Karzer
Würzburger Karzer um 1828
Karzer in Göttingen
Karzer in Heidelberg: Wandmalereien dokumentieren den studentischen Zeitgeist

Der (bis ins 19. Jahrhundert auch das) Karzer (lat. carcer ‚Umfriedung, Kerker‘) war bis ins frühe 20. Jahrhundert eine Arrestzelle in Universitäten und Schulen. Der Begriff wurde auch für Arrestzellen in den sowjetischen Kriegsgefangenenlagern verwendet - карцер.

Inhaltsverzeichnis

Die besondere Rechtsstellung der Universitätsangehörigen

Der Karzer ist der wohl folkloristischste Teil, der zum Bereich der akademischen Gerichtsbarkeit zu rechnen ist. Vor allem Schilderungen aus dem 19. Jahrhundert und die farbenfrohe Ausgestaltung der Karzerräume tragen dazu bei, dass er heute nur noch als amüsante Disziplinarstrafe wahrgenommen wird. Doch diese Wahrnehmung greift zu kurz und betrifft nur die Endphase, vor allem die Zeit nach Abschaffung aller Sondergerichte im Deutschen Reich durch das Gerichtsverfassungsgesetz von 1879.

Die „pädagogische“ Freiheitsentziehung

Noch im 20. Jahrhundert war die Festsetzung (Haftverbüßung) von Studenten durch ihre Universität und von Gymnasiasten durch ihre Schule zulässig. Die meisten deutschen Universitätskarzer wurden in den Jahren um 1910-1914 aufgelöst. Karzerstrafe war an einigen Universitäten noch bis in die frühen 1930er Jahre zugelassen; erst die Disziplinarvorschriften aus der Zeit des Nationalsozialismus sahen offiziell und reichsweit Karzerhaft als Strafmaßnahme gegen Studierende nicht mehr vor. An Schulen lebt der Karzer aber noch in der Pädagogischen Maßnahme des Nachsitzens fort. Die Universitäts- bzw. Schulkarzer wurden in der Universität vom Pedellen bzw. vom Karzerwärter bewacht.

Die Verwässerung des „Erziehungsinstruments“

Während die Karzerstrafe in der Frühzeit der akademischen Gerichtsbarkeit noch ein Strafinstrument war, das als schwerer Eingriff in die persönliche Freiheit der Studenten verstanden wurde, sank besonders im Laufe des 19. Jahrhunderts der Respekt vor dieser Einrichtung rapide. Es galt als Ehrensache für einen Studenten, während seiner Studentenzeit wenigstens einmal eine Karzerstrafe abgesessen zu haben. Dieses Ereignis wurde dann auch gebührend begangen, wie die wenig besinnlichen Wand-, Tisch- und Türmalereien belegen, die noch heute als museale Touristenattraktion in den Universitätsstädten gezeigt werden. Es war Bestandteil des „Ehrenkodex“ zwischen Pedellen und Einsitzendem, dass nur die auf frischer Tat ertappten Verzierungen des Karzers geahndet und beseitigt wurden. Also lag die hohe Kunst darin, beim Verlassen des Karzers so abzulenken, dass die neuen Verzierungen vom Pedell nicht bemerkt wurden, damit verblieben sie der Nachwelt erhalten. Andererseits oblag den Pedellen auch die Verpflegung der Einsitzenden für deren Rechnung und erbrachte somit erhebliche Nebeneinkünfte.

Da sich die Studenten im Karzer in der Regel selbst verpflegen mussten und auch Besuch empfangen durften, war es ein Leichtes, die „Strafe“ zu einem gesellschaftlichen Ereignis mit exzessivem Alkoholkonsum werden zu lassen, was in Quellen des 19. Jahrhunderts immer wieder berichtet wird.

Noch erhaltene Karzer in Deutschland

Die noch erhaltenen Karzer in Deutschland sind Kulturdenkmale und stehen sämtlich unter Denkmalschutz. Im einzelnen befinden sich in folgenden (ehemaligen) Universitätsstädten noch Karzer, die zumeist, manchmal nur nach vorheriger Anmeldung, als Studentenmuseum jederzeit besichtigt werden können.

