Posener Reden

Posener Reden
Heinrich Himmler. Aufnahme aus dem Jahr 1942

Die Posener Reden waren zwei Geheimreden, die Heinrich Himmler als Reichsführer-SS am 4. und 6. Oktober 1943 im Rathaus der damals von Deutschen besetzten polnischen Stadt Posen hielt. Ihre Aufzeichnungen sind die ersten bekannten Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus, in denen ein hochrangiges Regierungsmitglied die damals stattfindenden Massenmorde an Juden vor ausgewähltem Publikum offen aussprach. Sie belegen, dass das NS-Regime den Holocaust gewollt, geplant und durchgeführt hat.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Posener Reden vom Oktober 1943 sind zwei von 132 in verschiedener Form erhaltenen Reden, die Himmler zwischen 1925 bis 1945 vor Funktionsträgern der NSDAP und des NS-Regimes hielt.[1] Die erste Rede hielt er vor 92 SS-Offizieren, die zweite vor Reichs- und Gauleitern sowie weiteren Regierungsvertretern. Sie gehören zu seinen wichtigsten Reden während des Krieges, die seine Rolle als „Architekt der Endlösung[2] und Visionär eines von einer „Rasse-Elite“ getragenen künftigen „SS-Staates“ zeigen.[3]

Obwohl der Völkermord an den Juden in ihnen nicht das zentrale Thema war, erhielten beide Reden seit 1945 als dessen Dokumente ihre historische Bedeutung. Himmler verzichtete hier auf die sonst üblichen Tarnbegriffe dafür[4] und sprach ausdrücklich über die „Ausrottung der Juden“, die er als historische Mission des Nationalsozialismus darstellte. Auch in fünf weiteren Reden zwischen Dezember 1943 und Juni 1944 vor Befehlshabern der Wehrmacht wurde er diesbezüglich deutlich (Originaltexte siehe Literatur).

In der Literatur war bis 1970 nur der erste Vortrag als „Posener Rede“ bekannt. Die damals entdeckte zweite Rede wird oft mit der ersten verwechselt oder gleichgesetzt.

Historischer Kontext

Himmler trug die Posener Reden zu einem Zeitpunkt vor, als die deutsche Kriegsführung im Zweiten Weltkrieg ständige Rückschläge erlitt, die die NS-Führungseliten zunehmend verunsicherten. Die Alliierten hatten auf der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 die bedingungslose Kapitulation Deutschlands als einzig akzeptables Kriegsziel beschlossen. Der Sieg der Sowjetunion am 2. Februar in der Schlacht von Stalingrad hatte die Kriegswende eingeleitet. US-Präsident Franklin D. Roosevelt hatte am 12. Februar die Strafverfolgung der Hauptverantwortlichen für Krieg und Völkermord angekündigt; dem folgte der Kongress der Vereinigten Staaten am 18. März. US-Truppen waren am 7. Juli auf Sizilien gelandet und rückten nach dem Frontenwechsel Italiens am 8. September allmählich nach Norden vor. Am 1. Oktober befreiten sie Neapel von der deutschen Besatzung.

Auch die Rote Armee leitete am 17. Juli eine erfolgreiche Sommeroffensive ein, bei der Partisanen am 3. August viele Bahnverbindungen hinter der Ostfront sprengten. In der Woche vom 27. Juli bis 3. August zerstörten alliierte Luftangriffe mit der Operation Gomorrha Hamburg, am 18. August auch das Rüstungszentrum Peenemünde. Zugleich wuchs der Widerstand gegen die deutschen Besatzer: In Norwegen (17. August) und Dänemark (29. August) mussten diese deshalb den Ausnahmezustand verhängen. Oppositionelle Deutsche planten Deutschlands Neuordnung (Kreisauer Kreis 9. August) und Attentate auf Adolf Hitler („Operation Walküre“, 12. August). Dieser befahl am 4. September die Strategie der „verbrannten Erde“ für den absehbaren Rückzug der Ostfront und ein Standrecht für Befehlsverweigerer in der Wehrmacht, das am 2. Oktober zunächst im Generalgouvernement eingeführt wurde.

Teilnehmer der Sonderaktion 1005 neben einer Knochenmühle im Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska. Aufnahme aus dem Jahr 1943

Im gleichen Zeitraum wurde die Judenvernichtung für das NS-Regime zum wichtigsten Kriegsziel.[5] Im Frühjahr war das Sonderkommando 1005 beauftragt worden, die Leichen der Einsatzgruppen-Massaker an der gesamten Ostfront zu exhumieren und zu verbrennen, um die Spuren des Völkermords an bis dahin 1,8 Millionen Juden zu tilgen. Himmler befahl am 11. Juni die „Liquidierung“ aller polnischen, am 21. Juni die aller sowjetischen jüdischen Ghettos. Am 25. Juni waren vier neue Krematorien im KZ Auschwitz-Birkenau fertiggestellt. Am 1. Juli wurden alle Juden im Deutschen Reich unter Polizeirecht gestellt. Am 24. August wurde Himmler zum Reichsinnenminister ernannt, so dass ihm alle Polizeikräfte im Reich und in den eroberten Gebieten unterstanden. Bis zum 19. Oktober sollte die „Aktion Reinhardt“ beendet und drei der dazu eingerichteten Vernichtungslager aufgelöst werden.

