Pegnitz (Stadt)

Pegnitz (Stadt)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pegnitz
Pegnitz (Stadt)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pegnitz hervorgehoben
49.75666666666711.540833333333422
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 422 m ü. NN
Fläche: 100,03 km²
Einwohner:

13.599 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91257
Vorwahl: 09241
Kfz-Kennzeichen: BT (alt: PEG)
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 175
Stadtgliederung: 49 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 37
91257 Pegnitz
Webpräsenz: www.stadt-pegnitz.de
Bürgermeister: Manfred Thümmler (CSU)
Lage der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Löhlitzer Wald Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild

Pegnitz (mundartlich: Bengatz) ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth, Bayern. Sie liegt etwas über 50 Kilometer (Luftlinie) nordöstlich von Nürnberg und gehört zur Planungsregion Oberfranken-Ost.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Pegnitz liegt etwa 27 Kilometer südlich von Bayreuth am Ostrand der Fränkischen Schweiz, dem Nordteil der Fränkischen Alb. Es befindet sich an der Pegnitz, die in der Kernstadt entspringt und wenige Meter unterhalb ihrer Quelle von der Fichtenohe gespeist wird. Direkt westlich der Stadt erhebt sich der Schloßberg und etwas nordöstlich der Zipser Berg.

In Pegnitz beginnt die Bayerische Eisenstraße, die auf etwa 120 km Länge bis zur Donau bei Regensburg zahlreiche Industrie- und Kulturdenkmäler verbindet.

Gemarkungen

Es existieren folgende Gemarkungen: Bronn, Buchau, Büchenbach, Elbersberg, Hainbronn, Körbeldorf, Leups, Pegnitz, Penzenreuth, Trockau, Troschenreuth, Veldensteinerforst, Zips, Plankenfels.

Stadtgliederung

Die politische Gemeinde Pegnitz hat 49 amtlich benannte Ortsteile[2]:

  • Birklmühle
  • Bodendorf
  • Bronn
  • Buchau
  • Büchenbach
  • Großkrausmühle
  • Haidmühle
  • Hainbronn
  • Hammerbühl
  • Hedelmühle
  • Heroldsreuth
  • Herrenmühle
  • Hollenberg
  • Horlach
  • Hufeisen-Waldhaus
  • Kaltenthal
  • Kleinkrausmühle
  • Körbeldorf
  • Kosbrunn
  • Kotzenhammer
  • Langenreuth
  • Lehm
  • Leups
  • Leupsermühle
  • Lobensteig
  • Lüglas
  • Nemschenreuth
  • Neudorf
  • Neuhof
  • Oberhauenstein
  • Pegnitz
  • Penzenreuth
  • Pertenhof
  • Reisach
  • Rosenhof
  • Scharthammer
  • Stein
  • Stemmenreuth
  • Trockau
  • Troschenreuth
  • Unterhauenstein
  • Vestenmühle
  • Weidelwangermühle
  • Weidmannshöhe
  • Willenberg
  • Willenreuth
  • Wolfslohe
  • Ziegelhütte
  • Zips

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Creußen, Schnabelwaid, Kirchenthumbach, Auerbach in der Oberpfalz, Neuhaus an der Pegnitz, Betzenstein, Pottenstein und Hummeltal.

Geschichte

Marktplatz von Pegnitz

Pegnitz entstand aus zwei Siedlungen. Die eine wurde als Begenz in der Stiftungsurkunde des Klosters Michelfeld vom 6. Mai 1119 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1293 ist die Form Begniz überliefert und ab 1329 der heutige Name. 1347–1355 gründeten die Landgrafen von Leuchtenberg im Schutz einer Burg die Planstadt Pegnitz neu. 1355 erhielt sie von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte verliehen. Mit der anderen Siedlung, der Altstadt, wuchs sie erst vor ca. 100 Jahren zusammen.

1357–1402 gehörte die Stadt Pegnitz zum Königreich Böhmen, woran heute noch der Name der Burg Böheimstein [3] erinnert. Von Wenzel, dem Sohn Kaiser Karls IV., 1402 an Johann III., den hohenzollernschen Burggrafen von Nürnberg, verpfändet, blieb Pegnitz über die Jahrhunderte hinweg in hohenzoller'schem Besitz, da die böhmische Krone das Pfand nicht einlösen konnte.

Das ehemalige Obervogtamt des 1792 preußisch gewordenen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich. Mit dem Fürstentum Bayreuth wurde es zunächst unter französische Militärverwaltung gestellt und 1810 gegen eine finanzielle Entschädigung dem Königreich Bayern übergeben.

Politik

Auf Grund des Ergebnisses der Kommunalwahl vom 2. März 2008 verteilen sich die 24 Sitze des Stadtrats wie folgt:

Wirtschaft und Infrastruktur

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 41, im produzierenden Gewerbe 2658 und im Bereich Handel und Verkehr 657 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1386 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4969. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, u. a. ein Werk der KSB Aktiengesellschaft und die Firma Baier und Köppel (BEKA), im Bauhauptgewerbe neun Betriebe.

Bis zum 31. Dezember 1967 war Pegnitz Bergbaustadt. In der Grube Kleiner Johannes wurde Eisenerz gefördert, das mit der Bahn täglich zum Stahlwerk der Voestalpine in Linz transportiert wurde. Der Bahnhof von Pegnitz bietet meist stündliche Regionalexpress-Verbindungen in Richtung Nürnberg, Bayreuth, Marktredwitz und Dresden.