Altdorf

Ehemalige Universität Altdorf (in Altdorf bei Nürnberg): Der bekannteste Insasse des Karzers soll Wallenstein während seiner Studienzeit in Altdorf (1599/1600) gewesen sein. Friedrich Schiller hat diesem Ereignis ein Denkmal gesetzt („Wallensteins Lager“, Siebenter Auftritt):

ERSTER JÄGER: Ja, er fing’s klein an und ist jetzt so groß.
Denn zu Altdorf im Studentenkragen,
Trieb er’s, mit Permiß zu sagen,
Ein wenig locker und purschikos,
Hätte seinen Famulus bald erschlagen.
Wollten ihn drauf die Nürnberger Herren
Mir nichts, dir nichts ins Karzer sperren;
’s war just ein neugebautes Nest,
Der erste Bewohner sollt’ es taufen.
Aber wie fängt er’s an? Er läßt
Weislich den Pudel voran erst laufen.
Nach dem Hunde nennt sich’s bis diesen Tag;
Ein rechter Kerl sich dran spiegeln mag.
Unter des Herrn großen Taten allen
Hat mir das Stückchen besonders gefallen.

Der Altdorfer Karzer führte den Namen Hundsloch.

Erfurt

"Michaelisstraße, an deren Ecke die ehemals von der Universität mit genutzte Michaeliskirche (err. 1183/ 1200, gotischer Umbau 13.Jh.) steht. LUTHER, der schon während seiner Erfurter Studienzeit die Kirche besuchte, predigte hier am 21. Oktober 1522. Auf dem kleinen Friedhof befinden sich u.a. Grabmale Erfurter Universitätsprofessoren. Gegenüber der Kirche sind die Reste des Collegium maius (1510/13) der 1392 von den Erfurter Bürgern gegründeten und insbesondere im 15. Jh. bedeutenden Universität (der drittältesten auf dem Boden des heutigen Deutschlands) zu sehen (11). Das große Kolleg umfaßte Hörsaal, Karzer, anatomisches Theater und weitere Universitätsgebäude. 1944 wurde der spätgotische Bau zerstört. Im aus dem 19. Jh. stammenden Hintergebäude (Nr. 39) wird u.a. die berühmte Handschriftensammlung des AMPLONIUS RATINGK DE BERCKA aufbewahrt. Die Amploniana ist die größte noch geschlossen erhaltene Handschriftensammlung (979 Codices) eines mittelalterlichen Gelehrten des 14./15. Jh. überhaupt." Vgl. http://www.akademie-erfurt.de/pages/geschichte/erfurt.php

Erlangen

Erhalten ist der Karzer der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Erlangen aus der Zeit 1828 bis 1897 im 2. Stock des ehemaligen Wasserturms in der Apfelstraße 12, wo in einem der Räume auch noch die typischen Wandmalereien zu sehen sind. Zuvor befand sich der Karzer der Universität von 1743 bis 1745 im Turm der Sophienkirche in der Hauptstraße 14, dann im Dachgeschoss des alten Universitätsgebäudes in der Hauptstraße 18 (nach seinem ersten Insassen „Neumaiers Burg“ genannt), schließlich bis zum Umzug in den Wasserturm 1828 im Dachgeschoss des Redoutenhauses. Ab 1839 nutzte man den am Rande des Schlossgartens befindlichen Wasserturm als Karzer. Dieser bekam 1870 durch das Abtragen der obersten Stockwerke sein heutiges Aussehen. Zuletzt war der Karzer ab 1897 bis 1913 in der Mansarde des „Alten Kollegienhauses“ am Schloßgarten 3, heute Geologisches Institut, untergebracht. 1913 schaffte die Universität die Karzerstrafe ab.

Freiberg

Der historische Arrestraum für Studenten der Bergakademie Freiberg in Freiberg, im historischen Gebäude Akademiestraße 6 zu besichtigen, ist der einzig erhaltene Karzer an einer deutschen Technischen Hochschule bzw. Technischen Universität. Er wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt und dokumentiert mit seinen zahlreichen Wandmalereien und Inschriften studentisches Alltagsleben dieser Zeit.

Literatur: Albrecht, Helmuth; Fuchsloch, Norman; Richter, Siegfried: Gaudeamus igitur? Streiflichter aus dem Freiberger Studentenleben 1766 bis 1990. Ausstellung des Historischen Kabinetts der TU Bergakademie Freiberg vom 20. Oktober 1998 bis 30. Juni 1999. Freiberg. - Höppner, Christel-Maria (Red.): Aus der Geschichte der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. 3., stark erweiterte und überarbeitete Auflage. Freiberg 2004.

