Deutsche Zeitung in den Niederlanden

Deutsche Zeitung in den Niederlanden
Deutsche Zeitung in den Niederlanden
Verlagsleitung
  • Georg Biedermann
Hauptschriftleitung
  • Emil Frotscher
  • Hermann Ginzel
  • Emil Constantin Privat
  • Dr. Antonius Friedrich Eickhoff
1940
1940–1941
1941–1944
1944–1945

Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden (DZN) war eine überregionale deutschsprachige Tageszeitung mit Redaktionssitz in Amsterdam, die während der deutschen Besatzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg fast durchgehend vom 5. Juni 1940 bis zum 5. Mai 1945, dem Tag der deutschen Kapitulation in der „Festung Holland“, erschien.[1] Sie gehörte zu einem Verbund von deutschen Besatzungszeitungen, der während der deutschen Eroberungsfeldzüge vom herausgebenden Europa-Verlag systematisch aufgebaut wurde und infolge der alliierten Rückeroberungen allmählich zerfiel.

Die DZN sollte die öffentliche Meinungsbildung in den Niederlanden, insbesondere der dortigen Deutschen (Ansässige, Besatzungspersonal, Soldaten), im Sinne des NS-Regimes beeinflussen.[2] Im Gegensatz zu den meisten anderen Besatzungszeitungen war sie damit kein Provinz- oder Heimatblatt,[3] was schon aufgrund der größeren Möglichkeiten nahe lag, die sich durch die weit verbreiteten Deutschkenntnisse der Bevölkerung ergaben sowie der Rassenideologie, die die Niederländer zu einem „germanischen Brudervolk“ machen sollte. Dementsprechend vielgestaltig waren die Zielvorgaben, die die DZN in ihre Konzeption einfließen ließ, um diese aus ihrer Sicht gleichermaßen potentiellen Lesergruppen anzusprechen.[4] Zeitweilig betrug die Auflage über 50.000 Exemplare, das Ziel, eine signifikante niederländische Leserschaft anzuziehen, wurde jedoch nicht erreicht.[5]

Inhaltsverzeichnis

Gründungsphase

Seit 1942 diente das damalige Gebäude der Zeitung De Telegraaf am Nieuwezijds Voorburgwal auch als Redaktionssitz der DZN.

Die DZN ersetzte die Reichsdeutschen Nachrichten in den Niederlanden, die seit dem 4. März 1939 von der Reichsdeutschen Gemeinschaft, dem niederländischen Teil der Auslandsorganisation der NSDAP, herausgegeben worden waren.[6] Mit der Deutschen Wochenzeitung für die Niederlande erschien seit 1893 eine weitere deutschsprachige Zeitung, die im Frühjahr 1942 eingestellt wurde.[7] Ursprünglich sollte die DZN nach der letzten Ausgabe der Reichsdeutschen Nachrichten vom 31. Mai 1940 diese sofort am 1. Juni ersetzen, doch konnte nicht schnell genug ein Drucker gefunden werden, wodurch sich die Erstausgabe um einige Tage verzögerte.[6]

Herausgeber der DZN, wie auch aller anderen Besatzungszeitungen, war der Europa-Verlag, einem von Rolf Rienhardt geleiteten Tochterunternehmen des Franz-Eher-Verlags unter Max Amann.[8] Als Verlagsleiter wurde Georg Biedermann eingesetzt, der zugleich auch Leiter des Sonderreferats Verlagswesen im Generalkommissariat zur besonderen Verwendung unter Fritz Schmidt war.[9] Im Gegensatz zu ihrem Vorläufer, der von marginaler Bedeutung war, sollte die DZN von Anfang an in Konkurrenz zur niederländischen Presse treten.[10] Die kurz zuvor gegründete Deutsche Zeitung in Norwegen diente als direktes Vorbild.[2] Bereits im Juli 1940 wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, um fortan unter ihrem Mantel die Zeitung sowie Bücher, Illustrationen, Zeitschriften und andere Druckerzeugnisse herauszugeben. Es lässt sich jedoch nur eine geringe Anzahl an Publikationen nachweisen, so kam es noch im gleichen Jahr zur Veröffentlichung eines Buches mit bis dahin erschienenen Artikeln zu den deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen, auch wurden in der DZN später diverse Karten von Kriegsschauplätzen zum Kauf angeboten, doch ansonsten ist lediglich bekannt, dass der Verlag vermutlich Soldatenzeitungen für die Wehrmacht gedruckt hat.[11]

Ähnlich wie ihre Schwesterzeitungen holte die DZN deutsche Redakteure vom Kölner Westdeutschen Beobachter und anderen NS-Zeitungen in die Redaktion, die Anfang 1942 zehn Mitarbeiter beschäftigte und bis Kriegsende relativ konstant blieb; des Weiteren erhielt die Zeitung auch Zweigstellen in Berlin, Den Haag und Rotterdam.[12] Erster Chefredakteur wurde Emil Frotscher, der zu den Gründern des von Rienhardt initiierten NS-Vorzeigeblattes Das Reich gehört hatte. Er verließ die Zeitung aber bereits im Dezember 1940, um bei der Pariser Zeitung, einer neuen Schwester der DZN, den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs einzunehmen.[13] Die Redakteure mussten sich zunächst mit den Verhältnissen im Land vertraut machen und die niederländische Sprache erlernen.[14] Die zunächst vorhandene Unkenntnis derselben führte in der Anfangsphase zu Verständigungsproblemen mit dem technischen Personal, das aus einheimischen Druckereien stammte.[10]