Doch auch die Judenvernichtung stieß auf Widerstände. In Treblinka (2. August) und Sobibor (14. Oktober) kam es zu Häftlingsaufständen, jüdische Bewohner Białystoks widersetzten sich der Auflösung ihres Ghettos (16.-23. August), die Dänen verhalfen den meisten zur Verhaftung vorgesehenen dänischen Juden zur Flucht (1./2. Oktober). Im Inland verurteilten Kirchenvertreter die Tötung unschuldigen Lebens (katholischer Hirtenbrief, 19. August) aus Alters-, Krankheits- und Rassegründen (Bekennende Kirche, 16. Oktober).[6]

Rede vom 4. Oktober 1943

Ton- und Schriftaufzeichnungen

Himmler arbeitete die meisten seiner Reden nicht vorher aus, sondern hielt sie anhand knapper handschriftlicher Notizen. Seit Ende 1942 wurden seine mündlichen Vorträge nicht mehr stenografiert, sondern auf Wachsschallplatten aufgezeichnet. Diese Tonaufnahmen tippte Untersturmführer Werner Alfred Venn ab und korrigierte dabei einige offenkundige grammatische Fehler oder ergänzte fehlende Worte. Himmler korrigierte diese Rohfassung handschriftlich nochmals; der so autorisierte Text wurde auf einer Schreibmaschine mit großen Typen erneut kopiert und dann abgelegt.[7]

Von Himmlers dreistündiger Rede am 4. Oktober 1943 ist die maschinenschriftliche Endfassung von 115 Seiten (ein Blatt ging verloren) in den SS-Akten aufgefunden und als Dokument 1919-PS beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vorgelegt worden.[8] Am 23. Verhandlungstag wurde eine Passage daraus zitiert, die jedoch nicht den Holocaust betraf.[9] Auch der Tonmitschnitt dieser Rede ist erhalten, so dass die Unterschiede zwischen gesprochener und redigierter Textfassung überprüft werden können: Sie sind geringfügig und in keinem Fall sinnverfälschend.[10]

Adressaten, Anlass und Zweck

Das Posener Rathaus. Aufnahme aus dem Jahr 1910

Himmler hielt die erste Posener Rede nicht, wie irrtümlich oft angenommen, im Posener Schloss, sondern im Posener Rathaus.[11] Bei der dortigen SS-Gruppenführertagung (Leitungsebene der SS) waren 33 Obergruppenführer, 51 Gruppenführer und acht Brigadeführer der SS aus dem ganzen Reich anwesend. Viele davon kamen aus den besetzten Gebieten Osteuropas.[12] Weite Teile der Rede betrafen daher die prekäre Situation an der Ostfront. Die Kriegs- und Widerstandserfolge der „Slawen“ als angeblicher Untermenschen bedurften einer Erklärung, um die SS-Offiziere auf die bevorstehenden harten Kämpfe im dritten Winter des Russlandkrieges einzustimmen.

Nur etwa zwei Minuten der Rede befassten sich mit den Judenmorden. Dabei setzte Himmler die Erfahrungen seiner Zuhörer mit Massenerschießungen, Ghettoauflösungen und Vernichtungslagern beziehungsweise ihre Kenntnis davon voraus. Die Rede sollte bereits verübte Verbrechen rechtfertigen und die Hörer auf deren „höheren Zweck“ einschwören. Dazu wurde der Redetext auch etwa fünfzig nicht anwesenden hohen SS-Offizieren zur Kenntnisnahme zugeschickt, was diese zu bestätigen hatten.[13]

Zum Kriegsverlauf

Nach einer Totenehrung stellt Himmler seine Sicht des Kriegsverlaufs dar. Der zähe russische Widerstand sei auf die Politkommissare zurückzuführen, man sei einem russischen Angriff knapp zuvorgekommen, durch Versagen der Bundesgenossen sei der Sieg 1942 verschenkt worden. Himmler spekuliert über das Potential der russischen Armee, äußert sich abfällig über den „Wlassow-Rummel“, verbreitet sich über die Minderwertigkeit der „slawischen Rasse“ und schließt Gedanken an, wie eine deutsche Minderheit dort herrschen könne.

In späteren Passagen spricht Himmler über Italien, dessen Armee kommunistisch verseucht und anglo-amerikanisch eingestellt sei, und streift die Verhältnisse auf dem Balkan und den übrigen besetzten Gebieten, deren Widerstandshandlungen er als lästige Nadelstiche gering schätzt. Kurz geht er auf den Luft- und Seekrieg ein und wendet sich dann der „inneren Front“ zu. Feindsender und Luftangriffe verursachten Defätismus, zur Abschreckung müsse man Exempel statuieren.