Freiburg im Breisgau

Freiburger Karzer

Karzer der Albert-Ludwigs-Universität

Gießen

Zwei Jahre nach Gründung der Universität Gießen wurde 1609 ein eigener Anbau neben dem Hauptportal des der Universität geschenkten Zeughauses am Brandplatz errichtet. Der noch heute erhaltene Karzerbau gilt als erste Baumaßnahme der Universität und wurde bis 1879 genutzt.

Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen: Göttinger Karzer

Der Karzer der Georg-August-Universität Göttingen wurde im 19. Jahrhundert wegen der Erweiterung der Universitätsbibliothek unter das Dach der Aula am Wilhelmsplatz verlegt, samt einer Zellentür des alten Karzers und dem darauf befindlichen Graffito Bismarcks, die sich inzwischen allerdings in Bismarcks letzter Göttinger Studentenwohnung, dem Bismarckhäuschen, befindet.

In den 1820er Jahren, als sich Heinrich Heine in Göttingen aufhielt, war ein Pedell namens Brühbach für den Betrieb des Karzers zuständig, der sich aber offensichtlich keines großes Respekts seitens der Studenten erfreute. So berichtet Heine in seiner Harzreise von folgender Begebenheit:

Nachdem ich meinen Magen etwas beschwichtigt hatte, bemerkte ich in derselben Wirtsstube einen Herrn mit zwei Damen, die im Begriff waren abzureisen. Dieser Herr war ganz grün gekleidet, trug sogar eine grüne Brille... Der Grüne wünschte, daß ich ihm ein Hotel in Göttingen empfehlen möchte, und ich riet ihm, dort von dem ersten besten Studenten das Hotel de Brühbach zu erfragen. ... Beide Damen fragten mich zu gleicher Zeit: ob im Hotel de Brühbach auch ordentliche Leute logierten. Ich bejahte es mit gutem Gewissen, und als das holde Kleeblatt abfuhr, grüßte ich nochmals zum Fenster hinaus. Der Sonnenwirt lächelte gar schlau und mochte wohl wissen, daß der Karzer von den Studenten in Göttingen Hotel de Brühbach genannt wird.
(Heinrich Heine, Reisebilder, Erster Teil:Die Harzreise, 1824)

Greifswald

Corps Masovia (1893)

An der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald befindet sich im Auditorium Maximum (Rubenowstr. 3) ein Karzer. Es finden regelmäßig Führungen durch die Kustodie der Universität statt. Der Karzer diente auch schon als Motiv für Biergläser und weitere Souvenirs, besonders im Rahmen des 550-jährigen Jubiläums der Gründung der Universität Greifswald im Jahre 2006.

Heidelberg

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg: Heidelberger Karzer

Mark Twain berichtet in seiner Reisebeschreibung Bummel durch Europa auch über den Heidelberger Karzer.

Jena

Der Karzer der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde von 1548 bis 1908 benutzt und umfasste bis zu neun Karzerräume [1]. Im Karzer sind Graffiti des Schweizer Karikaturisten Martin Disteli zu sehen, der 1822 hier einsaß[2].

Marburg

Philipps-Universität Marburg Der heute noch im Obergeschoss der sog. „Alten Universität“ existierende Karzerraum hat für die eigentliche akademische Gerichtsbarkeit keine Bedeutung mehr erlangt. Das Gebäude wurde erst 1879 fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt war bereits das Gerichtsverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1879 in Kraft getreten und damit die Gerichtsbarkeit zur ausschließlichen Zuständigkeit des Staates erklärt worden. Der heutige Marburger Karzer fand somit nur bei Disziplinarstrafen Verwendung. In diesem Sinne saßen hier zwischen 1879 und 1931 383 (ca. 230 nach Bickert/Nail 1995) Studenten ein. Die Insassen hinterließen ihre Spuren nicht nur durch Wanddekorationen, mit denen sie vor allem die Zugehörigkeit zu verschiedenen studentischen Verbindungen manifestierten, sondern auch in Gästebüchern, die heute noch im Hessischen Staatsarchiv in Marburg einsehbar sind. Aus diesen Quellen wissen wir auch, dass es vor 1879 mehrere Vorgänger des heute noch existierenden Karzers gegeben hat, z.B. vorübergehend in der oberen Etage des sogenannten „Reithauses“ (Ecke Barfüßerstr./Am Plan) und zuvor vier Räume mit den Namen „Sanssouci“, „Avecsouci“, „Friedrichsruhe“ und „Bellevue“ in dem ehemaligen Dominikanerkloster, das ab 1872 dem Universitätsneubau, der heutigen „Alten Universität“, weichen musste. Die Philipps-Universität Marburg, gegründet 1527, erhielt mit dem Freiheitsbrief des Landgrafen Philipp des Großmütigen von 1529 die einfache Gerichtsbarkeit verliehen, während der Landesherr sich die höhere Gerichtsbarkeit selbst vorbehielt. Die Übergänge waren fließend und boten Raum für zahlreiche Auseinandersetzungen.