Zunächst waren Verlag, Redaktion und Technik in getrennten Häusern am Voorburgwal untergebracht, der jahrzehntelang fast alle wichtigen überregionalen Amsterdamer Zeitungen beherbergte. In den ersten Wochen gab es nicht einmal Telefon oder Fernschreiber, nur ein Funkgerät und ein Postkurier standen zur Verfügung.[10] Im Herbst 1942 zog die Redaktion in das Gebäude der vom Holdert-Konzern herausgegebenen Zeitung De Telegraaf, in dem sich bereits der Verlag befand. Anschließend wurde auch der Satz dort hinverlegt, wodurch alle Bereiche der DZN unter einem Dach vereint waren. Im Frühjahr jenes Jahres hatte es auch Gespräche über einen Kauf von De Telegraaf gegeben, der aber nicht zustande kam.[15] Der Holdert-Konzern sorgte auch für den Druck der DZN, was nach dem Krieg einer der Anlässe war, den Telegraaf und sein Kopfblatt De Courant/Het Nieuws van den Dag von 1945 bis 1949 als Kollaborationszeitungen zu verbieten.[16]

Erscheinungsweise, Umfang und Gliederung

Die DZN erschien an Wochentagen nachmittags zunächst mit acht und am Sonntag morgens mit 12 bis 14 Seiten.[17] Die zunehmende Papierknappheit reduzierte später den Umfang der niederländischen Zeitungen drastisch,[18] dies galt allerdings in weniger großem Ausmaß für die DZN, da sie innerhalb der festgelegten Papierkontingente – sie erhielt seit September 1941 etwa 7,5 % des den Tageszeitungen gewährten Anteils – deutlich bevorteilt wurde.[19] Zudem war der Abonnementspreis günstiger als der der meisten überregionalen Renommierblätter des Landes.[20] Den niederländischen Zeitungen war bereits im September 1940 verboten worden, aufgrund gesunkener Seitenzahlen Preisänderungen vorzunehmen.[21]

Ale eine Zeitung mit seriösem Selbstverständnis wollte die DZN hohen Standards genügen und nahm sich das Erscheinungsbild und die Spartenvielfalt der deutschen Zeitungen Das Reich und Frankfurter Zeitung zum Vorbild.[22] Die Rubriken entsprachen der üblichen Aufteilung in Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Anzeigen, bei deren Ausgestaltung die Zeitung jedoch, obwohl eine bewusste Anpassung an die niederländische Presse nicht beabsichtigt war, ihre besondere Stellung berücksichtigen musste, da sie eben nicht als Heimatzeitung für eine ausschließlich deutsche Leserschaft konzipiert worden war.[23] Laut Frotscher setzte die DZN auf eine „klare Übersichtlichkeit der Seiten, straffe Gliederung, gute Mischung von Meinungs- und Nachrichtenteil [und] stärkste Bebilderung“, des Weiteren sei die „niederländische Methode, Nachrichten aus dem Archivmaterial heraus zu illustrieren“, übernommen worden.[24] Der häufige Gebrauch von Kartenskizzen vervollständigte das Konzept.[24] Auf eine „deutsche“ Schrift wurde zugunsten von Antiqua verzichtet.[22]

Inhalt und Positionierung

Rubriken und Autoren

Einerseits um Partnerschaft werbend, ließ die DZN ihre Leser mit solchen Bekanntmachungen nicht im Unklaren, was den Status des Landes betraf.
Die DZN sah sich selbst als „äußerster publizistischer Vorposten gegen England“ und sollte als „Brückenschlag von Volk zu Volk“ dienen.
Trotz derartiger besonders hervorgehobener Anzeigen wurde der NSB seitens der DZN keine größere Aufmerksamkeit zuteil.

Der Inhalt der DZN bestand hauptsächlich aus Nachrichten und Berichten, während nur selten auf Verhältnisse und Situation in den Niederlanden eingegangen wurde; eine Ausnahme waren lediglich allgemeine Bekanntmachungen des Reichskommissariats.[25] Der Nachrichten- und Politikteil beinhaltete von oftmals bekannten Trägern des NS-Regimes und Militärs verfasste Leitartikel beziehungsweise Kommentare sowie Korrespondenten- und PK-Berichte.[22] Neben ranghohen Nationalsozialisten wie dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels, Reichspressechef Otto Dietrich und Reichskommissar Seyß-Inquart fanden sich in den Leitartikeln auch Namen wie Hans Friedrich Blunck, Walter Groß, Karl Haushofer, Erich Hilgenfeldt, Fritz Hippler, Curt Hotzel, Otto Marrenbach und Giselher Wirsing.[26]