Anschließend widmet sich Himmler der „Lage auf der Feindseite“, spekuliert über das Verhältnis zwischen England (gemeint: Vereinigtes Königreich) und den USA sowie über deren Belastbarkeit und Kriegsbereitschaft. Ausführlich geht er auf Personalveränderungen in der SS, einzelne Divisionen und Polizeiverbände ein, skizziert seine Aufgaben als Reichsminister und die der SS-Wirtschaftsbetriebe.

Zur Behandlung der Völker Osteuropas

In seiner Skizze des Kriegsverlaufs im Osten nimmt Himmler auch zum millionenfachen Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter Stellung. Wie schon in Vorkriegsreden und in Übereinstimmung mit Hitlers Ausführungen in Mein Kampf spricht er davon, dass die Ausmerzung der slawischen „Untermenschen“ eine historische und natürliche Notwendigkeit sei. Hier sei „Gemüt am falschen Platze“:[14]

„Ein Grundsatz muss für den SS-Mann absolut gelten: ehrlich, anständig, treu und kameradschaftlich haben wir zu Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und sonst zu niemandem. Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen. Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird.“

„Ausrottung des jüdischen Volkes“

Dann spricht er über den Völkermord an den Juden in einer unverschleierten Sprache, die von einem Vertreter des NS-Regimes bis dahin nicht gehört worden war:[15]

„Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet’, sagt ein jeder Parteigenosse‚ 'ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.’ […] Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. […] Wir hatten das moralische Recht, wir hatten die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen wollte, umzubringen.“

Anschließend lobt Himmler die „Haltung“ der SS-Männer und verbreitet sich auf rund 30 von 116 Seiten über deren vorgebliche „Tugenden“ sowie über ihre Aufgabe, in 20 bis 30 Jahren die Führungsschicht Europas zu stellen.

Rede vom 6. Oktober 1943

Aufzeichnungen, Entdeckung, Veröffentlichung

Von der zweiten Posener Rede sind sowohl Himmlers knappe Redenotizen als auch der vollständige, nach einer Stenografie auf Schreibmaschine ausgeführte, in Details korrigierte Redetext sowie dessen von Himmler autorisierte Endfassung erhalten. Alle drei Fassungen befanden sich in den Akten des „Persönlichen Stabes Reichsführer-SS“, dessen Dokumente die US-Behörden 1945 vollständig beschlagnahmten.

Die in den USA auf Mikrofilm aufgenommenen Redetexte wurden an das Bundesarchiv übergeben. Bei der Auswertung dieser nun zugänglichen Dokumente entdeckte der Historiker Erich Goldhagen 1970 in Koblenz diese bis dahin unbekannte Rede.[16] Sie wurde 1974 in der von Bradley Smith und Agnes Peterson herausgegebenen Auswahl von Himmlers Geheimreden erstmals vollständig abgedruckt.[17]

Anlass, Zweck, Relevanz

Ende September 1943 hatte die Parteikanzlei alle Reichs- und Gauleiter, den Reichsjugendführer Arthur Axmann und die Reichsminister Albert Speer und Alfred Rosenberg zu einer Konferenz eingeladen. Die Tagung begann am 6. Oktober um 9:00 Uhr mit Referaten Speers, seiner Referenten und vier Großindustriellen zur Rüstungsproduktion. Es folgten Vorträge von Karl Dönitz und Erhard Milch, bevor Himmler von 17:30 bis 19:00 Uhr seine Rede hielt.[18] Sie ist kürzer als die erste Posener Rede, enthält aber eine etwas längere und unmissverständliche Passage über den Völkermord.[19] Sie wird meist im Zusammenhang mit der Frage erwähnt, ob Albert Speer während des Krieges Kenntnis vom Holocaust hatte. Nach dem Kriege verneinte er stets, bei dieser Rede, die den Judenmord in unmissverständlichen Worten ansprach, anwesend gewesen zu sein, obwohl in den enthaltenen Aufzeichnungen der Rede Himmler Speer an einer Stelle persönlich anzusprechen scheint.

Redebeginn

Himmler geht in seiner Rede zuerst auf die Partisanen in Russland und die Unterstützung durch die Wlassow-Hilfstruppe ein. Falsch sei die verbreitete Vorstellung, hinter der deutschen Front gäbe es einen 300 Kilometer breiten Gürtel, der von Partisanen beherrscht werde. Vielfach werde geäußert, dass Russland nur durch Russen besiegt werden könne. Dieser Gedanke sei falsch und gefährlich. Slawen seien grundsätzlich unzuverlässig und man dürfe russische Hilfswillige darum nur in gemischten Verbänden als Kämpfer einsetzen.

Die Gefahr durch eingeschleuste Fallschirmspringer, flüchtige Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter sei gering, da die deutsche Bevölkerung „in einer tadellosen Verfassung ist und dem Gegner keinen Unterschlupf“ gewähre und die Polizei das Problem im Griff habe. Eine von einigen Gauleitern geforderte „Gau-Sondertruppe“ gegen einen Aufstand im Lande sei unnötig und unzulässig.

