Absperrgitter (Imkerei)


Absperrgitter (Imkerei)
Absperrgitter
Absperrgitter auf der Zarge einer Magazin-Beute mit Rähmchen

Ein Absperrgitter ist ein Gitter aus Metall oder Plastik innerhalb eines Bienenstocks, das für die Bienenkönigin den Brutraum vom Honigraum trennt. Die Gitterstäbe haben einen Abstand von 4,2 Millimetern, der nur von den kleineren Arbeitsbienen, nicht aber von den größeren Königinnen und den männlichen Drohnen passiert werden kann.

Das Absperrgitter wurde wahrscheinlich um 1890 erfunden. Der Sinn besteht darin, dass die Königin vom Brutraum nicht in den Honigraum wechseln kann. Dort würde sie ihre Eier in Honigwaben legen, sodass beim Schleudern Bienenlarven oder Eier mit in den Honig gelangen würden.

Absperrgitter werden bei Hinterbehandlungsbeuten und Magazinbeuten eingesetzt. Sie befinden sich nicht ganzjährig im Bienenvolk, sondern nur nach der Freigabe des Honigraums in der Trachtzeit während des Frühjahrs und Sommers.

Einige Imker verzichten auf den Einsatz des Absperrgitters, weil es ein Hindernis für die natürliche Entfaltung des Bienenvolks ist und für die Bienen einen Fremdkörper darstellt.

Literatur

  • Gerhard Liebig: Einfach imkern. Selbstverlag, Aichtal 2. Auflage 2002, S. 26ff.
  • Franz Lampeitl: Bienen halten. Ulmer Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8001-7075-2.

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