Als ihr Prunkstück verstand die Zeitung die „Seite des Tages“, die mit besonders vielen Bildern aufwartete und auf Artikelserien und Reportagen setzte. Ihrem Konzept getreu, sich der starken Bebilderung der niederländischen Presse anzugleichen, erhielt die DZN mit „Bilder vom Tage“ auch eine spezielle Fotoseite. Der Lokalteil diente meist als eine Art „Reiseführer in Fortsetzungen“ (Gabriele Hoffmann), in dem über niederländische Sehenswürdigkeiten berichtet wurde.[27] Hinzu kamen Fortsetzungsromane, Erzählungen, Rezensionen und kulturelle Erörterungen, ferner wurden Artikel aus anderen Zeitungen übernommen, auch Übersetzungen fanden Eingang.[28] Ein häufig wiederkehrendes Thema der Fortsetzungsromane war die Seefahrt, deren große Bedeutung für die Niederlande bei den Deutschen auf hohes Interesse stieß.[29] Ansonsten durften die obligatorischen Reden von Hitler und Goebbels, Aufrufe von Goering oder ein Interview mit Reichskommissar Seyß-Inquart nicht fehlen.[30]

Die angestrebte deutsch-niederländische Brückenfunktion wurde durch Beiträge niederländischer Autoren wie Max Blokzijl (prodeutscher Propagandasprecher) und Ben van Eysselsteijn herzustellen versucht. Diese Hofierung „germanischer“ Autoren stand im Gegensatz zu den im Reichskommissariat Ostland erscheinenden Besatzungszeitungen, denen Alfred Rosenberg die Verwendung von Beiträgen einheimischer Autoren untersagt hatte.[31] Blokzijl und van Eysselsteijn hatten auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad, bei letzterem konnte die DZN auf die bereits vor dem Krieg verkauften Auslandsrechte seines Romans „Vom Südkreuz zum Polarstern“ zurückgreifen, worauf dieser auch aufgrund zweier anderer ohne seine Zustimmung veröffentlichter Artikel Protest einlegte, im Falle des Romans aber aufgrund der Rechtslage nichts auszurichten vermochte.[32] Auch in umgekehrter Richtung versuchte die Zeitung ein Zeichen zu setzen; so publizierte der deutsche Schriftsteller Ludwig Bäte, Verfasser des 1936 erschienenen Novellenbands „Herz in Holland“ und nach dem Krieg ein enger Freund van Eysselsteijns, in der DZN.[33]

Propaganda und Überwachung

Amann behauptete später nach seiner Verhaftung, dass in seinen Besatzungszeitungen mehr als nur NS-Propaganda hätte stehen müssen, da sie für das Ausland bestimmt waren, und sie größere Freiheiten als die Inlandspresse gehabt hätten. In Wirklichkeit unterschieden sich jedoch die DZN und ihre Schwesterzeitungen trotz einiger Regelverletzungen in Bezug auf „Phrasendrescherei und Klischees“ (Oron J. Hale) nicht allzu sehr von den deutschen Zeitungen.[34] Dementsprechend bestand der allgemeine Nachrichtenteil häufig aus propagandistischen Frontberichten und anderen Elementen der NS-Propaganda, wie zum Beispiel Agitationen gegen dem Bolschewismus und einem vermeintlichen Weltjudentum. Den Niederländern präsentierte sich die Zeitung hingegen in einem werblichen Ton, Ziel war es hierbei, eine unter der neuen Ordnung einkehrende Normalität zu suggerieren. Auf Gebieten wie der Kultur und der Wirtschaftsbeziehungen wurde auf reale oder durch die Propaganda beschworene Verbindungen zwischen den Niederlanden und Deutschland hingewiesen.[27] Niederländisches wurde dabei von der DZN so zurechtgebogen, dass es als analog zum Deutschen erscheinen sollte.[22] Andererseits ließ die Redaktion niederländische Sprachfetzen in ihre Artikel einfließen, um so zu zeigen, dass sie an ihrem neuen Wirkungsort heimisch geworden sei.[14]

Die DZN wurde von einer Reihe von Kontrollinstanzen überwacht: in Den Haag von der Presseabteilung des Reichskommissariats unter Willi Janke, in Berlin vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) unter Goebbels und dem Pressepolitischen Amt unter Otto Dietrich.[14] Laut Amann brachten sich einige Redakteure seiner Besatzungszeitungen durch die Nichteinhaltung von Vorschriften des RMVP bei Goebbels und Dietrich in Bedrängnis (was später durch mehrere seiner damaligen Chefredakteure bestätigt wurde).[35] Auch die Überwachung der DZN verlief durch gelegentliche Missachtungen dieser Vorgaben nicht immer reibungslos. Ein Beispiel hierfür ist die in Deutschland erfolgte Beschlagnahmung einer Ausgabe, die den tabuisierten „Fall Heß“ (Rudolf Heß' Flug nach Schottland) behandelt hatte. RMVP-Funktionär Hans Fritzsche, der die Beschlagnahmung angeordnet hatte, stellte daraufhin während einer Ministerkonferenz die Loyalität der Zeitung in Frage.[36] Außerdem wurden der DZN häufig Fehler in der Berichterstattung angekreidet.[37] Zwei der fünf in den ersten acht Monaten des Jahres 1942 gegen niederländische Zeitungen ausgesprochene Ordnungsstrafen wurden gegen die DZN verhängt.[38] Der Anspruch, in den Artikeln so überzeugend wie möglich zu argumentieren, führte hin und wieder dazu, dass Entwürfe erst nach mehrmaliger Beanstandung genehmigt wurden. Auch in diesem Punkt spielte der werbende Charakter der Zeitung wieder die entscheidende Rolle.[39]

