ArcelorMittal Bremen
ArcelorMittal Bremen GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1954
Sitz Bremen, Deutschland
Mitarbeiter ca. 3100
Branche Stahlproduktion
Website www.arcelormittal.com/bremen/
ArcelorMittal Bremen GmbH
Einweihung der Norddeutschen Hütte 1911. Aufsichtsratsvorsitzender Philipp Heineken, Bürgermeister Carl Georg Barkhausen, Direktor Tutein (v.r.)

Die ArcelorMittal Bremen GmbH gehört zum ArcelorMittal-Konzern und betreibt ein Stahlwerk in Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1908 wurde die Norddeutsche Hütte hier gebaut. Die Zeche Admiral in Dortmund gehörte seit 1918 zur Hütte und lieferte die Kohle. Während der Nazizeit arbeiteten viele Zwangsarbeiter in der Hütte.

1954 begann die Klöckner-Werke AG mit dem Ankauf von Landflächen. Auf dem ehemaligen Dorf Mittelsbüren sollte im Bremer Norden ein integriertes Hüttenwerk entstehen. Integriert heißt, dass in einem Werk Hochofen, Stahlwerk und Walzwerke zusammen ein Hüttenwerk bilden.

Der Produktionsbetrieb wurde 1957 aufgenommen. Das Werk bestand nun aus einem Hochofen, einem Stahlwerk, einem Warmwalzwerk und einem Kaltwalzwerk. Aufgrund seiner günstigen Lage am Unterlauf der Weser bekam das Hüttenwerk schnell den inoffiziellen Namen die „Hütte am Meer“. Durch seine Lage hat es Transportkostenvorteile.

1965 nahm das Kraftwerk Mittelsbüren auf dem Hüttengelände in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Hochöfen seinen Betrieb auf. Als Brennstoff für dieses von swb betriebene Bahnstrom-Kraftwerk, dienen die bei der Stahlproduktion anfallenden Kuppelgase Gichtgas und Konvertergas.

1993 wurde eine Verzinkungslinie, die BREGAL (Bremer Galvanisierungs GmbH), in Betrieb genommen.

1994 wurde die belgische SIDMAR N.V. aus Gent Mehrheitsgesellschafter, die zum Luxemburger Arbed-Konzern gehörte. Die ehemalige Klöckner Hütte Bremen wurde in Stahlwerke Bremen umbenannt.

2001 wurde eine zweite Feuerverzinkungslinie (BREGAL 2) fertiggestellt.

2002 fusionierten die Stahlkonzerne Arbed (Luxemburg), Aceralia (Spanien) und Usinor (Frankreich) zur Arcelor S.A. mit Sitz in Luxemburg und bilden somit den zu diesem Zeitpunkt weltgrößten Stahlkonzern mit einer jährlichen Rohstahlproduktion von rund 44,0 Mio. Tonnen.

2006 Am 16. März 2006 wurde im Handelsregister Bremen der Unternehmensname in „Arcelor Bremen GmbH“ geändert.

Die Kapazität der Arcelor Bremen GmbH beträgt ca. 4 Mio. Jahrestonnen, die von etwa 3.100 Beschäftigten erzeugt werden. Am 11. Januar 2006 wurde die Erzeugung von 100.000.000 Tonnen Walzstahl seit Gründung der Hütte gefeiert.

2007 fusionierte Arcelor mit Mittal und es entstand die Aktiengesellschaft ArcelorMittal.

Im Sommer 2007 wurde das neue Verwaltungsgebäude bezogen. Neben einer ansprechenderen Architektur im Vergleich zum alten „Glaskasten“ wurde von einem Großraumbüro-Konzept abgesehen.

Produktion

Hauptenergieträger für die Stahlproduktion in Bremen ist Kohle. Die Kohle wird mit Schiffen angeliefert. Im Laufe der technischen Entwicklung hat sich Kohlenstaub als besonders wirksam erwiesen, um den Herstellungsprozess zu steuern. Daher wird die Kohle fein gemahlen. Außerdem werden Koks, Sinter und weitere Zusatzstoffe verwendet. Die erste Stufe der Produktion findet im Hochofen statt. Das flüssige Roheisen wird in ein sogenanntes Torpedo gegossen. Dieses Torpedo fährt zu einem Konverter, wo auch eisenhaltiger Schrott verwertet wird. Dieser Schrott wird bisher in Bremen grob sortiert und in einem Konverter geschmolzen. Mit dem Konverter können in der zweiten Stufe mit genau berechneten Zusätzen die gewünschten Stahlsorten gewonnen werden. Nach der Behandlung des Konverters in einer Vakuumanlage wird der flüssige Stahl über die Stranggießanlage in die Warmwalzanlage und anschließend in das Kaltwalzwerk befördert. Das Endprodukt ist ein Flachstahl in Form von aufgerollten Blechen, die anschließend verchromt oder verzinkt werden können.[1]

Siehe auch

Stahl, Verhüttung, Verzinkung, Coil

Einzelnachweise

  1. Produktionsablauf: http://www.arcelormittal.com/bremen/produktionsablauf.html

Weblinks

53.1428588.691816

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