Katalonienoffensive
Spanien kurz vor der Katalanienoffensive. Franquistisches Gebiet blau, republikanisches Gebiet rot.

Die Katalonienoffensive der franquistischen Aufständischen bildete den Beginn der letzten Phase des spanischen Bürgerkrieges und endete mit der Niederlage der republikanischen Kräfte.

Verlauf

Nach der für die Republikaner verlustreichen letzten Offensive in der Ebroschlacht, begannen die Truppen Francos am 23. Dezember 1938 die Offensive gegen Katalonien. Erleichtert wurde dies dadurch, dass die Republikaner nach den Verlusten am Ebro kaum noch über moderne Waffen verfügten, um die Gegner abzuwehren. Die von den Anarchisten geführten Einheiten hielten zunächst noch Stand, während die kommunistischen Truppen im Januar zurückwichen. Waffenlieferungen der Sowjetunion für die Republikaner kamen nicht mehr an, obwohl Frankreich zeitweise für den Transport seine Grenzen geöffnet hatte. Der republikanische General Jose Miaja, der den Abschnitt bei Madrid kommandierte, verweigerte einen Entlastungsangriff. Die Folge war ein ungeordneter Rückzug der republikanischen Truppen vor dem überlegenen Gegner in Katalonien. Nur einige überwiegend kommunistische Einheiten leisteten noch einen hinhaltenden Widerstand. Ohne Kämpfe konnten die Aufständischen am 21. Januar 1939 Barcelona besetzen. Bis zum 10. Februar war ganz Katalonien besetzt.

In der Folge wurde die republikanische Regierung in dem ihr noch verbliebenen Gebiet von der Armee gestürzt, die weiteren Widerstand für zwecklos hielt. Es folgte der Versuch einer neu gebildeten Junta, mit Franco zu einer Verständigung zu kommen, so dass dessen Truppen Madrid Ende März 1939 besetzen konnten. Damit war der Bürgerkrieg beendet.

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