Haltung zur Selbständigkeit der Niederlande, Nederlandsche Unie und NSB

Zu der kurz nach der DZN (unter Auflagen mit Billigung Seyß-Inquarts) gegründeten politischen Sammlungsbewegung Nederlandsche Unie, die sich für geeinte und selbständige Niederlande einsetzte, nahm die Zeitung eine mehrdeutige Haltung ein. Obwohl die DZN die Unie als „dekonzentrierte Konzentration“ verspottete, widersprach sie deren Zielen nicht explizit.[40] Da Hitler im frühen Kriegsverlauf die Frage einer vollständigen Annexion der Niederlande vorerst offen gelassen hatte (Hoffnung auf Friedensschluss mit Großbritannien, Bedeutung der niederländischen Kolonien), gab es hierzu auch zunächst keinen Anlass.[41] Allerdings forderte Seyß-Inquart mit einem „Mit uns oder gegen uns!“ in der Zeitung von den Niederländern ein Bekenntnis zur Unterstützung Deutschlands.[42] Die Weigerung der Unie, den Angriff auf die Sowjetunion mitzutragen, führte Ende 1941 zu ihrem Verbot, und die um ein Vielfaches mitgliedsschwächeren niederländischen Nationalsozialisten NSB wurden zur einzigen zugelassenen Partei des Landes.

Der nun doch gefasste Beschluss (zu einer eindeutigen öffentlichen Aussage von Hitler kam es nie), die Niederlande „zu gegebener Zeit“ in ein großgermanisches Reich einzugliedern, stand im Gegensatz zu den Absichten des antiannexionistisches Flügel der NSB unter Parteiführer Mussert, der wie die Unie eigenständige, aber nationalsozialistische Niederlande anstrebte. Aus diesem Grund gab es von seiten der Zeitung auch keine besondere Bevorzugung der NSB, obwohl sie sich als deren Protektor verstand.[43] Die annexionistische Einstellung wurde insbesondere von der SS gestützt, die im Zuge eines Machtgerangels zwischen ihr, Seyß-Inquart und der NSDAP zusehends die Macht in den Niederlanden an sich riss.[44]

Verbreitung und Leserschaft

Auch die Anzeigen waren durchgängig in deutscher Sprache gehalten.

Obwohl sich die DZN um niederländische Leser bemühte, ging der überwiegende Teil der Auflage an eine deutsche Leserschaft, sodass nur in begrenztem Ausmaß eine direkte Konkurrenzsituation zwischen der Zeitung und der übrigen niederländischen Presse bestand. Von einer Auswirkung von Angebot und Nachfrage auf die Auflage der letzteren konnte seit 1940 nicht mehr die Rede sein;[45] im Hinblick auf die DZN galt dies erst recht nicht, da sie einen staatspolitischen Auftrag zu erfüllen hatte. Die Position der DZN gegenüber der übrigen Inlandspresse wurde dadurch noch zusätzlich gestärkt, dass die Verwaltungsbehörden der besetzten Länder Amann üblicherweise eine Abnahme von 30.000–40.000 Exemplaren garantiert hatten.[46] Hinzu kommt, dass der DZN außer der Bevorteilung hinsichtlich der Papierrationalisierung und des günstigen Abonnementpreises weitere Umstände zupass kamen, so wurden im Laufe der Besatzungszeit eine Reihe von niederländischen Zeitungen verboten oder zwangsfusioniert, während andere ihr Erscheinen einstellten.[47] Da die niederländische Presse seit 1941 verstärkt nazifiziert wurde, konnte sie sich immer weniger gegenüber der DZN inhaltlich abheben.

All diesen Vorteilen zu trotz konnte sich die DZN innerhalb der niederländischen Presselandschaft nur in bescheidenem Maße etablieren. In den ersten Monaten kam die Zeitung nicht über ihre Startauflage von 30.000 Exemplaren hinaus.[48] Diesen Minimalwert zugrunde gelegt befand sich die Zeitung Ende 1940 im Vergleich zu den zehn anderen überregionalen Tageszeitungen der Niederlande im Mittelfeld,[49] den überwiegend deutschen Leseranteil herausgerechnet nahm sie als Konkurrenz zur Inlandspresse jedoch nur eine marginale Stellung ein. Für den Mai 1942 wurde schließlich eine Auflage von 54.500 Exemplaren angegeben.[50] Sollte sie ihren Wert von 1942 auch im darauffolgenden Jahr gehalten haben, gälte die gleiche Situation, da auch einige andere niederländische überregionale Tageszeitungen zwischen 1940 und 1943 deutliche Auflagengewinne vorweisen konnten.[51]

Das Verbreitungsgebiet der DZN war nicht auf die Niederlande beschränkt, auch Deutschland und andere Länder erhielten Exemplare der Zeitung. Innerhalb der Niederlande beschränkte sich das Sendungsbewusstsein der DZN nicht nur auf die breite Bevölkerung, vielmehr sah sie sich auch als Richtungsweiser für die übrige niederländische Presse, die der Gleichschaltung mühsam mit einer Gratwanderung oder auch subtiler Sabotage begegnete, und versuchte zu demonstrieren, wie eine „richtige“ Zeitung unter den neuen Verhältnissen in journalistischer Hinsicht auszusehen habe.[52] Diese angestrebte Vorbildfunktion ging soweit, dass auf den täglichen Den Haager Pressekonferenzen Artikel der DZN zum Nachdruck empfohlen wurden.[48] Außerhalb von anderen Redaktionen fand die Zeitung ihr weiteres niederländisches Publikum in der Wirtschaft, daneben gehörten auch politisch Interessierte und Kollaborateure der Besatzungsmacht zu ihrem Leserkreis.[14]

