Ravi Shankar

Ravi Shankar
Shankar im März 2009 in Delhi

Ravi Shankar (Bengalisch: রবি শংকর; Rabi Śaṃkar; * 7. April 1920 in Varanasi; bürgerlicher Name Robindro Shaunkor Chowdhury) ist ein indischer Musiker und Komponist, der das Zupfinstrument Sitar spielt. Hans Neuhoff hat ihn in Die Musik in Geschichte und Gegenwart als den bekanntesten zeitgenössischen indischen Musiker bezeichnet.[1]

Shankar verbrachte seine Jugend damit, in der Tanzgruppe seines Bruders Uday Shankar Europa und Indien zu bereisen. 1938 gab er das Tanzen auf, um das Sitar-Spielen unter Hofmusiker Allauddin Khan zu erlernen. Nachdem er seine Lehre 1944 beendet hatte, arbeitete Shankar als Komponist, wobei er die Musik für die Apu-Trilogie von Satyajit Ray schrieb, und war von 1949 bis 1956 als Musikdirektor von All India Radio Neu-Delhi beschäftigt.

Im Jahr 1956 begann er Europa und Amerika auf Konzerttourneen zu bereisen und steigerte dort das Ansehen klassischer indischer Musik in den 1960er Jahren durch Lehre, Auftritte und den Kontakt zu Geiger Yehudi Menuhin und George Harrison von den Beatles. Shankar beschäftigte sich mit westlicher Musik, indem er Instrumentalkonzerte für Sitar und Orchester schrieb, und tourte weltweit in den 1970er und 1980er Jahren. Von 1986 bis 1992 war er ein ernanntes Mitglied des Rajya Sabha, des Oberhauses des indischen Parlaments. Shankar wurde 1999 mit Indiens höchstem zivilen Orden, dem Bharat Ratna, ausgezeichnet, und ist der Empfänger von drei Grammy Awards. Er tritt in den 2000ern weiterhin auf, oft mit seiner Tochter Anoushka.

Inhaltsverzeichnis

Jugend

Shankar wurde am 7. April 1920 in Varanasi in eine wohlhabende und konservative Brahmanen-Familie von Bengalen als jüngster von sieben Brüdern geboren.[2][3][4] Shankars bengalischer Geburtsname war Robindro Shaunkor Chowdhury. Sein Vater, Shyam Shankar, war ein Administrator für den Maharaja von Jhalawar und verwendete die Sanskrit-Schreibweise des Familiennamens, von dem er den letzten Teil entfernte.[2][5] Shyam war mit Shankars Mutter Hemangini Devi verheiratet, war aber später als Rechtsanwalt in London tätig. Dort heiratete er ein zweites Mal, während Devi Shankar in Varanasi erzog, und traf seinen Sohn erst, als dieser acht Jahre alt war. Shankar verkürzte die Sanskrit-Version seines Vornamens, Ravindra, zu Ravi, für „Sonne“.[2]

Nachdem er sein erstes Lebensjahrzehnt in Varanasi verbracht hatte, reiste Shankar mit der Tanzgruppe seines Bruders, dem Choreografen Uday Shankar, nach Paris.[6][7] Im Alter von 13 Jahren war er Mitglied der Gruppe, begleitete deren Mitglieder auf Tourneen, und lernte zu tanzen und verschiedene indische Instrumente zu spielen.[3][4] Udays Tanzgruppe unternahm in den frühen bis zur Mitte der 1930er Jahre Tourneen durch Europa und Amerika und Shankar lernte Französisch, entdeckte westliche klassische Musik, Jazz und das Kino, und wurde mit westlichen Sitten bekannt. Shankar hörte den leitenden Musiker des Hofes von Maihar, Allauddin Khan, im Dezember 1934 bei einer Musikkonferenz in Kalkutta spielen, und Uday überzeugte den Maharaja von Maihar im Jahr 1935, es Khan zu ermöglichen, als Solist seine Gruppe auf einer Tour durch Europa zu begleiten. Shankar wurde während der Tour sporadisch von Khan unterrichtet und Khan bot Shankar eine Ausbildung zum professionellen Musiker an, unter der Bedingung, dass er alle Tourneen aufgeben und nach Maihar kommen müsse.[8]

