Stan Tracey


Stan Tracey

Stanley William Tracey (* 30. Dezember 1926 in Denmark Hill, London) ist ein britischer Jazzpianist, Arrangeur und Komponist.

Tracey war bereits mit 16 Jahren Berufsmusiker und spielte in Unterhaltungsgruppen für Armeeangehörige; später spielte er auch auf Ozeandampfern und in Tanzorchestern. In den 1950er arbeitete er auch im Jazzbereich (u. a. mit Ronnie Scott). Zwischen 1957 und 1959 arbeitete er fast zwei Jahre lang (als Vibraphonist) mit Ted Heath. Zwischen 1960 und 1967 war er in Ronnie Scott’s Jazzclub als Hauspianist tätigt und begleitete die durchreisenden Solisten wie Ben Webster, Sonny Rollins oder Zoot Sims. 1964 gründete er ein eigenes Quartett, dem zunächst Saxophonisten wie Bobby Wellins oder Trevor Watts angehörten (seit 1974 Art Themen). Tracey machte Aufnahmen als Solist, im Duo (mit Mike Osborne, John Surman, Tony Coe oder auch Keith Tippett) und in größeren Gruppen bis hin zur Big Band.

Als Pianist steht Tracey unter dem Einfluss von Ellington und Monk. Er erhielt die folgenden Auszeichnungen des Britischen Jazz: Best Pianist (1992), Best Composer/Arranger (1993, 1995, 1997, 1999), Best Album Release (1993) Best Small Group (1995). 1986 wurde ihm für seine Verdienste um den britischen Jazz der Order of the British Empire verliehen. Im Jahr 2003 war Tracey Gegenstand der BBC-Fernsehdokumentation „Godfather of British Jazz“.

Der Schlagzeuger Clark Tracey ist sein Sohn.

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