In finanzieller Hinsicht war die DZN durchaus erfolgreich. Nach Rienhardts Angaben wurden die Besatzungszeitungen nicht subventioniert und trugen sich nach einer Anfangshilfe selbst,[53] und an Anzeigenkunden herrschte bei der DZN kein Mangel.[54]

Tatsächlicher Einfluss der DZN

Einfluss auf die niederländische Öffentlichkeit

Anwerbung von Straßenverkäufern: Die DZN wurde von der überwiegenden Mehrheit der niederländischen Bevölkerung ignoriert.

Da die Auflage der DZN in den ersten Monaten nicht über den Startwert von 30.000 Exemplaren hinauskam und außerdem zum Großteil an Einrichtungen der Besatzungsmacht ging, war die Zeitung zumindest während dieser Zeit der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit fast gänzlich entzogen. Der später erreichte Mittelwert von 50.000 Exemplaren änderte nichts daran, dass die Bemühungen der DZN, mit den im freien Verkauf vertriebenen Exemplaren eine Einflussnahme auf die niederländische Bevölkerung zu erreichen, scheiterten. Die Zeitung wurde als Propagandainstrument ohnehin abgelehnt, zudem waren die Niederländer bereits von ihrer eigenen Presse enttäuscht.[55] Aufgrund des Beharrens der überwiegenden Mehrheit der NSB auf einen eigenständigen Nationalsozialismus kommt Christoph Sauer, der die DZN auch sprachwissenschaftlich untersuchte, zum Schluss, dass ihre Mitglieder vermutlich ebenfalls nicht zu den Lesern der Zeitung gehörten.[14] Es gab auch sonst wenig Gründe für sie zur DZN zu greifen, da die NSB mit dem Nationale Dagblad eine Tageszeitung und mit Volk en Vaderland eine Wochenzeitung unterhielt. Ein Zeichen für die geringe Akzeptanz unter den NSB-Mitgliedern ist auch, dass sich Volk en Vaderland, das für den Kurs der Parteiführung stand, als weitaus erfolgreicher als das Nationale Dagblad herausstellte. Letzteres hatte zumindest bis zur Entlassung seines Chefredakteurs Meinoud Rost van Tonningen im Oktober 1940 den völkisch-annexionistischen Flügel der Partei vertreten und damit die spätere Haltung der Besatzer, und somit auch der DZN, vorweggenommen.[56]

Die sich schnell abzeichnende Ablehnung seitens der niederländischen Bevölkerung hinderte die deutsche Besatzungsmacht und die DZN nicht an Einschätzungen und Behauptungen, die fundamental im Widerspruch zur Realität standen, so gab Seyß-Inquart im Juli 1940 in einem Lagebericht an Hitler eine Schätzung ab, dass die DZN zur Hälfte von Niederländern bezogen werden würde. Selbst nachdem der Februarstreik von 1941 das Scheitern der deutschen Werbeversuche offenbart hatte, verstieg sich die Zeitung zu der Äußerung, „daß das artverwandte Blut immer lauter seine Stimme“ erhebe.[17] Die Werbebemühungen der DZN und der deutschen Besatzungsbehörden standen in einem eigentümlichen Widerspruch zum Verhalten Hitlers, der, nachdem er seine Anweisungen zum Aufbau der Besatzungsverwaltung gegeben hatte, schnell das Interesse an den Niederlanden verlor, die er im übrigen während seines Lebens kein einziges Mal besuchte.[57]

Die DZN griff mit ihrer Berichterstattung Großbritannien häufig an,[58] vermochte es aber nicht, die mit diesem Land verbundenen Vorstellungen und Hoffnungen der Niederländer zu zerstören und stattdessen größere Sympathien für die Deutschen zu erzeugen. Im Gegensatz zur eigentlich anvisierten Leserschaft waren hingegen die DZN und ihre Schwesterzeitungen für die alliierte britische und amerikanische Abwehr oft noch mehr als die innerdeutsche Presse von Interesse, da über sie wertvolle Informationen über die Aktionen und Ansichten der über Europa verstreuten Besatzungsbehörden gewonnen werden konnten.[34]

Vergleich mit anderen Beeinflussungsversuchen

Kennzeichnend für den konzeptionellen Fehlgriff der DZN ist, dass andere Propagandaaktionen ein weitaus größeres niederländisches Publikum erreichten. Die Abteilung Aktivpropaganda der Hauptabteilung für Volksaufklärung und Propaganda gab 1944 mit De Gil eine Satirezeitung heraus, die sich speziell an die niederländische Bevölkerung wandte und während ihres kurzen Bestehens hohe Auflagen erzielte. Auch die Radioansprachen des bereits erwähnten Max Blokzijl waren ein Publikumsmagnet. Bei beiden spielte allerdings ein hoher Unterhaltungswert eine wesentliche Rolle, einen Stimmungsumschwung zugunsten der Besatzungsmacht konnten sie ebenfalls nicht erzielen. Beliebt waren auch die als Ablenkung dienenden deutschen Unterhaltungsfilme, selbst nachdem das Publikum ab 1943 dazu gezwungen wurde, sich zusätzlich die Wochenschauen anzusehen.[59]

Das letzte Jahr

Letzte Ausgabe der DZN vom 5. Mai 1945. Die hier bestrittene Kapitulation erfolgte noch am selben Tag.