Karriere

Ausbildung und Arbeit in Indien

Shankars Eltern waren bereits verstorben, als er von der Europa-Tour zurückkehrte, und Tourneen in den Westen waren auf Grund der politischen Konflikte, die zum Zweiten Weltkrieg führen sollten, erschwert.[9] Shankar gab seine Tanzkarriere im Jahr 1938 auf, um nach Maihar zu reisen und unter Khan klassische indische Musik zu studieren und bei dessen Familie im traditionellen Gurukul-System zu leben.[6] Khan war ein strenger Lehrer und Shankar übte auf Sitar und Surbahar, lernte Ragas und die musikalischen Stile Dhrupad, Dhamar und Khyal, und wurde in den Techniken der Instrumente Rudra Vina, Rubab und Sursingar unterrichtet.[6][10] Oft lernte er gemeinsam mit Khans Kindern Ali Akbar Khan und Annapurna Devi.[9] Shankar begann mit der Sitar im Dezember 1939 öffentlich aufzutreten; sein erster Auftritt bestand aus einem Jugalbandi (Duett) mit Ali Akbar Khan, der das Saiteninstrument Sarod spielte.[11]

Shankar schloss seine Ausbildung im Jahr 1944 ab. Anschließend zog er nach Mumbai und schloss sich der Theatergruppe Indian Peoples’ Theatre Association an, für die er in den Jahren 1945 und 1946 Musik für Ballette komponierte.[3][12] Shankar komponiert im Alter von 25 Jahren die Musik für das bekannte Lied „Sare Jahan Se Achcha“ neu.[13][14] Er fing an, Musik für His Master’s Voice Indien aufnehmen und arbeitete als musikalischer Leiter für All India Radio (AIR) Neu-Delhi von Februar 1949 bis Januar 1956.[3] Shankar gründete das Indian National Orchestra bei AIR und komponierte für es; seine Kompositionen experimentierten mit einer Mischung aus westlichen Instrumenten und klassischer indischer Instrumentation.[15] Ab Mitte der 1950er Jahre komponierte er die Musik für die international anerkannte Apu-Trilogie von Satyajit Ray.[4][16]

Internationale Karriere 1956–1969

Tabla-Spieler Alla Rakha, ein häufiger musikalischer Begleiter Shankars, 1988

V. K. Narayana Menon, Direktor von AIR Delhi, stellte Shankar und den westlichen Geiger Yehudi Menuhin bei dessen ersten Besuch in Indien im Jahr 1952 vor.[17] Shankar war im Jahr 1954 als Teil einer kulturellen Delegation in der Sowjetunion aufgetreten und Menuhin lud Shankar im Jahr 1955 ein, in New York City im Rahmen einer Demonstration indischer klassischer Musik aufzutreten, die von der Ford Foundation gesponsert wurde. Shankar sagte seine Teilnahme wegen Problemen in seiner Ehe ab, empfahl aber Ali Akbar Khan an seiner statt spielen zu lassen. Khan stimmte widerwillig zu und trat mit Tabla-(Schlagzeug-)Spieler Chatur Lal im Museum of Modern Art auf; er wurde später der erste indische klassische Musiker, der im amerikanischen Fernsehen spielte, und, für Angel Records, ein vollständiges Raga aufnahm.[18]

Shankar kamen die positive Reaktionen auf Khans Spiel zu Ohren und er trat 1956 von seinem Posten bei AIR zurück, um im Vereinigten Königreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten auf Tour zu gehen. Er spielte für kleineres Publikum und klärte über indische Musik auf, wobei er Ragas aus der südindischen karnatischen Musik einbezog, und nahm seine erste Schallplatte Three Ragas in London auf, die im Jahr 1956 veröffentlicht wurde.[19] Im Jahr 1958 nahm Shankar an den Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag der Vereinten Nationen und dem UNESCO-Festival in Paris teil. Seit 1961 tourte er in Europa, den Vereinigten Staaten und Australien, und er wurde der erste Inder, der Musik für nicht-indische Filme komponierte.[12] Chatur Lal begleitete Shankar auf den Tabla bis 1962, als Alla Rakha dessen Rolle einnahm.[19] Shankar gründete die Kinnara School of Music in Mumbai im Jahr 1962.[20]

Shankar freundete sich während seiner ersten Amerika-Tournee mit Richard Bock an, dem Gründer von World Pacific Records, und nahm die meisten seiner Alben in den 1950er und 1960er Jahren für Bocks Label auf.[19] The Byrds machten im selben Studio Aufnahmen und hörten dort Shankars Musik, was sie dazu veranlasste, einige derer Elemente in ihre eigene Musik aufzunehmen, was ihren Freund George Harrison, von den Beatles, an das Genre heranführte.[21] Harrison interessierte sich für klassische indische Musik, kaufte eine Sitar und benutzte sie zur Aufnahme des Liedes „Norwegian Wood (This Bird Has Flown)“. Dies führte dazu, dass indische Musik von anderen Musikern genutzt wurde und schuf die Raga Rock-Strömung.[22]

