Labitzki


Labitzki

Labitzki, 1) Joseph, geb. 4. Juli 1802 in der Bergstadt Schönfeld im böhmischen Kreise Eger, bildete sich unter Karl Veit in Petschau im Clavier- u. Violinspiel u. in der Harmonielehre aus, wurde 1820 für die Sommersaison in Marierbad u. 1821 in Karlsbad als Violinspieler engagirt, bildete sich Ende 1821 in Karlsbad ein eigenes Orchester, mit dem er bis 1835 abwechselnd in München, Wien, Regensburg, Augsburg, Nürnberg etc. auftrat, übernahm 1835 die Direction des Karlsbader Orchesters, machte während der Winter bis 1850 noch fortwährend Kunstreisen (bes. 1839 nach Petersburg u. 1850 nach London) u. lebt seitdem in Karlsbad, sein Orchester leitend. Er componirte außer zahlreichen Tänzen auch Streichquartette u. Variationen für Violine, Flöte, Clarinette u. Horn. Von seinen Kindern sind 2) Wilhelm u. 3) August auf den Conservatorien in Prag u. Leipzig zu Violinisten ausgebildet worden, von denen jetzt (1860) Erster in Toronto in Canada, Letzter bei seines Vaters Orchester in Karlsbad engagirt ist, während 4) Tony, in Wien zur Sängerin ausgebildet, Mitglied des Stadttheaters in Frankfurt am Main ist.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Лабицкий — (Joseph Labitzki или Labitzky) капельмейстер и композитор (1802 81). В Вене его музыка была популярна наравне с музыкой Штрауса и Ланнера. Объехав почти всю Европу, Л. в 1839 г. был в Петербурге, дирижировал в Павловске. Кроме танцев, Л. написал… …   Энциклопедический словарь Ф.А. Брокгауза и И.А. Ефрона


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