Objekte der Klassen erstellen, öffentliche Methoden am Objekt aufrufen und die Belegung der Objektvariablen beobachten. Dabei können einzelne Objekte genutzt werden auch ohne ein vollständiges Java-Programm angeben zu müssen. BlueJ kann kostenlos von der Homepage heruntergeladen werden und ist unter der GPL-Lizenz benutzbar.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Entwicklung von BlueJ wurde 1999 von Michael Kölling und John Rosenberg an der Monash University in Melbourne begonnen, als Nachfolger ihrer Programmiersprache Blue.[1] Seit März 2009 ist BlueJ eine Freie Software, welche unter GPL 2 steht.

Mit Version 2.5 vom 7. Oktober 2008 bietet BlueJ Unterstützung für SVN sowie JavaME.[2]

Die aktuelle Version 3.0 erschien am 30. Mai 2010. Neben Modernisierung der Oberfläche gab es vor allem auch Verbesserungen unter der Oberfläche wie Codevervollständigung.[3]

Zurzeit wird das Projekt von Köllings Gruppe an der University of Kent, Canterbury, Großbritannien und La Trobe University, Melbourne, Australien weiterentwickelt.

Die Entwicklungsumgebung ist selbst in Java programmiert und läuft auf Solaris, Linux, Mac OS X und Windows mit jeweils aktueller Java Virtual Machine und einem installierten JDK.

Funktionen

  • Das Klassendiagramm wird grafisch dargestellt und nach jedem Kompiliervorgang aktualisiert
    • Angezeigt werden Vererbungen und Beziehungen
  • Jedes Objekt kann „inspiziert“ werden, d.h. der Zustand der Variablen betrachtet werden
  • Funktionen können direkt auf einem Objekt aufgerufen werden
  • Codevervollständigung
  • Unterstützung von JavaDoc
  • Unterstützung von Versionenverwaltung (CVS und SVN)[4]

BlueJ kann zur Entwicklung konventioneller Java Programme mit Main-Methode, Applets und Java ME Programmen verwendet werden.

Einige der Funktionen sind bewusst standardmäßig versteckt bzw. inaktiv, um trotz der Funktionsvielfalt eine übersichtliche Oberfläche zu ermöglichen.

Erweiterungen

BlueJ bietet eine API für Erweiterungen an.

BlueJ selbst gibt es auch als PlugIn für NetBeans.[5]

Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://www.cs.kent.ac.uk/people/staff/mik/blue/
  2. http://www.bluej.org/help/changes.html
  3. http://blogs.kent.ac.uk/mik/2010/05/30/bluej-3-0-whats-new/
  4. http://www.bluej.org/doc/teamwork-tutorial-2.0.pdf
  5. http://edu.netbeans.org/bluej/

Weblinks


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