Über die „Judenfrage“

Dann leitet Himmler „in diesem allerengsten Kreise“ zur „Judenfrage“ über, die er als „die schwerste Frage meines Lebens“ bezeichnet:[20]

„Ich bitte Sie, das, was ich Ihnen in diesem Kreise sage, wirklich nur zu hören und nie darüber zu sprechen. Es trat an uns die Frage heran: Wie ist es mit den Frauen und Kindern? – Ich habe mich entschlossen, auch hier eine klare Lösung zu finden. Ich hielt mich nämlich nicht für berechtigt, die Männer auszurotten, sprich also umzubringen oder umbringen zu lassen – und die Rächer in Gestalt der Kinder für unsere Söhne und Enkel groß werden zu lassen. Es musste der schwere Entschluss gefasst werden, dieses Volk von der Erde verschwinden zu lassen. Für die Organisation, die den Auftrag durchführen musste, war es der schwerste, den wir bisher hatten. […]“

„Ich habe mich für verpflichtet gehalten, […] zu Ihnen als den obersten Würdenträgern der Partei, dieses politischen Ordens, dieses politischen Instruments des Führers, auch über diese Frage einmal ganz offen zu sprechen und zu sagen, wie es gewesen ist. Die Judenfrage in den von uns besetzten Ländern wird bis Ende dieses Jahres erledigt sein. Es werden nur Restbestände von einzelnen Juden übrig bleiben, die untergeschlüpft sind.“

Bemerkung über Albert Speer

Himmler weist auf den Aufstand im Warschauer Ghetto (19. April bis 16. Mai 1943) und die schweren Kämpfe dort hin. Er leitet diese Passage ironisch ein:[21]

„Dieses ganze Ghetto machte also Pelzmäntel, Kleider und ähnliches. Wenn man früher dort hinlangen wollte, so hieß es: Halt! Sie stören die Kriegswirtschaft! Halt! Rüstungsbetrieb! – Natürlich hat das mit Parteigenossen Speer gar nichts zu tun; Sie können gar nichts dazu. Es ist der Teil von angeblichen Rüstungsbetrieben, die der Parteigenosse Speer und ich in den nächsten Wochen gemeinsam reinigen wollen.“

Abtransport von Frauen und Kindern nach der Niederschlagung des Aufstands. Aufnahme vom Mai 1943

Albert Speer, seit 1942 Reichsminister für Bewaffnung und Munition, war seit dem 2. September 1943 als Reichsminister für Rüstung und Kriegswirtschaft für die gesamte deutsche Rüstungsproduktion zuständig. Dort beschäftigte jüdische Zwangsarbeiter hatte man bis 1943 zum Teil von den Deportationen zur Vernichtung ausgenommen. Speer behauptete nach 1945 immer, die Konferenz vor Beginn der Rede Himmlers verlassen und nichts vom Holocaust gewusst zu haben. Himmlers direkte Anrede – „Sie können gar nichts dazu“ – werten Historiker jedoch als Beweis seiner Anwesenheit.[22]

Weitere Inhalte

In seiner Rede geht Himmler dann auf die Befreiung des Duce Benito Mussolini ein, dessen Sturz zu Defätismus geführt habe. Einige Todesurteile wegen zersetzender Äußerungen seien abschreckende Warnung für Tausende anderer. Parteimitglieder müssten sich stets vorbildlich verhalten.

Himmler geht danach auf seine Aufgaben als Reichsinnenminister ein; Parteiorganisation und Verwaltungsapparat seien auch künftig nach dem Willen des Führers zwei verschiedene Säulen. Dezentrale Entscheidungen seien wichtig, zentrale Anordnungen in der angespannten Kriegslage aber vorrangig. Dabei kritisiert Himmler die Personalpolitik von Gauleitern in allgemeiner Weise. Im letzten Teil seiner Rede berichtet Himmler eingehend von den Leistungen der Waffen-SS. Zum Schluss stellt er nochmals als Ziel heraus, die deutsche Volkstumsgrenze für ein 120-Millionen-Volk um 500 Kilometer nach Osten zu verschieben, und endet mit dem Appell:[23]

„Wenn wir dies sehen, dann wird uns nie der Glaube verlassen, nie werden wir untreu werden, nie werden wir feige sein, nie schlechter Stimmung sein, sondern wir werden uns bemühen, würdig zu sein, unter Adolf Hitler gelebt zu haben und mitkämpfen zu dürfen.“

Weitere Reden

Aussagen über die „totale Lösung der Judenfrage“ in fünf weiteren Geheimreden Himmlers bestätigen seine Posener Ausführungen. Am 16. Dezember 1943 sagte er in Weimar vor Befehlshabern der Kriegsmarine:[24]

„[…] so habe ich grundsätzlich den Befehl gegeben, auch die Weiber und Kinder dieser Partisanen und Kommissare umbringen zu lassen. Ich wäre ein Schwächling und ein Verbrecher an unseren Nachkommen, wenn ich die haßerfüllten Söhne dieser von uns im Kampfe von Mensch gegen Untermensch erledigten Untermenschen groß werden ließe.“

