Bild-Ton-Abstand

Der Bild-Ton-Abstand ist ein Begriff aus der Filmtechnik. Es handelt sich um einen genormten Abstand vom Bildfenster zum Tonabnehmer bei Tonfilmen (COMOPT bzw. COMAG). Die Tonabnahmestelle enthält die für das jeweilige Tonsystem (Lichtton- bzw. Magnettonverfahren) nötigen Komponenten.

Der Abstand ist technisch erforderlich, da die Bildprojektion einen intermittierenden Filmtransport, d.h. Stillstand während der Projektion erfordert, während die Tonspur kontinuierlich am Tonkopf vorbeigeführt werden muss. Zum Ausgleich dienen entsprechende Schleifen des Film in Verbindung mit Beruhigungsrollen (sog. Tonrolle mit Masseschwungrad). Somit kann nicht Filmbild und zugehöriger Ton auf dem gleichen Filmabschnitt sein. Daher werden die Toninformationen in der jeweiligen Abmischung erst nach dem fertigem Bildschnitt mit dem Bildfilm vereinigt (Bespielen der Magnettonrandspur oder Anfertigen eines Tonnegatives und Erstellen entsprechender Lichttonkopien). In der Anfangszeit des Tonfilms wurde jedoch Bild und Ton simultan aufgezeichnet, was bei Schnitten immer die nötigen Übergänge erforderte.

Literatur

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