Öffentliche Einrichtungen

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Bildungseinrichtungen

  • Grundschule
  • Christian-Sammet-Mittelschule (teilgebunde Ganztagsschule, Mittlere-Reife Zug, Schwerpunkt Musik)
  • Realschule
  • Gymnasium Pegnitz, Gymnasium mit Schülerheim (UNESCO-Projektschule)
  • Dr-Dittrich-Förderschule
  • Bayerische Landesjustizschule
  • Staatliche Hotelfachschule
  • Staatliche Berufsschule
  • Berufsfachschule für Eurohotelmanagement
  • Volkshochschule Pegnitz
  • Fünf Kindergärten
  • Zwei Kinderkrippen

Freizeit- und Sportanlagen

  • CabrioSol (beheiztes Freibad und Hallenbad)
  • Nicht überdachtes Kunsteisstadion, in dem die EV Pegnitz Ice Dogs spielen.
  • Minigolfanlagen
  • Stadtbücherei Pegnitz
  • Landwirtschaftlicher Lehrpfad
  • Wald- und Imkerpfad
  • Wasserwirtschaftlicher Lehrpfad

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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In Pegnitz beginnt die bis Regensburg verlaufende Bayerische Eisenstraße.

Bauwerke

Denkmal eines Schweinehirten
  • Mittelalterliches Rathaus von 1347
  • Zaussenmühle von 1450 mit der Pegnitzquelle
  • Schlossberg mit Aussichtsturm von 1923
  • Wasserberg mit Karstwunder
  • Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus (erbaut 1900)
  • Industriedenkmal Bergwerksstollen: Erwein II
  • Herz-Jesu-Kirche, moderne Kirche des Architekten Peter Leonhardt
  • Burgruine Hollenberg, spätmittelalterliche Amtsburg, die von Kaiser Karl IV. errichtet wurde
Der Aussichtsturm von 1923

Denkmäler

Der gesamte erhaltene innere Stadtkern steht als Ensemble unter Denkmalschutz.[4] Seit 1982 gibt es am verbreiterten Ende der Hauptstraße, dem ehemaligen Schweinemarkt, das Denkmal eines Schweinehirten.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Pegnitz ist für seinen Weihnachtsmarkt und vor allem wegen der Starkbierzeit Flinderer bekannt. Hier wird ausschließlich für die Zeit von April bis Anfang Juli ein Starkbier gebraut, das im wöchentlichen Wechsel in verschiedenen Gaststätten ausgeschenkt wird. Dazu gehört eine urige fränkische Küche.
  • Jährlich findet das Gregorifest statt, das überwiegend durch die Pegnitzer Schülerinnen und Schüler ausgestaltet wird.
  • Seit über 30 Jahren finden von Juli bis August in den alten Kirchen und anderen historischen Orten die Pegnitzer Sommerkonzerte statt. Mit Solokonzerten über Kammermusik in unterschiedlicher Besetzung, Serenaden bis zu Chor- und Orchesterkonzerten sind sie ein Angebot für viele Geschmacksrichtungen.
  • Seit 1994 besteht die Veranstaltung Waldstock Umsonst und draußen. Das alternative Open-Air-Musikfestival lockt jährlich im Hochsommer bis zu 4000 Besucher sowie zahlreiche nationale und internationale Nachwuchs-Bands auf die Festwiese des Schlossberges.
  • In Pegnitz gibt es auch jährliche Konzerte der Jugendbergmannskapelle Pegnitz, der Bengatzer Buam und der KSB-Werkskapelle.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen mit Bezug zur Stadt

Kulinarische Spezialitäten

  • Flinderer (Starkbier)
  • Pegnitzer Bierbratwurst

Literatur

  • Heinrich Bauer: Geschichte der Stadt Pegnitz und des Pegnitzer Bezirks, Pegnitz 1909, 21938
  • Franz X. Bogner: Die Pegnitz im Luftbildportrait. Ellwanger Verlag, Bayreuth, S.6-15. ISBN 978-3-925361-74-6
  • Layritz, Friedrich Wilhelm Anton; Steinruck, Ernst Michael (Übs.): Geschichte der Stadt Pegnitz und auch ihres Landstrichs, Creußen 2000, 213S, ISBN 3-00-007528-3 (Aus dem Lat. übs. von Ernst Michael Steinruck. Originaltitel Pegnesiae urbis eiusque tractus historia)
  • Peter Spätling: Pegnitz - 1119 erstmals erwähnt, 650 Jahre Stadt, Bayreuth 2006 (Regierung von Oberfranken), Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger, 329
  • Peter Spätling: Pegnitz in alten Ansichten; Zaltbommel, Niederlande 1985-2001 (3 Bde.)
  • Gerhard Philipp Wolf, Walter Tausendpfund: Pegnitz - Veldensteiner Forst - geschichtliche Streifzüge, Erlangen 1986, 552S; ISBN 3-7896-0072-5
  • Gerhard Philipp Wolf, Walter Tausendpfund: Pegnitz Bilder einer Stadt im Wandel Hersbruck 1980, 103 S.; ISBN 3-9800386-2-9

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20100809/111430&attr=OBJ&val=1163
  3. Dr. Hans Vollet und Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
  4. Petzet, Michael; Denkmäler in Bayern: Unterreihe Regierungsbezirke/Ensembles; München 1985-91 (Lipp)

Weblinks

 Commons: Pegnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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