Harrison traf Shankar 1966 in London und besuchte Indien für sechs Wochen, um in Srinagar unter Shankar Sitar zu lernen.[14][23][24] Während des Besuchs wurde von Howard Worth ein Dokumentarfilm über Shankar, genannt Raga, aufgenommen, und im Jahr 1971 veröffentlicht.[25] Shankars Verbindung zu Harrison trug zu einer beträchtlichen Erhöhung seiner Bekanntheit bei und Ken Hunt von Allmusic würde später erklären, dass Shankar im Jahr 1966 der „berühmteste indische Musiker auf dem Planeten“ geworden war.[3][23] Im Jahr 1967 trat Shankar beim Monterey Pop Festival auf und gewann einen Grammy Award für die beste Kammermusik-Darbietung für West Meets East, einem Gemeinschaftswerk mit Yehudi Menuhin.[23][26] Im selben Jahr gewannen die Beatles den Grammy Award für das Album des Jahres für Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band, das „Within You Without You“ von Harrison enthielt, ein Lied, das von klassischer indischer Musik beeinflusst war.[24][26] Shankar eröffnete im Mai 1967 eine Niederlassung der Kinnara School of Music in Los Angeles (Kalifornien) und veröffentlichte im Jahr 1968 eine Autobiografie, My Music, My Life (dt. Meine Musik, mein Leben).[12][20] Er trat beim Woodstock-Festival im August 1969 auf und befand, dass er die Veranstaltung nicht leiden könne.[23] In den 1970er Jahren distanzierte sich Shankar von der Hippie-Bewegung.[27]

Internationale Karriere 1970–Gegenwart

George Harrison, US-Präsident Gerald Ford und Ravi Shankar am 13. Dezember 1974 im Oval Office

Im Oktober 1970 wurde Shankar Vorsitzender der Abteilung für indische Musik des California Institute of the Arts, nachdem er zuvor am City College of New York, der University of California, Los Angeles, und als Gastdozent an anderen Hochschulen und Universitäten, einschließlich dem Ali Akbar College of Music, gelehrt hatte.[12][28][29] Ende 1970 lud das London Symphony Orchestra Shankar ein, ein Instrumentalkonzert mit Sitar zu komponieren; Concerto for Sitar and Orchestra wurde mit André Previn als Dirigent und Shankar an der Sitar aufgeführt.[4][30] Hans Neuhoff von Die Musik in Geschichte und Gegenwart hat den Einsatz des Orchesters in diesem Konzert als „amateurhaft“ kritisiert.[1] Gemeinsam mit George Harrison organisierte Shankar das am 1. August 1971 im New Yorker Madison Square Garden stattfindende Konzert für Bangladesch.[23] Ende des Jahres kam ein aus drei LPs bestehender Mitschnitt heraus. The Concert for Bangladesh wurde zu einem der meistverkauften Musikalben, auf dem indische Musik vertreten ist, und wurde bei der 15. Grammy-Awards-Verleihung als „Album des Jahres“ ausgezeichnet.[26][29]

Während der 1970er Jahre arbeiteten Shankar und Harrison wieder zusammen, nahmen 1974 Shankar Family and Friends auf und tourten zu gemischten Kritiken durch Nordamerika, nachdem Shankar vorher auf Konzertreise durch Europa gewesen war.[31] Die anstrengende Tour durch Nordamerika schwächte Shankar, und er erlitt im September 1974 in Chicago einen Herzanfall, der ihn zwang einen Teil der Tour abzusagen. In seiner Abwesenheit leitete Shankars Schwägerin, die Sängerin Lakshmi Shankar, das Tourneeorchester. Die Tourband besuchte das Weiße Haus auf Einladung von John Gardner Ford, Sohn von US-Präsident Gerald Ford.[32] Shankar tourte und lehrte für den Rest der 1970er und 1980er Jahre und veröffentlichte sein zweites Instrumentalkonzert, Raga Mala, dirigiert von Zubin Mehta, im Jahr 1981.[33][34] Shankar wurde für einen Oscar für beste Filmmusik für seine Arbeit an Gandhi aus dem Jahr 1982 nominiert, unterlag aber John WilliamsE. T.[35] Er war Mitglied des Rajya Sabha, dem Oberhaus des indischen Parlaments, vom 12. Mai 1986 bis zum 11. Mai 1992, nachdem er vom indischen Premierminister Rajiv Gandhi ernannt worden war.[14][36] Shankar komponierte das Tanzdrama Ghanashyam im Jahr 1989.[20] Seine liberalen Ansichten zu musikalischer Zusammenarbeit führten dazu, dass er 1990 gemeinsam mit dem zeitgenössischen Komponisten Philip Glass das Album Passages herausbrachte.[6]