Literatur

  • Peter Woeste, Akademische Väter als Richter, Zur Geschichte der akademischen Gerichtsbarkeit der Philipps-Universität, Marburg 1987, ISBN 3-923820-17-8

Tübingen

In Tübingen ist der älteste bis heute erhaltene akademische Karzer zu besichtigen, welcher von 1515 bis 1845 "in Betrieb" war.

Außerhalb Deutschlands

Tartu (Dorpat)

An der Universität Tartu (Dorpat) in Estland befindet sich ein historischer Karzer im Dachboden des Universitätshauptgebäudes. Er wurde durch einen Brand in den 1960er Jahren beschädigt. Die anschließende Restaurierung noch zu Sowjetzeiten hat nicht jedes zerstörte "Wandgemälde" bzw. jede alte Inschrift retten können. Der Karzer kann besichtigt werden.

Riga

Die Universität Lettlands in Riga: Die aus dem 1862 gegründeten Rigaer Polytechnikum (mit deutscher Unterrichtssprache) hervorgegangene Technische Universität Riga besaß nach dem Vorbild deutscher Universitäten und der baltischen Nachbaruniversität Dorpat (Tartu) einen Karzer, der heutzutage als Museumsraum erhalten ist und besichtigt werden kann.

Schulkarzer

Ansbach

In einem der Untergeschosse des Turms des Gymnasium Carolinum findet sich noch ein Karzer aus den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts. Dieser ist allerdings nicht öffentlich zugänglich.

Prenzlau

In der Oberschule „Carl-Friedrich-Grabow“ im Haus „A“ existiert noch ein Karzer.

Schülerinnen und Schüler können sich dort aufhalten, wenn sie Freistunden haben oder aus gesundheitlichen Gründen abgeholt werden müssen. Ebenso, wenn sie durch Verspätungen nicht mehr in den Unterricht hereingelassen werden.

Einzelnachweise

  1. Birgitt Hellmann, Doris Weilandt: Jena musarum salanarum sedes. Verlag Vopelius, Jena 2008, ISBN 9783939718444, S. 29-30 (Google Books, abgerufen am 4. November 2011).
  2. universitaetssammlungen.de

