Bluff (Kartenspiel)

Bluff ist ein Kartenspiel für zwei Teilnehmer. Bestandteil des Spieles ist das Täuschen (Bluffen) des Gegners

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Kartenmaterial

Üblicherweise wird Bluff mit elf Karten einer Farbe gespielt, z.B.: ♣A-♣2-♣3-♣4-♣5–♣6–♣7–♣8–♣9-♣10-♣J

Abspiel

Der erste Kartengeber wird ausgelost, im nächsten Spiel gibt der Gegner und so fort im Wechsel. Zwei Karten bekommt jeder Spieler, die fünfte Karte wird verdeckt in die Mitte gelegt, dann bekommt jeder Spieler drei Karten. Wer den Zählwert der Mittelkarte, wenn er an der Reihe ist, richtig benennt, ist Gewinner. Dem einzelnen Spieler sind zu Beginn des Spieles von den elf im Spiel befindlichen Karten nur seine fünf Handkarten bekannt. Die Wahrscheinlichkeit, die Mittelkarte richtig zu benennen liegt bei knapp unter 17 %.

Bluffen

Um diese Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, wird vom Gegenspieler abwechselnd nach einer Karte in der Hand des Gegners gefragt. Dieser muss die Wahrheit sagen. Führt er die erfragte Karte, so muss er diese offen auf den Tisch legen. Hat er sie nicht, so antwortet er mit nein und ist nun an der Reihe, den Gegenspieler nach einer Karte zu fragen. Würde nur nach Karten gefragt, die man nicht in der Hand hat, so wüsste der Gegner, wenn er verneint, daß die erfragte Karte in der Mitte liegt und er würde gewinnen. Jeder Spieler darf Täuschen (Bluffen) und auch nach Karten fragen, die er selbst führt. Der Befragte weiß somit nicht, ob die verneinte Karte auf dem Tisch liegt oder sich bei seinem Gegenspieler befindet. Hat einer der Spieler geblufft, so wird das in der nächsten Spielrunde offenbar. Bei wahrhaftiger Frage würde der Spieler die Mittelkarte richtig benennen, aufdecken und hätte das Spiel gewonnen. Er muss diese Karte offen vor sich ablegen. Nach jeder treffenden Frage des Gegners und auch nach eigenem Bluff, hat meine eine Handkarte in der nächsten Runde offen vor sich abzulegen.

Spielende und Bewertung

Von Runde zu Runde verringert sich die Zahl der Karten und es steigt die Wahrscheinlichkeit, den Zählwert der Mittelkarte zu kennen und zu benennen. Wer die Mittelkarte richtig benennt, bekommt einen Pluspunkt, bei fehlerhafter Nennung bekommt man einen Minuspunt.

Literatur

Erweitertes Spielregel-Büchlein aus Altenburg, Hrsg. Altenburger Spielkartenfabrik 8, Auflage Ag 739/3/8, Geamtherstellung: Grafischer Großbetrieb Völkerfreundschaft Dresden


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bluff (Begriffsklärung) — Bluff bezeichnet: Bluff, ein Verhalten beim Kartenspiel, um Gegner in die Irre zu führen Bluff (Film), italienische Gaunerkomödie aus dem Jahr 1976 Bluff (Täuschung), eine Art der Täuschung durch vorteilhafte Interpretation der Fakten Bluff… …   Deutsch Wikipedia

  • Bluff — [bluf, blœf] Sm Täuschung erw. fremd. Erkennbar fremd (20. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus ne. bluff, dessen Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt ist. Ausgangspunkt für die Entlehnung ist wohl das Kartenspiel Poker, bei dem der Bluff zur Spielpraxis …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Bluff — Der Bluff ([blʊf] oder [blœf], österreichisch auch [blaf], englisch [ˈblʌf]) beziehungsweise das Bluffen ist ein Verhalten beim Kartenspiel mit dem Zweck, die Gegner zum eigenen Vorteil in die Irre zu führen.[1] Üblicherweise darf dies… …   Deutsch Wikipedia

  • Faidutti — (rechts) beim Testen eines Spieles Bruno Faidutti (* 23. Oktober 1961) ist ein französischer Spieleautor. Er ist in Deutschland vor allem durch das Spiel Ohne Furcht und Adel bekannt geworden, das beim Hans im Glück Verlag erschienen ist. Es… …   Deutsch Wikipedia

  • Belle, flux et trente-un — Belle, Fluss und Einunddreißig, auch Dreisatz bzw. frz. Belle, Flux et Trente un oder Les trois jeux ist ein historisches Karten Glücksspiel das in Deutschland und Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert verbreitet war. Als Verwandter des Brag und… …   Deutsch Wikipedia

  • Drunter & Drüber — Drunter Drüber Daten zum Spiel Autor Klaus Teuber Grafik Franz Vohwinkel Verlag Hans im Glück Erscheinungsjahr 1991 Art Brettspiel Mitspieler 2 bis 4 …   Deutsch Wikipedia

  • 5 Card Draw — Draw Poker war die bevorzugte Pokervariante im Wilden Westen. Als Wild Bill Hickok einmal eine Hand mit Assen und Achten hielt, wurde er rücklings erschossen, seither heißt dieses Blatt Dead Man s Hand. Five Card Draw ist eine bekannte und… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Spiele — Die Liste der Spiele führt alle Spiele (Gesellschaftsspiele, Kinderspiele, Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele usw.) auf, zu denen es einen eigenen Artikel gibt. Siehe auch Thematische Liste der Spiele Liste der Pen Paper Rollenspiele Liste… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Spielen — Die Liste der Spiele führt alle Spiele (Gesellschaftsspiele, Kinderspiele, Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele usw.) auf, zu denen es einen eigenen Artikel gibt. Siehe auch Thematische Liste der Spiele Liste der Pen Paper Rollenspiele Liste… …   Deutsch Wikipedia

  • Fernseh-Poker — Pokerspieler Poker ist der Name einer Familie von Glücksspielen, welche in Form von Kartenspielen, die in der Regel mit Pokerkarten des anglo amerikanischen Blatts zu zweiundfünfzig Karten gespielt werden und bei denen mit Hilfe von fünf Karten… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”