Eine handschriftliche Notiz von Himmlers Rede am 26. Januar 1944 in Posen vor Generälen der kämpfenden Truppe lautet:[25]

„Im G.G. [Generalgouvernement] größte Beruhigung seit Lösung d. Judenfrage. – Rassenkampf. Totale Lösung. Nicht Rächer f. unsere Kinder erstehen lassen.“

Am 5. Mai 1944 erklärte Himmler in Sonthofen vor Generälen, ein Durchhalten im Bombenkrieg sei nur möglich gewesen, weil zuvor die Juden in Deutschland „ausgeschieden“ worden seien. Dann paraphrasierte er Hitlers Ausspruch vom 30. Januar 1939 vor dem Großdeutschen Reichstag: Wenn ihr noch einmal die europäischen Völker in einen Krieg gegeneinander hetzt, dann wird das nicht die Ausrottung des deutschen Volkes bedeuten, sondern die Ausrottung der Juden.[26] Er fuhr fort:[27]

„Die Judenfrage ist in Deutschland und im allgemeinen in den von Deutschland besetzten Gebieten gelöst. […] Sie mögen mir nachfühlen, wie schwer die Erfüllung dieses mir gegebenen soldatischen Befehls war, den ich befolgt und durchgeführt habe aus Gehorsam und aus vollster Überzeugung. Wenn Sie sagen: ‚Bei Männern sehen wir das ein, nicht aber bei Kindern’, dann darf ich an das erinnern, was ich in meinen ersten Ausführungen sagte. […] Wir sind m. E. auch als Deutsche bei allen so tief aus unserer aller Herzen kommenden Gemütsregungen nicht berechtigt, die haßerfüllten Rächer groß werden zu lassen, damit dann unsere Kinder und unsere Enkel sich mit denen auseinandersetzen müssen, weil wir, die Väter und Großväter, zu schwach und zu feige waren und ihnen das überließen.“

Die Tonaufnahme einer weiteren Sonthofener Rede vor Generälen am 24. Mai 1944 lässt Applaus bei folgender Passage hören:[28]

„Eine andere Frage, die maßgeblich für die innere Sicherheit des Reiches und Europas war, ist die Judenfrage gewesen. Sie wurde nach Befehl und verstandesmäßiger Erkenntnis kompromißlos gelöst [Applaus]. […] Ich habe mich nicht für berechtigt gehalten – das betrifft nämlich die jüdischen Frauen und Kinder –, in den Kindern die Rächer groß werden zu lassen […] Das hätte ich für feige gehalten. Folglich wurde die Frage kompromißlos gelöst. Zur Zeit allerdings – es ist eigenartig in diesem Krieg – führen wir zunächst 100.000, später noch einmal 100.000 männliche Juden aus Ungarn in Konzentrationslager ein, mit denen wir unterirdische Fabriken bauen. Von denen aber kommt nicht einer irgendwie in das Gesichtsfeld des deutschen Volkes.“

Am 21. Juni 1944 sagt Himmler bei der weltanschaulich-politischen Schulung der Generalität[29] in Sonthofen:[30]

„Es war die furchtbarste Aufgabe und der furchtbarste Auftrag, den eine Organisation bekommen konnte: der Auftrag, die Judenfrage zu lösen. Ich darf dies auch in diesem Kreis wieder in aller Offenheit mit ein paar Sätzen sagen. Es ist gut, dass wir die Härte hatten, die Juden in unserem Bereich auszurotten.“

Rezeption

Historische Einordnung

Das NS-Regime hielt den Holocaust nach außen strikt geheim, konnte ihn aber nur durch Beteiligung aller maßgeblichen Funktionsträger von Staat und Partei organisieren und durchführen (vgl. Holocaustkenntnis von Zeitzeugen). Die Posener Reden blicken auf die schon vollzogenen Massenmorde zurück und zeigen, wie diese und die weiteren Vernichtungsaktionen ideologisch gerechtfertigt wurden. Die „Ausrottung“ des „inneren Feindes“, der „jüdischen Rasse“, war zum Kriegsziel geworden: „Erfolge“ auf diesem Gebiet sollten auch Niederlagen im Kriegsverlauf kompensieren.

Saul Friedländer hebt Himmlers Selbstverständnis als unbedingt gehorsamer Vollstrecker der Pläne Hitlers für den germanischen „Lebensraum im Osten“ hervor:[31]

„Der Reichsführer stellte die Vernichtung der Juden regelmäßig als eine schwere Verantwortung hin, die ihm der ‚Führer‘ übertragen hatte und die daher nicht zur Debatte stand; diese Aufgabe verlangte von ihm und von seinen Männern unaufhörliche Hingabe und einen beständigen Geist der Selbstaufopferung.“

Dem entsprach Himmlers Bemühen, die Hörer seiner Posener Reden zum Durchhalten und Fortsetzen der vollständigen „Ausrottung der Juden“ zu verpflichten und so als künftige Führungselite moralisch aufzubauen. Dies wird oft als Perversion von positiv besetzten Werten wie „Anstand“, „Ehre“ und „Treue“ – hier bezogen auf das Durchhalten beim Massenmord – analysiert. Konrad Kwiet sieht Himmlers Reden als Beispiele einer neuen „Ethik“ und bewussten Erziehung zum Massenmord, die die Täter über das Kriegsende hinaus vom Leiden ihrer Opfer und Bewusstwerden ihrer Verbrechen abschirmte:[32]