Als Anfang September 1944 aufgrund des bis dahin schnellen Vormarschs der Alliierten die Befreiung der Niederlande kurz bevorzustehen schien („Dolle Dinsdag“), versuchte sich der Großteil der Redaktion nach Deutschland abzusetzen, was zu einer großen Personalkrise führte. Daraufhin wurde der damalige Chefredakteur E.C. Privat umgehend ersetzt, die Zeitung erschien trotz des zunehmend wegbrechenden südlichen, später auch östlichen Verbreitungsgebiets bis zur deutschen Kapitulation in den Niederlanden weiter.[60] Da die im selben Monat begonnenen Bahnstreiks zu einer Einschränkung der Vertriebswege geführt hatten, wurde Ende Oktober 1944 eine gesonderte Groningener Ausgabe geschaffen. Zum dortigen Redaktionsleiter wurde August Ramminger ernannt, der zuvor Chef des Berliner Redaktionsbüros der DZN gewesen war. Gedruckt wurde diese Ausgabe auf den Pressen des verbotenen Nieuwsblad van het Noorden. Ursprünglich hatte die DZN dessen Druckerei mieten wollen, nachdem dies vom herausgebenden Verlag des Nieuwsblad van het Noorden abgelehnt worden war, wurde sie kurzerhand gegen eine Entschädigungszahlung beschlagnahmt.[61]

Die letzte Ausgabe der DZN war nur noch eine Hektographie, die auf einem DIN-A5-Blatt den Wehrmachtbericht beinhaltete.[62] Das Ende der Zeitung markierte letztendlich auch das Ende einer deutschsprachigen Presse in den Niederlanden.

Mitarbeiter der DZN nach dem Krieg

Von den vier aufeinander folgenden Chefredakteuren ist lediglich Emil Frotscher, der zuletzt als rechte Hand von Rolf Rienhardt für die Ostzeitungen zuständig war und als hervorragender Journalist galt, in der Nachkriegszeit hervorgetreten. Er war langjähriger Chefredakteur der überregionalen Boulevardzeitung Abendpost und anschließend bei der Welt am Sonntag für das Ressort „Serien“ zuständig.[63] Wilhelm Muhrmann, von 1941–1945 Chef vom Dienst der DZN, war nach dem Krieg außer als Journalist auch als Autor von Kriminal- und Unterhaltungsromanen tätig sowie Kreisgeschäftsführer der FDP.[64] Der Leiter der Groninger Ausgabe, August Ramminger, trat der CSU bei und gehörte von 1961–1965 dem Deutschen Bundestag an, zudem war er stellvertretender Chefredakteur der Passauer Neuen Presse.

