Blume


Blume
Blumen mit Schmetterling und Biene
Eine Blumenwiese

Eine Blume bezeichnet umgangssprachlich entweder eine dekorative Blüte, einen Blütenstand inkl. eines Teils der Sprossachse meistens krautiger Pflanzen oder eine dekorativ blühende Topf- oder Gartenpflanze. Sie dient schmückenden Zwecken, z. B. im Blumenstrauß, Blumenkranz oder Blumengebinde.

Inhaltsverzeichnis

Differenzierung

Botanisch sind die beiden Begriffe Blume und Blüte klar voneinander zu trennen:

Blumentypen

Nach der Gestalt der Blumen werden verschiedene Blumentypen unterschieden. Der Blumentyp steht dabei in enger Verbindung zum jeweiligen Bestäuber:[1]

  • Scheiben- und Schalenblume: sie sind flach, der Zugang zur Blumenmitte ist nicht eingeschränkt. Sie werden vorwiegend von pollenfressenden Käfern besucht. Beispiel ist der Klatsch-Mohn.
  • Die Becher- oder Glockenblumen sind zunehmend verengt und bilden einen Trichter oder Becher. Beispiel sind Krokusse.
  • Röhrenblumen sind noch enger.
  • Stieltellerblumen besitzen eine schmale Röhre, auf der eine flache Scheibe sitzt, Beispiel sind die Nelken.
  • Spornblumen: hier ist der Nektar in einem Sporn versteckt, Beispiel ist das Veilchen.
  • Bei der Revolverblume gibt es mehrere Zugänge zum Nektar, Beispiel ist Gentiana acaulis.
  • Rachenblumen sind ebenfalls zygomorph aufgebaut. Die Bestäuber kriechen in sie hinein. Ist die Öffnung der Rachenblume mechanisch verschlossen, spricht man von einer
  • Maskenblume: der Verschluss muss durch das Gewicht des Bestäubers geöffnet werden. Beispiel sind die der Schmetterlingsblütler
  • Bei Lippenblumen ist die Blüte deutlich zweigeteilt, wobei die Unterlippe als Landefläche für die Bestäuber dient.
  • Bürsten- und Pinselblumen besitzen zahlreiche Staubblätter, die bürsten- oder pinselförmig aus der Blüte gestreckt werden. Beispiele sind die Blütenstände der Akazien und Weiden.
  • Fallenblumen schließen die Bestäubenden zeitweilig ein. Untertypen sind Klemmfallen (Asclepias) und Gleitfallen (Arum).

Entsprechend der Anpassung an die Bestäuber bilden die Blumen Merkmalssyndrome, die als Blumenstile bezeichnet werden. Sie werden unter den einzelnen Bestäubungsformen näher besprochen.

Größe

Die größte Blume der Welt wird von der Titanenwurz (Amorphophallus titanum) gebildet und wird über zwei Meter hoch, die größte Blüte der Welt (Rafflesia arnoldii) wird dagegen von einer Pflanzenart der Familie der Rafflesiengewächse gebildet und wird etwa einen Meter breit.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. P. Sitte, E. W. Weiler, J. W. Kadereit, A. Bresinsky, C. Körner: Strasburger – Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 35. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2002, S. 773. ISBN 3-8274-1010-X; Peter Leins: Blüte und Frucht. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion, Ökologie. E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2000, S. 182-187. ISBN 3-510-65194-4

Weblinks

 Commons: Blume – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Blume – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Blume – Zitate

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Synonyme:

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  • Blume — Sf std. (8. Jh.), mhd. bluome m./f., ahd. bluoma f., bluomo m., as. blōmo m Stammwort. Aus g. * blōmōn m. Blume, Blüte , auch in gt. blōma, anord. blóm n., blómi m., afr. blām (ae. blōma bedeutet Metallmasse und ist wohl nicht zugehörig);… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Blume — Blume: Das gemeingerm. Wort mhd. bluome, ahd. bluoma, bluomo, got. blōma, niederl. bloem, schwed. blomma gehört zu der unter ↑ blühen dargestellten Wortgruppe. Zur Bildung vgl. z. B. das Verhältnis von »Same« zu »säen«. Das Wort steckt in… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Blume — may refer to:* Carl Ludwig Blume (1789–1862), German Dutch botanist. * Joaquín Blume (1933–1959), Spanish gymnast. * Judy Blume (born 1938), American author.;See also *Blum *Bloom …   Wikipedia

  • Blume — Blume, findet man neben dem Blattwerk in der Ornamentik fast aller Stilarten in reicher Verwendung, und in der Regel dienen die im Lande selbst wachsenden Blumen als Vorbilder. Die Art der Anwendung ist sehr verschieden. 1. Es nehmen ganze… …   Lexikon der gesamten Technik

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  • Blume [2] — Blume, 1) Heinrich, so v.w. Blum 2); 2) Friedrich, so v.w. Bluhme 1) …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Blume [1] — Blume, in der Botanik soviel wie Blüte (s.d.). – In der Chemie veraltete Bezeichnung für verschiedene z. T. durch Sublimation erhaltene Präparate, z. B. Schwefelblumen, soviel wie sublimierter Schwefel; Zinkblumen, soviel wie Zinkoxyd etc. B.… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Blume [2] — Blume, 1) Karl Ludwig, Botaniker, geb. 9. Juni 1796 in Braunschweig, gest. 3. Febr. 1862 in Leiden, war Arzt in Java und Vorsteher des Medizinalwesens in den holländisch ostindischen Kolonien, wurde dann Professor der Botanik und Direktor des… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Blume — Blume, s.v.w. Blüte; in der Jägersprache der Schwanz des Hasen und Kaninchens, wohl auch des Edel und Damwildes, ebenso die weiße Schwanzspitze beim Fuchs; beim Federvieh das aneinander hängende Fett oder Schmer im Innern; in der Bierbrauerei die …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Blume [2] — Blume, Wilh. von, preuß. General, geb. 10. Mai 1835 in Potsdam, 1885 Leiter des Militär Ökonomiedepartements, 1892 96 kommandierender General des 15. Armeekorps; schrieb kriegsgeschichtliche und strategische Werke …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Blume — wird im gewöhnlichen Leben die farbige Blüthe einer Pflanze genannt, der Botaniker versteht darunter jeden einzelnen Apparat zur Samenbildung; der einer vollkommenen B. besteht aus den Befruchtungswerkzeugen, nämlich einem oder mehreren… …   Herders Conversations-Lexikon


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