„Es ist genau diese ungeheuerliche Verbindung von Mord und Moral, von Verbrechen und Anständigkeit, die den Kern der Täter-Mentalität trifft. Im Rahmen einer so gearteten NS-Ethik wurde ein völlig neuer Begriff von Anständigkeit kreiert und zur Verpflichtung gemacht. Hannah Arendt prägte dafür die Formel von der ‚Banalität des Bösen‘, andere Autoren betonen die ‚Normalität des Verbrechens‘. Fast alle Täter zeichneten sich in der Tat durch die Fähigkeit aus, nach der Verübung der Mordtat wieder in die Routine des Alltags zurückzukehren und ein ‚normales‘ Leben zu führen. Mit Überraschung, Verwirrung und Ärger reagierten die meisten, als sie im Zuge der NS-Strafverfolgung ermittelt und an die Vergangenheit erinnert wurden. Vor Gericht wurden Unwissenheit und Unschuld betont. Die Mörder blieben – von Ausnahmen abgesehen – von den traumatischen Erfahrungen verschont, die sie den überlebenden Opfern hinterlassen haben.“

Der Sozialpsychologe Harald Welzer verdeutlicht am Beispiel der Posener Reden die Grundzüge von Himmlers „Ethik der Anständigkeit”, nämlich sich keinesfalls persönlich zu bereichern und keinen persönlichen Vorteil aus den Verbrechen zu ziehen, sondern alles „um eines höheren Zwecks willen” zu tun.[33]

„Tatsächlich gestattet es diese Form nationalsozialistischer Moral – die auch vorsieht, dass man unter der ‚Drecksarbeit‘, die man mordend machen muss, durchaus selbst leiden kann – zu morden und sich dabei in einem moralischen Sinn nicht schlecht zu fühlen.”

Hans Buchheim zufolge hatten die angeredeten Täter sehr wohl ein Unrechtsbewusstsein. Himmlers Umwertung soldatischer Tugenden sei keine absolute Verneinung moralischer Normen gewesen, sondern deren Suspendierung für die Ausnahmesituation der „Ausrottung der Juden“, die als historische Notwendigkeit ausgegeben worden sei. Deshalb habe Himmler auch Morde an Juden ohne Befehl, aber aus den „richtigen“ ideologischen Motiven gutgeheißen, während er ebensolche Morde aus Sadismus oder Eigennutz strafrechtlich verfolgen ließ.[34]

Der Historiker Dieter Pohl betont:[35]

„In den traditionellen Institutionen des NS-Staates begann man jedoch schon 1943 insgeheim die Suche nach einer Verteidigungsstrategie für die Nachkriegszeit. Man sei nicht informiert gewesen und schuld sei ausschließlich die SS.“

Die schonungslose Darstellung des Völkermords in Himmlers Geheimreden wird daher auch als Mittel gedeutet, die hohen SS- und NSDAP-Funktionäre formell zu Mitwissern und Komplizen ihrer Durchführung zu machen.[36] Diese Absicht lässt auch ein Tagebucheintrag von Joseph Goebbels am 2. März 1943 erkennen:[37]

„Wie immer in den Krisen der Partei, ist es die Aufgabe der engsten Freunde des Führers, sich in solchen Notzeiten um ihn zu scharen […] Vor allem in der Judenfrage sind wir ja so festgelegt, dass es für uns gar kein Entrinnen mehr gibt. Und das ist auch gut so. Eine Bewegung und ein Volk, die die Brücken hinter sich abgebrochen haben, kämpfen erfahrungsgemäß viel vorbehaltloser als die, die noch eine Rückzugsmöglichkeit besitzen […]“

Am 9. Oktober 1943 kommentierte Goebbels Himmlers zweite Rede, bei der er anwesend war:[38]

„Was die Judenfrage anlangt, so gibt er darüber ein ganz ungeschminktes und freimütiges Bild. Er ist der Überzeugung, daß wir die Judenfrage bis Ende dieses Jahres lösen können. Er tritt für die radikalste und härteste Lösung ein, nämlich dafür, das Judentum mit Kind und Kegel auszurotten. Sicherlich ist das eine wenn auch brutale, so doch konsequente Lösung. Denn wir müssen schon die Verantwortung dafür übernehmen, daß diese Frage zu unserer Zeit ganz gelöst wird. Spätere Geschlechter werden sich sicherlich nicht mehr mit dem Mut und der Besessenheit an dies Problem heranwagen, wie wir das heute noch tun können.“

Holocaustleugnung

Holocaustleugner versuchen immer wieder, die Beweiskraft der Posener Reden für die Planung und Durchführung des Holocaust durch das NS-Regime in Zweifel zu ziehen. Dabei verfolgen sie gegensätzliche, einander logisch ausschließende Argumentationslinien. Einige behaupten, die erste Rede sei komplett gefälscht, andere dagegen, sie sei echt, nur die Passagen zur Judenvernichtung seien gefälscht bzw. falsch übersetzt worden.