Literatur

  • Katja Happe: Deutsche in den Niederlanden 1918–1945. Publiziert im Internet durch die Bibliothek der Universität Siegen im Dezember 2004 (PDF) (Die DZN wird fälschlicherweise als ein Zusammenschluss der Reichsdeutschen Nachrichten in den Niederlanden und Deutschen Wochenzeitung für die Niederlande beschrieben)
  • Gerhard Hirschheld: Nazi Propaganda in Occupied Western Europe: the Case of the Netherlands., in: David Welch (Hrsg.): Nazi Propaganda. The Power and the Limitations. Croom Helm (London/Canberra) u. Barnes & Noble (Totowa, New Jersey) 1983, S. 143–160, ISBN 0-7099-2736-3 (englisch)
  • Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Verlag Dokumentation Saur, München-Pullach/Berlin 1972 (Exkurs: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, S. 78–93), ISBN 3-7940-4021-X
  • Loe de Jong: Die Deutsche Fünfte Kolonne im Zweiten Weltkrieg. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1959 (Deutsche Übersetzung von seiner Doktorarbeit De Duitse Vijfde Colonne in de Tweede Wereldoorlog, 1953)
  • P. Rijser: Nazi Propaganda in bezet Nederland, in Z.A.B. Zeman (Hrsg.): De propaganda van de Nazi’s. W. de Haan & Standaard Boekhandel, Hilversum/Antwerpen 1966 (niederländisch)
  • Ivo Schöffer: Het nationaal-socialistische beeld van de geschiedenis der Nederlanden. Een historiografische en bibliografische studie. Neuausgabe von Amsterdam University Press, Amsterdam 2006, ISBN 90-5356-895-6 (niederländisch, ursprünglich erschienen bei Van Loghem Slaterus, Arnheim/Amsterdam 1956)
  • Christoph Sauer: Der Aufdringliche Text. Sprachpolitik und NS-Ideologie in der „Deutschen Zeitung in den Niederlanden“. Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden 1998, ISBN 3-8244-4285-X (Sauers Aussage, die Abonnenten der Deutschen Wochenzeitung für die Niederlande seien (vermutlich) von der DZN übernommen worden (S. 261), steht gegenüber, dass die Deutsche Wochenzeitung in den Niederlanden bis 1942 weiterhin erschien)
  • Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, ISBN 978-3-11-014346-1.
  • Christoph Sauer: Nazi-Deutsch für Niederländer. Das Konzept der NS-Sprachenpolitik in der „Deutschen Zeitung in den Niederlanden“ 1940–1945. In: Konrad Ehlich (Hrsg.): Sprache im Faschismus. 3. Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995 (= Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft; 760), S. 237–288, ISBN 3-518-28360-X
  • Paul Stoop: Niederländische Presse unter Druck. Deutsche auswärtige Pressepolitik und die Niederlande 1933–1940. Saur, München 1987, ISBN 3-598-20547-3
  • René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, ISBN 90-218-3752-8 (niederländisch, mit deutscher Zusammenfassung) (Zur legalen niederländischen Presse während der deutschen Besatzung, auch die DZN wird an einigen Stellen behandelt)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zeitungskatalog der Königlich-Niederländischen Bibliotkhek (niederländisch), letzter Abruf 7. April 2008. Jan van de Plasse nennt als letztes Erscheinungsdatum fälschlicherweise den 2. Mai 1945 (Jan van de Plasse: Kroniek van de Nederlandse dagblad- en opiniepers/samengesteld door Jan van de Plasse. Red. Wim Verbei. Otto Cramwinckel Uitgever, Amsterdam 2005, S. 76, ISBN 90-75727-77-1).
  2. a b Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 198, ISBN 978-3-11-014346-1.
  3. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 78, Fußnote 119, ISBN 3-7940-4021-X.
  4. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 81–83, ISBN 3-7940-4021-X.
  5. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 89 (Auflage) u. S. 84, 91. (ndl. Leserschaft), ISBN 3-7940-4021-X
  6. a b René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 63, ISBN 90-218-3752-8.
  7. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 62 u. 468, ISBN 90-218-3752-8. Die in der Arbeit von Katja Happe getätigte Aussage, dass die DZN ein Zusammenschluss aus diesen beiden Zeitungen gewesen sei, ist falsch, vgl. auch den Eintag für die Zeitung in der Deutschen Nationalbibliothek (Katja Happe: Deutsche in den Niederlanden 1918–1945, publiziert im Internet durch die Bibliothek der Universität Siegen im Dezember 2004 (PDF), S. 112).
  8. Paul Hoser, Franz Eher Nachf. Verlag (Zentralverlag der NSDAP), in: Historisches Lexikon Bayerns, letzter Abruf 7. April 2008 u. Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 199, ISBN 978-3-11-014346-1.
  9. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 87, Fußnote 152, ISBN 3-7940-4021-X.
  10. a b c Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 80, ISBN 3-7940-4021-X.
  11. Das Buch heißt Die Wirtschaft der Niederlande und ihre Beziehungen zu Deutschland und der Welt und ist im Karlsruher Virtuellen Katalog auffindbar. Angebote zu Kriegsschauplatzkarten finden sich beispielsweise in den folgenden Ausgaben: 27. Juli 1943 (Ostfrontkarte), 12. September 1943 (Europakarte), 27./28. Mai 1944 (Pazifikkarte). Mögliche Druckaufträge nach Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 89, ISBN 3-7940-4021-X.
  12. Zweigstellen und Anzahl der Redakteure nach Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 84 bzw. 87, ISBN 3-7940-4021-X, Herkunft der Redakteure nach Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 199, ISBN 978-3-11-014346-1.
  13. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 87, ISBN 3-7940-4021-X u. Andreas Laska: Presse et propaganda en France occupée: des Moniteurs officiels (1870–1871) à la Gazette des Ardennes (1914–1918) et à la Pariser Zeitung (1940–1944), Herbert Utz Verlag, München 2003, S. 258, ISBN 3-8316-0293-X.
  14. a b c d e Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 199, ISBN 978-3-11-014346-1.
  15. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 238–239, ISBN 90-218-3752-8.
  16. Huub Wijfjes: Journalistiek in Nederland 1850–2000. Beroep, cultuur en organisatie Boom, Amsterdam 2004, S. 246–248, ISBN 90-5352-949-7.
  17. a b Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 84, ISBN 3-7940-4021-X.
  18. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 323, ISBN 90-218-3752-8 u. Gerhard Hirschfeld: Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, S. 80, ISBN 3-421-06192-0.
