Aktivierung (Psychologie)

Der Begriff Aktivierung bezeichnet das Auslösen innerer Erregungen (Emotionen) beziehungsweise die Anregung des Vegetativen Nervensystems als Antrieb (menschlichen) Verhaltens und der Lernbereitschaft.[1] Die Aktivierung löst nicht nur Emotionen aus, sie steuert auch andere neurovegetative und hormonelle Prozesse sowie zahlreiche motorische Handlungen wie zum Beispiel Angriff- oder Fluchtreaktion. Insgesamt wird der Körper durch die Aktivierung des vegetativen Nervensystems in einen Zustand höchster Leistungsbereitschaft und Aufmerksamkeit versetzt.[2]

Einzelnachweise

  1. Grawe, K.: Neuropsychotherapie. Göttingen 2004, S. 87 und Kroeber-Riel, W./Weinberg, P./Gröppel-Klein, A.: Konsumentenverhalten. 9. Auflage, München 2009, S. 60 f.
  2. Klinke, R./Pape, H.-C., Silbernagel, S. (Hrsg.): Physiologie. 5. Auflage, Stuttgart/New York 2005, S. 799 f.

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