Die erste These vertrat Wilhelm Stäglich in seinem Buch Der Auschwitzmythos von 1979. Er führte unbelegte Behauptungen als Indizien dafür an:

  • Eine Geheimrede wäre nicht dauerhaft aufgezeichnet worden.
  • Die Adressaten seien großenteils nicht an Judenmorden beteiligt gewesen und würden trotzdem als Täter angeredet.
  • Himmlers Stimme sei wegen der schlechten Tonqualität der Schallplatte nicht identifizierbar.
  • Die Aussage des Redners, die „Ausrottung der Juden“ sei bereits Bestandteil des 25-Punkte-Programms der NSDAP von 1920 gewesen, sei falsch. Es sei undenkbar, dass einer der obersten, für Propaganda zuständigen Parteiführer sich an diesem Punkt geirrt habe.
  • Der Redner spreche von der „Ausrottung der Juden“, als sei diese bereits im Oktober 1943 vollendet gewesen. Dies widerspreche dem herrschenden Geschichtsbild vom Holocaust.

Stäglich folgerte, die Alliierten müssten die Rededokumente für den ersten Nürnberger Prozess gefälscht haben. Als Bestätigung dafür wertete er manche Aussagen der damals Beschuldigten, die angaben, sich an die Redeinhalte oder ihre Anwesenheit nicht zu erinnern. Er missachtete dabei Himmlers offenkundige, durch seine weiteren Reden bestätigte Redeabsicht, aus der heraus sich die vermeintlichen Widersprüche erklären: Er wollte auch die nicht direkt Beteiligten des Holocaust in das „offene Geheimnis“ (Frank Bajohr, Dieter Pohl) einweihen und als Mitwisser in das Gesamtverbrechen einbinden.

Auch Germar Rudolf und Udo Walendy behaupteten, die Tonaufnahmen der ersten Rede seien gefälscht. Himmlers Stimme darauf stamme von einem von den Alliierten nach 1945 bestellten Stimmenimitator.[39]

David Irving dagegen ging von der Echtheit der Aufzeichnungen aus. Er behauptete aber, die Passagen zur Judenvernichtung seien mit einer anderen Schreibmaschine in das Typoskript eingefügt und mit anderer Schrift nummeriert worden. An anderer Stelle nahm er jedoch als gegeben an, dass Himmler die Rede im Wortlaut so hielt, wie sie dokumentiert ist. Doch der Ausdruck „Ausrottung“ sei nicht wörtlich, sondern metaphorisch zu verstehen. Er bedeute hier nur „Deportation“, da Himmler in diesem Kontext auch von „Judenevakuierung“ spreche. Extermination („Vernichtung“) sei eine englische Fehlübersetzung.[40] Folglich werden dann auch andere Sätze, die von Massenmorden sprechen, umgedeutet: Bei den von Himmler erwähnten 100 bis 1000 beisammenliegenden Toten, die die meisten Anwesenden gesehen hätten, handele es sich nicht um ermordete Juden, sondern um Soldaten im Ersten Weltkrieg.

Doch auch andere Geheimreden Himmlers wurden in derselben Weise in Ton und Schrift aufgezeichnet und sind unabhängig voneinander eindeutig diesem Redner zuzuordnen. Sie bestätigen jedes angezweifelte Detail der ersten Rede. Mit der Entdeckung der zweiten Posener Rede im Bundesarchiv Koblenz fielen die Fälschungshypothesen endgültig in sich zusammen. Die darin enthaltene „offenste und markanteste Textstelle über die Ausrottung der Juden“ lässt für Umdeutungen keinen Raum mehr, so dass die Behauptungen der Leugner keine historische Diskussionswürdigkeit erhalten haben. Die Geschichtswissenschaft weist sie deshalb als haltlose, bewusste Irreführungen ohne Faktenbasis zurück.[41]

Künstlerische Verarbeitung

Im Jahr 2000 brachte Romuald Karmakar die Rede vom 4. Oktober in seinem Film „Das Himmler-Projekt“ wieder in Erinnerung. Der Schauspieler Manfred Zapatka spricht den gesamten Text der Rede in nüchterner Weise nach dem Wortlaut der Tonaufnahme mit allen Zwischenvorkommnissen. Er trägt dabei keine Uniform und steht nur vor einer grauen Wand.[42]

In Heinrich Breloers mehrteiligem Fernsehfilm „Speer und Er“ wird die Frage diskutiert, ob sich Reichsrüstungsminister Albert Speer am Abend des 6. Oktober 1943 unter den Zuhörern der zweiten Rede Himmlers befand.

In Jonathan LittellsDie Wohlgesinnten“ kann sich der Ich-Erzähler nicht mehr erinnern, ob Speer bei der Rede noch anwesend war.