Shankar unterzog sich 1992 einer Angioplastie auf Grund von Herzproblemen, wonach sich George Harrison an mehreren von Shankars Projekten beteiligte. Wegen der positiven Resonanz, die Shankars Karrierenkompilation In Celebration im Jahr 1996 erhielt, schrieb Shankar eine zweite Autobiografie, Raga Mala, bei der Harrison als Lektor wirkte.[37] Shankar spielte 25 bis 40 Konzerte pro Jahr in den späten 1990er Jahren.[6] Er lehrte seine Tochter Anoushka Shankar Sitar zu spielen und wurde 1997 ein Regent’s Lecturer an der University of California, San Diego.[38] In den 2000er Jahren gewann Shankar einen Grammy Award für das beste Weltmusikalbum für Full Circle: Carnegie Hall 2000 und tourte mit Anoushka, die im Jahr 2002 ein Buch über ihren Vater, Bapi: Love of My Life, veröffentlichte.[26][39] Anoushka führte eine Komposition von Shankar für das 2002 Harrison Gedenkkonzert Concert for George auf, und Shankar schrieb ein drittes Instrumentalkonzert für Sitar und Orchester für Anoushka und das Orpheus Chamber Orchestra.[40][41] Shankar spielte sein letztes europäisches Konzert im Juni 2008.[27]

Stil und Beiträge

Ravi Shankar in den 1970er Jahren beim Schiraz-Kunstfestival im Iran

Shankar entwickelte einen Stil, der sich von dem seiner Zeitgenossen unterschied, und integrierte Einflüsse aus rhythmischen Praktiken der südindischen karnatischen Musik. Seine Aufführungen beginnen mit einem Solo in Alap, Jor und Jhala (Einführung und Spiel mit Puls und schnellem Puls), beeinflusst vom langsamen und ernsten Dhrupad-Stil, gefolgt von einem Abschnitt mit Tabla-Begleitung, in dem Kompositionen aus dem vorherrschenden Khyal-Stil gespielt werden. Shankar schließt seine Auftritte oft mit einem Stück ab, das vom leichten klassischen Thumri-Stil inspiriert ist.[6]

Shankar wird als einer der bedeutendsten Sitar-Spieler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesehen. Er popularisierte das Spiel auf der Bassoktave der Sitar für den Alap-Abschnitt und wurde für eine Spielweise mit kurzen schnellen Auslenkungen der Saiten in den mittleren und höheren Tonlagen und seine Klangerzeugung durch Anschläge auf und Abziehen der Hauptspielsaite bekannt.[1][6] Narayana Menon vom New Grove Dictionary merkte Shankars Vorliebe für rhythmische Experimente an, darunter den Einsatz unkonventioneller rhythmischer Zyklen.[42] Hans Neuhoff von Musik in Geschichte und Gegenwart argumentierte, dass Shankars Spielweise keine weite Verbreitung fand, und dass er von anderen Sitar-Spielern beim Spiel melodischer Passagen übertroffen wurde. Shankars Zusammenspiel mit Alla Rakha vergrößerte die Wertschätzung für das Tabla-Spiel in nordindischer klassischer Musik.[1] Shankar förderte die Jugalbandi-Duett-Konzertform und führte neue Ragas ein, darunter Tilak Shyam, Nat Bhairav und Bairagi.[6]

