Berlin Debating Union

Die Berlin Debating Union e. V. (kurz: BDU) ist die deutsch- und englischsprachige Debating Society (Debattierclub) der Berliner Hochschulen. Gegründet im Jahr 1999 hat sich der Verein mit heute rund 100 Mitgliedern zu einem der größten und national wie international erfolgreichsten Debattierclubs Deutschlands entwickelt. Die BDU war Deutscher Meister im Jahr 2002, richtete die Meisterschaft 2001 und 2008 selbst aus, erreichte Finalrunden auf Europa- und Weltmeisterschaften und war der Ausrichter der Europameisterschaft 2006.[1][2] 2013 wird die BDU die Weltmeisterschaft, das größte Debattierturnier der Welt, ausrichten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Berlin Debating Union begann mit regelmäßigen Debatten unter dem Namen "Streitzeit (Berlin Debating Union)", gegründet von Jens Fischer und Kai Monheim im Herbst 1999 am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. In öffentlichen Foren wurden dabei Streitfragen mit dem Publikum debattiert. Das wettkampforientierte Debating im British Parliamentary Style hielt mit dem Umzug an die Humboldt-Universität zu Berlin Einzug. 2002 wurde die formale Gründung als Berlin Debating Union e.V. Debattierclub zu Berlin vollzogen.[3] Im selben Jahr richtete der junge Verein die erste Deutsche Debattiermeisterschaft aus.

Von Beginn an pflegte die BDU sowohl ihr nationales als auch ihr internationales Profil. So war sie nicht nur von Beginn an auf der deutschsprachigen Turnierserie der ZEIT Debatten erfolgreich und errang 2002 die Deutsche Meisterschaft, sondern initiierte andererseits auch das Central and Eastern European Debating Tournament (CEET) in Berlin und stellte auf der Europameisterschaft in Zagreb 2003 das beste deutsche Team und den besten deutschen Redner. Auch an der Weltmeisterschaft im südafrikanischen Stellenbosch 2003 nahm die BDU bereits teil. Der Aufwärtstrend bei der Teilnahme an internationalen Turnieren setzte sich in Istanbul, Prag, Oxford, Vilnius, Dubrovnik, Cork, Rotterdam, Danzig und auf zahlreichen weiteren Wettbewerben fort. Zum CEET 2004 empfing die BDU etwa 80 Teilnehmer aus elf Ländern, zu den Berlin Open 2005 39 Teams aus 19 Ländern. Im Jahr 2006 richtete die Berlin Debating Union die European Universities Debating Championship, die Debattier-Europameisterschaft, und im Jahr 2008 erneut die Deutsche Meisterschaft aus.[4]

Sportliche Erfolge in letzter Zeit

  • Halbfinale des Belgrade Open (Serbien) und des Jacobs Open (Bremen) 2011
  • bester Redner der Ostdeutschen Debattiermeisterschaft 2011 in Halle
  • Gewinn des Paris Intervarsity 2011 (Frankreich) in der Sprachkategorie ESL
  • Finale der Zeit Debatte Stuttgart 2011
  • ESL-Viertelfinale und viertbester ESL-Einzelredner der Weltmeisterschaft (WUDC) 2011 in Gaborone, Botsuana
  • Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft 2010 in Hannover
  • Finale der Deutschen Debattiermeisterschaft 2010 in Münster (2 Teams)
  • ESL-Viertelfinale der Europameisterschaft (EUDC) 2009 in Newcastle upon Tyne, England
  • Halbfinale der Deutschen Debattiermeisterschaft 2009 in Mainz
  • Gewinn der Nordostdeutschen Meisterschaft 2009 in Magdeburg
  • Gewinn der Zeit Debatte Tübingen 2010
  • Finale der Zeit Debatte München 2008
  • Gewinn der Zeit Debatte Hamburg 2007

Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2013

Am 1. Januar 2011 bewarb sich die BDU vor dem Council der World Universities Debating Championship (WUDC) 2011 in Gaborone erfolgreich um die Ausrichtung der WUDC 2013 in Berlin. Diese wird die erste Debattierweltmeisterschaft in Deutschland sein und vom 27. Dezember 2012 bis zum 4. Januar 2013 ausgetragen.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. EUDC Council: The Championships. Organization Teams
  2. Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V.: Ruhmeshalle der Deutschen Debattiermeister, in: Achte Minute.
  3. Eintrag in das Vereinsregister am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Nr. VR 21574, „Berlin Debating Union e.V. Debattierclub zu Berlin“ vom 17. April 2002.
  4. Berlin Debating Union e.V.: Die Geschichte der Berlin Debating Union

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