Bodenfeuchte

Ein Boden ist wassergesättigt, wenn der gesamte Porenraum des Bodens von Wasser ausgefüllt ist. Ein Teil dieses Wassers wird als Sickerwasser in tiefere Zonen verlagert, während ein anderer Anteil des Bodenwassers gegen die Schwerkraft gehalten wird: das sogenannte Haftwasser - es bildet die eigentliche Bodenfeuchte.

Der maximale Wert der Bodenfeuchte wird bei der Feldkapazität erreicht, in den meisten Böden also bei einer Saugspannung von -60 hPa bis -300 hPa

Der andere Extremwert für die Bodenfeuchte liegt für Pflanzen beim Permanenten Welkepunkt PWP, der üblicherweise bei einer Saugspannung von -1,5 MPa (bzw. pF-Wert 4,2) angesetzt wird. Sonnenblumen, Helianthus annuus und Kiefern, Pinus sylvestris, können selbst bei guter Durchwurzelung dem Boden nicht mehr genug Wasser entziehen und welken irreversibel.

Die Wasserleitfähigkeit des Bodens ist beim Permanenten Welkepunkt so gering, dass die Transpirationsverluste der Pflanze nicht mehr ausgeglichen werden können. Das Porenvolumen des Bodens ist im Bereich der Grobporen und Mittelporen entwässert. Der verbleibende Anteil der Bodenfeuchte, der für die Pflanzen nicht mehr nutzbar ist, wird auch als Totwasser bezeichnet.

Messmethoden

Siehe auch

Literatur

  1. Andrey Tetyuev: Bodenartunabhängige Bodenfeuchtemessung mittels Impedanzspektroskopie, München 2009, ISBN 978-3-86853-206-7

Karl Heinrich Hartge: Einführung in die Bodenphysik, S. 212-216, Stuttgart 1978 ISBN 3-432-89681-6


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