Anerkennung

Shankar gewann den Silbernen Bär Sonderpreis bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1957 für die Komposition der Musik des Films Kabuliwala.[43] Ihm wurde der Preis der Sangeet Natak Akademi für 1962 verliehen und er wurde zum Fellow der Akademie für 1975 erklärt.[44][45] Shankar erhielt die drei höchsten zivilen nationalen Ehrungen Indiens: den Padma Bhushan im Jahr 1967, den Padma Vibhushan im Jahr 1981 und den Bharat Ratna im Jahr 1999.[46] Er wurde mit dem Musikpreis des Internationalen Musikrats der UNESCO im Jahr 1975 ausgezeichnet, bekam drei Grammy Awards und wurde für einen Oscar nominiert.[12][26][35] Shankar ist Ehrendoktor an Universitäten in Indien und den Vereinigten Staaten.[12] Er erhielt den Kalidas Samman der Regierung von Madhya Pradesh für 1987–88, den Fukuoka Asian Culture Prize 1991, den Ramon Magsaysay Award 1992 und den Polar Music Prize 1998.[47][48][49][50] Shankar ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters und erhielt 1997 den Praemium Imperiale für Musik von der Japan Art Association.[6] Der amerikanische Jazz-Saxophonist John Coltrane benannte seinen Sohn Ravi Coltrane nach Shankar.[51]

Familie und Persönliches

Ravi Shankar im Jahr 1988

Shankar heiratete Allauddin Khans Tochter Annapurna Devi im Jahr 1941 und ein Sohn, Shubhendra Shankar, wurde 1942 geboren.[10] Shankar trennte sich von Annapurna in den 1940er Jahren und hatte eine Beziehung mit Kamala Shastri, einer Tänzerin, ab den späten 1940er Jahren. Eine Affäre mit Sue Jones, einer New Yorker Konzertproduzentin, führte zur Geburt von Norah Jones im Jahr 1979. Im Jahr 1981 wurde Anoushka Shankar als Tochter von Shankar und Sukanya Rajan geboren, die Shankar seit den 1970er Jahren kannte. Nachdem er sich 1981 von Kamala Shastri trennte, lebte Shankar bis zum Jahr 1986 mit Sue Jones zusammen und heiratete 1989 Sukanya Rajan.[52]

Shubhendra „Shubho“ Shankar begleitete seinen Vater oft auf Tourneen. Er konnte die Sitar und Surbahar spielen, zog es aber vor, keine Solokarriere anzustreben, und starb im Jahr 1992.[53] Norah Jones wurde in den 2000er Jahren eine erfolgreiche Musikerin und gewann 2003 acht Grammy Awards. Anoushka Shankar war im selben Jahr für einen Grammy Award für Bestes Weltmusikalbum nominiert.[54]

Shankar ist Hindu und Vegetarier.[55][56] Er lebt mit Sukanya in Südkalifornien.[27]

Diskografie

Hauptartikel: Ravi Shankar/Diskografie

Bibliografie

  • Ravi Shankar; Simon & Schuster (Hrsg.): My Music, My Life. 1968, ISBN 0671201131.
  • Ravi Shankar; Onomatopoeia (Hrsg.): Learning Indian Music: A Systematic Approach. 1979, OCLC 21376688.
  • Ravi Shankar; Genesis Publications (Hrsg.): Raga Mala: The Autobiography of Ravi Shankar. 1997, ISBN 0904351467.

