Halde


Halde

Halde, geneigte, abhängige Seite eines Berges, Berghang; bei Berg- oder Hüttenwerken, chemischen Fabriken etc. eine Aufschüttung von in der Regel tauben Gesteinsmassen (Bergen), Schlacken, Fabrikrückständen, Asche in der Nähe des Schachtes oder Stollens, durch den diese Massen aus der Grube herausgefördert, oder der Aufbereitungsanstalt, Hütte od. dal., in der sie als Abfall entstanden sind. Man spricht aber auch von Erzhalden, Kohlenhalden etc. als Aufschüttungen von erzhaltigen Massen, Kohlen etc. Haldensturz, der zum Aufschütten (Aufstürzen) einer H. erforderliche Raum. Alte Halden, d. h. Halden verlassener Berg- und Hüttenwerke, können Gegenstand neuer Verleihungen und neuen Betriebes werden, sobald die fortgeschrittenere Technik die vorteilhafte Verarbeitung von Erzen und Schlacken ermöglicht, die früher als wertlos über die H. gestürzt werden mußten. Sich in die H. legen, eine alte Zeche wieder aufnehmen und nur aus deren Halden die Erze gewinnen, nicht die Zeche selbst bauen.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Halde — oder Berghalde, im Bergbau eine Anhäufung tauben Gesteins – der Berge – in der Nähe eines Schachtes oder Stollens. Zuweilen kommen auch die Ausdrücke Erzhalde und Kohlenhalde vor, d. s. große Haufen von Erzen oder Kohlen, welche als… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Halde — Halde, Bergabhang; im Berg und Hüttenwesen Anhäufung von ausgeförderten Erzen, Kohlen etc. (Erz H., Kohlen H.) oder von durch Verschmelzung gewonnenen wertlosen Produkten (Schlacken H., taube H.) …   Kleines Konversations-Lexikon

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