Arizona-Rindenskorpion
Arizona-Rindenskorpion
Centruroides vittatus

Centruroides vittatus

Systematik
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnidae)
Ordnung: Skorpione (Scorpionidae)
Familie: Buthidae
Gattung: Centruroides
Art: Arizona-Rindenskorpion
Wissenschaftlicher Name
Centruroides vittatus
Say 1821

Der Arizona-Rindenskorpion (Centruroides vittatus), auch Kleiner Texasskorpion genannt, gehört zu der Familie der Buthidae. Er ist ein kleiner bis mittelgroßer Skorpion mit einer Größe von ca. 7 cm bei adulten Tieren. Die Färbung reicht von dunklen bis hin zu sehr blassen Formen. Die trockenheitsliebenden xerischen Formen sind eher gelblich, wohingegen die mesischen (weder Trockenheit- noch feuchtigkeitsliebend) Formen eine eher dunklere Grundfarbe besitzen und die Streifen leicht ins Orange gehen. Vom Äußeren ähnelt der C. vittatus stark dem C. exilicauda, lässt sich jedoch durch eine dreieckige, meist dunkle „Maske“ zwischen dem medianen Augenpaar auf dem Carapax unterscheiden, welche bei C. exilicauda fehlt.

Inhaltsverzeichnis

Lebensraum

Der Lebensraum des C. vittatus erstreckt sich von ganz Texas über Teile der angrenzenden Staaten bis nach Nordmexiko. Vor Ortschaften macht der Skorpion kaum halt, aufgrund dessen man ihn auch öfter in und um Wohnhäusern sichten kann. Der Skorpion hält sich vorwiegend in Fels- oder Rindenspalten auf, in denen er meist kopfüber hängend den Tag verbringt und auch seine Nahrung verspeist.

Toxizität

Der Centruroides vittatus gehört zu den mindergiftgen Skorpionen, obwohl er zur Gattung der sonst giftigen und medizinisch bedeutsamen Centruroides gehört. Die Symptomatik eines Stiches ähnelt unter normalen körperlichen Bedingungen (gesund, Nichtallergiker usw.) der eines Bienenstiches.

Verhalten

Der C. vittatus ist nachtaktiv, selten aber auch tagsüber anzutreffen. Im adulten Stadium verhält er sich anderen adulten Skorpionen gegenüber recht neutral, jüngere Skorpione können jedoch schon mal als Leckerbissen angesehen werden. Ansonsten weist er eine eher geringe Kannibalismusrate auf.

Futter

Zum Futter gehören sämtliche im Lebensraum vorhandenen Insekten, die überwältigt werden können, und auch Wirbellose finden manchmal ihren Weg auf die Speisekarte.

Quellen

  • Günther Schmidt: Giftige und gefährliche Spinnentiere der Welt , 2000 Westarp Wissenschaften Verlagsgesellschaft
  • Alexander Tietz: Biologie, Haltung und Vermehrung des Arizona-Rindenskorpions in Terraria Nr. 1 Sep./Okt. 2006 Natur- und Tierverlag
  • David H. Desorr: Skorpione von Texas in Arachne - das Fachmagazin für Spinnentiere. Deutsche Arachnologische Gesellschaft. ISSN 1613-2688

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