Bonner Kunstverein

Der Bonner Kunstverein ist ein gemeinnütziger und eingetragener Verein mit Sitz in Bonn, der sich der Vermittlung zeitgenössischer Kunst widmet. Der Verein ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine (AdKV).

Außenansicht Bonner Kunstverein

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als der Bonner Kunstverein am 24. Mai 1963 von einem Kreis Bonner Bürger und Künstler in der Godesberger Galerie Schütze gegründet wurde, war das heutige Stadtgebiet noch eine Agglomeration kommunalpolitisch selbständiger Kirchtürme. Die erste Phase in den 1960er Jahren stand unter der Überschrift Aufbau, ohne Räume, ohne Personal und daher in enger Anlehnung an das Rheinische Landesmuseum Bonn. Die Wahl von Dorothea von Stetten zur neuen Vorsitzenden im Jahre 1973 leitete die zweite Entwicklungsphase ein, die durch Aufschwung und Internationalisierung gekennzeichnet war. 1976 wurde Margarethe Jochimsen Mitglied des Vorstands; 1981 wurde sie zur Vorsitzenden gewählt.

1986 erhielten Kunstverein, Künstlergruppen und die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung ihr neues Domizil in der ehemaligen Blumenhalle. Im Januar 1987 eröffnete der Kunstverein - inzwischen erstmals in der Person von Annelie Pohlen mit der Stelle einer hauptamtlichen Direktorin ausgestattet - die von Haus Rucker & Co umgebauten Räume. Der Videokunst bietet der Kunstverein an der Adenauerallee ein Forum. 1988 fand die 3. Videonale, das erste internationale Videofestival der Bundesrepublik, in den Räumlichkeiten des Kunstvereins statt. Seit 2004 ist Christina Végh Direktorin des Vereins. Beim Umbau im Jahr 2007 wurden die Räumlichkeiten grundlegend renoviert, das Foyer umgestaltet und das Café Einstein zog ein.

Der Bonner Kunstverein hat 800 Mitglieder.

Konzeption

Der Bonner Kunstverein ist ein Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst und organisiert darüber hinaus Führungen, Vorträge, Künstlergespräche, Symposien, Kunstreisen und andere Veranstaltungen zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Künstler. Begleitende Kataloge vertiefen die Informationen über einzelne Künstler oder thematische Zusammenhänge.

Artothek

Artothek

Mit der zunehmenden Internationalisierung und Aktualisierung des Ausstellungsprogramms wuchs die Bedeutung der Vermittlungsstrategien. In den neuen bezogenen Räumen der ehemaligen Blumenhalle richtete Dorothee Opitz-Hoffmann 1987 eine Artothek mit ca. 1500 ausleihbaren Werken bedeutender zeitgenössischer Künstler ein.

Auszeichnungen

2008 erhielt der Bonner Kunstverein den Förderpreis der Sparda Bank West, der mit 50.000 Euro dotiert war.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2010: Matthieu Ronsse
  • 2008: Hans-Jörg Mayer

Literatur

Weblinks


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