Literatur

  • Internationaler Militärgerichtshof Nürnberg (IMT): Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Nachdruck. Delphin Verlag, München 1989, ISBN 3-7735-2523-0, Band 29: Urkunden und anderes Beweismaterial.
  • Bradley F. Smith, Agnes F. Peterson (Hrsg.): Heinrich Himmler. Geheimreden 1933–1945. Propyläen Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1974, ISBN 3-549-07305-4.
  • Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur „Endlösung“. Piper, München u. a. 2001, ISBN 3-492-04295-3.
  • Richard Breitman: Der Architekt der „Endlösung“. Himmler und die Vernichtung der europäischen Juden. Schöningh, Paderborn u. a. 1996, ISBN 3-506-77497-2 (Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Smith, Peterson: Heinrich Himmler Geheimreden, Redeverzeichnis, S. 268–277 f.
  2. Richard Breitman: Heinrich Himmler. Der Architekt der „Endlösung“. Pendo Verlag, Zürich u.a. 2000, ISBN 3858423785
  3. Joachim Fest, Einführung zu Smith, Peterson: Heinrich Himmler Geheimreden, S. 15 ff.
  4. Raul Hilberg: Die Quellen des Holocaust, Frankfurt/Main 2002, ISBN 3-10-033626-7, Kapitel Drastische und verschleiernde Sprache S. 123ff
  5. Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl, München 2001, S. 175–184.
  6. Christoph Studt: Das Dritte Reich in Daten, Becksche Reihe, München 2002, ISBN 3-406-476-35-X, S. 212–221.
  7. Smith, Peterson: Heinrich Himmler, S. 251 f.
  8. IMT: Band 29, S. 110–173.
  9. IMT: Band 4 (Verhandlungsniederschriften, 19. Dezember 1945), S. 197.
  10. Holocaust-history: Hörbeispiel, Transkription und redigierte Endfassung
  11. Heinrich Schwendemann, Wolfgang Dietsche: Hitlers Schloß. Die 'Führerresidenz' in Posen, Berlin 2003, S. 133.
  12. 3sat: Anwesende SS-Generäle bei der „Posener Rede“
  13. 3sat: Erläuterungen zu Himmlers Posener Rede
  14. IMT: Band 29 (Urkunden und anderes Beweismaterial), S. 123.
  15. IMT: Band 29, S. 145f
  16. Stefan Krebs, Werner Tschacher: Speer und Er. Und Wir? Deutsche Geschichte in gebrochener Erinnerung. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Heft 3, 58 (2007), S. 164.
  17. Smith, Peterson: Heinrich Himmler Geheimreden S. 267 (Bemerkungen zur Edition), S. 273 (Nr. 85) und S. 300, Anmerkung 1.
  18. Gitta Sereny: Albert Speer: Sein Ringen mit der Wahrheit. München 2001, ISBN 3-442-15141-4, S. 468ff.
  19. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 162–183.
  20. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 169 f.
  21. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 170.
  22. Krebs, Tschacher: Speer und Er S. 163–173.
  23. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 183.
  24. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 201.
  25. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 201.
  26. Im Original: „Wenn es dem internationalen Finanzjudentum inner- und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!“; http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt2_n4_bsb00000613_00017.html
  27. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 202.
  28. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 203.
  29. Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl S. 191.
  30. Smith, Peterson: Heinrich Himmler S. 203.
  31. Saul Friedländer: Das Dritte Reich und die Juden 2. Band: Die Jahre der Vernichtung 1939–1945, C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-54966-7, S. 570.
  32. Konrad Kwiet: Rassenpolitik und Völkermord, in: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, dtv, 2. Auflage, München 1998, S. 64.
  33. Sönke Neitzel, Harald Welzer: Soldaten - Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben. Frankfurt/M. 2011, ISBN 978-3-0899434-2, S. 201.
  34. Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staates Band 1: Die SS – das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam. dtv (1. Auflage 1967) 2. Auflage München 1979, ISBN 3-423-02915-3, S. 247–253 und S. 266f.
  35. Frank Bajohr, Dieter Pohl: Der Holocaust als offenes Geheimnis. München 2006, ISBN 3-406-54978-0, S. 126.
  36. Peter Longerich: Heinrich Himmler – Biographie. München 2008, ISBN 978-3-88680-859-5, S. 710 / s. a. Gitta Sereny: Albert Speer…, S. 468.
  37. Joseph Goebbels. Tagebücher, Band 5: 1943–1945, Piper Verlag, München 2003, ISBN 3-492-21415-0, S. 1905.
  38. Zitiert nach Saul Friedländer: Das Dritte Reich und die Juden 2. Band: Die Jahre der Vernichtung 1939–1945, a.a.O. S. 572.
  39. Holocaustreferenz: Heinrich Himmler in Posen: „Damit möchte ich die Judenfrage abschließen.“
  40. Holocaust History Project: Holocaust-Denial, the Poznan speech, and our translation
  41. Smith, Peterson: Heinrich Himmler…, S. 301 mit Anmerkung 16.
  42. Das Himmler-Projekt: Film von Romuald Karmakar, Kritik von Josef Lederle
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