Weblinks

 Commons: Ravi Shankar – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Kürzel Volltitel
Brockhaus Brockhaus Enzyklopädie, 19. Ed., Band 20, F. A. Brockhaus GmbH 1993, ISBN 3765311200
Ghosh, Shankars Ghosh Dibyendu; Agee Prakashani (Hrsg.): The Great Shankars. Dezember 1983, OCLC 15483971.
Lavezzoli, Dawn Peter Lavezzoli: The Dawn of Indian Music in the West. Continuum International Publishing Group 2006, ISBN 0826418155
Massey, India Music Reginald Massey: The Music of India. Abhinav Publications 1996, ISBN 8170173329
Menon, New Grove Narayana Menon: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 1. Ed., Band 17, London: Macmillan 1995, ISBN 1561591742
Neuhoff, Geschichte Hans Neuhoff: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart: allgemeine Enzyklopädie der Musik, 2. Ed., Band 15, Bärenreiter 2006, ISBN 3761811225
Schaffner, Liverpool Nicholas Schaffner: The Boys from Liverpool: John, Paul, George, Ringo. Taylor and Francis 1980, ISBN 0416306616
Sharma, Famous Indians Vishwamitra Sharma: Famous Indians of the 20th Century. Pustak Mahal 2007, ISBN 8122308295
Slawek, New Grove Stephen Slawek: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2. Ed., Band 23, London: Macmillan 2001, ISBN 0333608003
  1. a b c d Neuhoff, Geschichte, S. 672–673
  2. a b c Lavezzoli, Dawn, S. 48
  3. a b c d e Ken Hunt: Ravi Shankar – Biography, Allmusic. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  4. a b c d Massey, India Music, S. 159
  5. Ghosh, Shankars, S. 7
  6. a b c d e f g h i Slawek, New Grove, S. 202–203
  7. Ghosh, Shankars, S. 55
  8. Lavezzoli, Dawn, S. 50
  9. a b Lavezzoli, Dawn, S. 51
  10. a b Lavezzoli, Dawn, S. 52
  11. Lavezzoli, Dawn, S. 53
  12. a b c d e f Ghosh, Shankars, S. 57
  13. Sharma, Famous Indians, S. 163–164
  14. a b c Arunabha Deb (26. Februar 2009): Ravi Shankar: 10 interesting facts. Mint. Abgerufen am 26. Oktober 2010.
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  16. Richard Schickel: The Apu Trilogy (1955, 1956, 1959), TIME. 12. Februar 2005. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  17. Lavezzoli, Dawn, S. 47
  18. Lavezzoli, Dawn, S. 57–59
  19. a b c Lavezzoli, Dawn, S. 61
  20. a b c Brockhaus, S. 199
  21. Lavezzoli, Dawn, S. 62
  22. Schaffner, Liverpool, S. 64
  23. a b c d e Philip Glass: George Harrison, World-Music Catalyst And Great-Souled Man; Open to the Influence Of Unfamiliar Cultures, The New York Times. 9. Dezember 2001. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  24. a b Allan Kozinn: George Harrison, ‘Quiet Beatle’ And Lead Guitarist, Dies at 58, The New York Times. 1. Dezember 2001. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
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  26. a b c d e Grammy Award Winners. National Academy of Recording Arts and Sciences. Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  27. a b c John O'Mahony: Ravi Shankar bids Europe adieu. In: The Guardian, Taipei Times, 8. Juni 2008. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  28. Ghosh, Shankars, p. 56
  29. a b Lavezzoli, Dawn, S. 66
  30. Lavezzoli, Dawn, S. 221
  31. Lavezzoli, Dawn, S. 195
  32. Lavezzoli, Dawn, S. 196
  33. Adam Rogers: Where Are They Now?, Newsweek. 8. August 1994. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  34. Lavezzoli, Dawn, S. 222
  35. a b Sean Piccoli: Ravi Shankar remains true to his Eastern musical ethos, South Florida Sun-Sentinel. 19. April 2005. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  36. 'Rajya Sabha Members'/Biographical Sketches 1952 - 2003 (PDF). Rajya Sabha (6. Januar 2004). Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  37. Lavezzoli, Dawn, S. 197
  38. Shankar advances her music, The Washington Times. 16. November 1999. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  39. Lavezzoli, Dawn, S. 411
  40. Michael Idato: Concert for George, The Sydney Morning Herald. 9. April 2004. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  41. Anoushka enthralls at New York show. In: Press Trust of India, The Hindu, 4 February 2009. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  42. Menon, New Grove, S. 220
  43. Archiv > Jahresarchive > 1957 > Preisträger. Internationale Filmfestspiele Berlin. Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  44. SNA: List of Akademi Awardees – Instrumental – Sitar. Sangeet Natak Akademi. Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  45. SNA: List of Akademi Fellows. Sangeet Natak Akademi. Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  46. Padma Awards. Ministry of Communications and Information Technology. Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  47. राष्ट्रीय कालिदास सम्मान (Rashtriya Kalidas Samman) (Hindi). Department of Public Relations of Madhya Pradesh (2006). Abgerufen am 26. Oktober 2010.
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  50. Lawrence van Gelder: Footlights, The New York Times. 14. Mai 1998. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  51. Peter Watrous: Pop Review; Just Music, No Oedipal Problems, The New York Times. 16. Juni 1998. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  52. Hard to say no to free love: Ravi Shankar. Press Trust of India. Rediff.com (13. Mai 2003). Abgerufen am 26. Oktober 2010.
  53. Kristina Lindgren: Shubho Shankar Dies After Long Illness at 50, Los Angeles Times. 21. September 1992. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  54. Bijoy Venugopal: Norah’s night at the Grammys, Rediff.com. 24. Februar 2003. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  55. Lavina Melwani: In Her Father’s Footsteps, Rediff.com. 24. Dezember 1999. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 
  56. Signing up for the veg revolution, Screen. 8. Dezember 2000. Abgerufen am 26. Oktober 2010. 

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