Literatur

  • Tilmann Bechert: Der Heidelberger Studentenkarzer. Heidelberg 1995.
  • Carsten Bernoth: Bonner Karzergeschichte(n) 1818-1899. Betrachtungen zur akademischen Gerichtsbarkeit in Bonn im 19. Jahrhundert. In: Bonner Geschichtsblätter 53/54 (2004), 327-345.
  • Hans Günther Bickert; Norbert Nail: Marburger Karzer-Buch. 15 Kapitel zum Universitätsgefängnis und zum historischen deutschen Studententum. 2., verbesserte und erweiterte Aufl. Marburg 1995 [1. Aufl. 1989]. ISBN 3-89616-049-4 [vergriffen].
  • Ernst Eckstein: Der Besuch im Karzer. Humoreske. Kelkheim 2001. ISBN 3-922272-69-X [Gymnasium].
  • Gert Hahne: Sozialhistorische Hintergründe des Göttinger Universitätsgefängnisses: Der Karzer und seine korporierten Insassen. Diss. Göttingen 2001, 279 S., 2002
  • Der Heidelberger Studentenkarzer. Text: Andrew Cowin. Hrsg.: Universität Heidelberg. Heidelberg [2011].
  • Cornelia Junge: "Ein Tisch, gezimmert aus dem Holz der Arche Noah". Studien zum Karzer der Leipziger Universität. In: Universität Leipzig 3/2000, 46-49. ISSN 0947-1049
  • Norbert Nail: Der Marburger Universitätskarzer. In Thomas Joachim Bach (Hg.): Festschrift anläßlich der 110. Cartellversammlung 6. bis 9. Juni 1996 des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (1996), Gießen und Marburg, 50-56.
  • Eckhard Oberdörfer; Horst-Diether Schroeder: Ein fideles Gefängnis. Greifswalder Karzergeschichten in Wort und Bild. Mit 70 Abbildungen, davon 20 in Farbe. Schernfeld 1991. ISBN 3-923621-73-6
  • Eckhard Oberdörfer: Der Heidelberger Karzer. Köln 2005. ISBN 3-89498-132-6
  • Anja Spalholz: "Drei Tage Karzer für den Sünder ..." Die Gefängnisse der halleschen Universität (1692-1931). In: Vivat Academia, Vivant Professores! Hallesches Studentenleben im 18. Jahrhundert. Herausgegeben von Ralf-Torsten Speler. Halle 2011, 55-63. ISBN 978-3-86829-348-7
  • Volker Wahl: Aus der Geschichte des Jenaer Universitätskarzers. In: Jena soll leben. Beiträge zum historischen Studentenleben an der Universität Jena. Jena 1991 (Jenaer Reden und Schriften), 57-85. ISBN 3-86-007-057-6
  • Alma Mater Tartuensis (1632-1982) (1982). Zusammengestellt von Tullio Ilomets und Hillar Palamets. Tallinn: Kirjastus "Eesti Raamat". [S. 96, alter Karzer-Zustand].
  • Tartu Ülikool (1999). Tartu: Kirjastus "Ilmamaa". ISBN 9985-878-69-8 [S. 23, neuer Karzer-Zustand].

Weblinks

 Commons: Karzer – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Karzer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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  • Karzer — Sm (auch n.) erw. obs. (14. Jh.) Entlehnung. An den Universitäten entlehnt aus l. carcer m. (das früher schon als Kerker entlehnt wurde). Die Karzer der Universität waren Zeichen für deren eigene Gerichtsbarkeit.    Ebenso ne. incarcerate (… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Karzer — (griech. lat. Carcer), Kerker, Gefängnis; gewöhnlich von dem Raume für verhängte Freiheitsstrafen an Universitäten und andern Schulen gebraucht. Nach § 6 des preußischen Gesetzes vom 1. Okt. 1879 kann gegen Studierende Karzerhaft bis zu zwei… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Karzer — (lat.), Gefängnis, bes. auf Universitäten und Schulen …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Karzer — Karzer,der:⇨Strafvollzugsanstalt …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Karzer — ↑ Kerker …   Das Herkunftswörterbuch

  • Karzer — Incarceration of students in a particular lock up (detention room, slammer) administered for the purpose by the university, known in German as a Karzer, was a common disciplinary punishment used by universities with a larger or smaller degree of… …   Wikipedia

  • Karzer — Kạr|zer 〈m. 3; früher in Schulen u. Hochschulen〉 1. Raum für Arreststrafen 2. scharfer Arrest ● drei Stunden Karzer bekommen [<lat. carcer „Gefängnis, Kerker“, dasselbe: Kerker] * * * Kạr|zer, der; s, [lat. carcer, ↑ Kerker] (früher): 1.… …   Universal-Lexikon

  • Karzer — Kạr|zer 〈m.; Gen.: s, Pl.: ; früher〉 1. Raum für Arreststrafen in Schulen u. Hochschulen 2. scharfer Arrest [Etym.: <lat. carcer »Kerker«] …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Karzer — Kar|zer der; s, <aus lat. carcer »Gefängnis, Kerker«>: 1. Ort, an dem Schüler od. Studenten den Arrest absitzen mussten. 2. (ohne Plur.) Haftstrafe an Schulen u. Universitäten; Arrest …   Das große Fremdwörterbuch

  • Karzer — Kạr|zer, der; s, <lateinisch> (früher für Schul , Hochschulgefängnis; nur Singular: verschärfter Arrest) …   Die deutsche Rechtschreibung

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