  19. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 295, ISBN 90-218-3752-8.
  20. Im Zeitungskopf angegebener Monats- bzw. Quartalspreis der DZN von 1,40 / 4,20 Gulden im Vergleich zu den von René Vos angegebenen Quartalspreisen der überregionalen niederländischen Tageszeitungen (René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 336, ISBN 90-218-3752-8).
  21. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 334, ISBN 90-218-3752-8.
  22. a b c d Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 200, ISBN 978-3-11-014346-1.
  23. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 85, ISBN 3-7940-4021-X.
  24. a b Emil Frotscher: Bilanz einer jungen Zeitung. Vier Monate „Deutsche Zeitung in den Niederlanden“, in: Zeitungs-Verlag, 41. Jhrg., Nr. 42 vom 19. Oktober 1940, S. 361 ff., zitiert nach Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 85–86, ISBN 3-7940-4021-X.
  25. Katja Happe: Deutsche in den Niederlanden 1918–1945, publiziert im Internet durch die Bibliothek der Universität Siegen im Dezember 2004 (PDF), S. 112.
  26. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 88, ISBN 3-7940-4021-X).
  27. a b Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 84–85, ISBN 3-7940-4021-X.
  28. Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 200, ISBN 978-3-11-014346-1. Die Fortsetzungsromane und Erzählungen werden von ihm als Romane zusammengefasst.
  29. Henk Nijkeuter: Drent uit heimwee en verlangen. Van Gorcum, Assen 1996, S. 65, ISBN 90-232-3175-9.
  30. Reden von Hitler und Goebbels nach Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 200, ISBN 978-3-11-014346-1. Aufrufe von Goering finden sich beispielsweise anlässlich der Geburtstage von Hitler in den Ausgaben des 20. April 1943 und 1944. Interview mit Seyß-Inquart nach P.A. Donker: Winter '44-'45. Een winter om nimmer te vergeten. Ad. Donker, Bilthoven u. Antwerpen 1945, S. 16.
  31. Heinz-Werner Eckhardt: Die Frontzeitungen des deutschen Heeres 1939–1945. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung, Wien/Stuttgart 1975, S. 8.
  32. Kolumne von Blokzijl in der Ausgabe vom 14. Juli 1944, van Eysselsteijn nach Henk Nijkeuter: Drent uit heimwee en verlangen. Van Gorcum, Assen 1996, S. 65, ISBN 90-232-3175-9.
  33. Henk Nijkeuter: Drent uit heimwee en verlangen. Van Gorcum, Assen 1996, S. 65 u. 129, ISBN 90-232-3175-9.
  34. a b Oron J. Hale: Presse in der Zwangsjacke 1933–45. Droste, Düsseldorf 1965, S. 281.
  35. Oron J. Hale: Presse in der Zwangsjacke 1933–45. Droste, Düsseldorf 1965, S. 281 u. Heinz-Werner Eckhardt: Die Frontzeitungen des deutschen Heeres 1939–1945. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung, Wien/Stuttgart 1975, S. 8.
  36. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 90–91, ISBN 3-7940-4021-X. Chefredakteur Ginzel wurde zum 1. Oktober 1941 abgelöst. Ob die Kritik an der Zeitung der Anlass hierfür war, geht aus der Literatur nicht hervor.
  37. Von wem (NSDAP oder SS) ist nach Hoffmann unklar (Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 90, ISBN 3-7940-4021-X).
  38. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 218, ISBN 90-218-3752-8.
  39. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 86, ISBN 3-7940-4021-X.
  40. Wichert ten Have: De Nederlandse Unie. Aanpassing, vernieuwing en confrontatie in bezettingstijd 1940–1941. Prometheus, Amsterdam 1999, S. 241, ISBN 90-5333-875-6.
  41. Gerhard Hirschfeld: Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, S. 22 ff., ISBN 3-421-06192-0.
  42. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 251, ISBN 3-7940-4021-X.
  43. Beschluss Hitlers nach Gerhard Hirschfeld: Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, S. 22 ff, ISBN 3-421-06192-0, Nicht-Bevorzugung der NSB nach Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 199, ISBN 978-3-11-014346-1, DZN als Protektor der NSB nach Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 90, ISBN 3-7940-4021-X.
  44. Gerhard Hirschfeld: Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, S. 33–35, ISBN 3-421-06192-0.
  45. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 323, ISBN 90-218-3752-8.
  46. Oron J. Hale: Presse in der Zwangsjacke 1933–45. Droste, Düsseldorf 1965, S. 280.
  47. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 323, ISBN 90-218-3752-8 u. Gerhard Hirschfeld: Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, S. 80, ISBN 3-421-06192-0.
  48. a b Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 91, ISBN 3-7940-4021-X.
  49. Minimalwert von 30.000 Exemplaren im Vergleich zu den von Jan van de Plasse angegebenen Zahlen der überregionalen niederländischsprachigen Tageszeitungen des Landes im Dezember 1940 (Jan van de Plasse: Kroniek van de Nederlandse Tagblatt- en opiniepers/samengesteld door Jan van de Plasse. Red. Wim Verbei. Otto Cramwinckel Uitgever, Amsterdam 2005, S. 194, ISBN 90-75727-77-1).
  50. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 89, ISBN 3-7940-4021-X.
  51. Jan van de Plasse: Kroniek van de Nederlandse dagblad- en opiniepers/samengesteld door Jan van de Plasse. Red. Wim Verbei. Otto Cramwinckel Uitgever, Amsterdam 2005, S. 194, ISBN 90-75727-77-1, nach den Angaben für Juli 1943.
  52. Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 198–199, ISBN 978-3-11-014346-1. Ein Fall von Sabotage von aufgezwungenen Artikeln wird von Guus Pikkemaat in seinem Buch zur Geschichte der Regionalzeitung De Gooi- en Eemlander von 1940–1950 beschrieben (Guus Pikkemaat: Dagblad De Gooi- en Eemlander tijdens de oorlogsdagen, de bezettingstijd en de eerste jaren na de bevrijding (1940–1950), Dagblad Gooi- en Eemlander, Hilversum 1991, S. 27).
  53. Heinz-Werner Eckhardt: Die Frontzeitungen des deutschen Heeres 1939–1945. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung, Wien/Stuttgart 1975, S. 7, ISBN 3-7003-0080-8.
  54. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 89, Fußnote 171, ISBN 3-7940-4021-X.
  55. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 91, ISBN 3-7940-4021-X. Mittelwert nach Christoph Sauer: Die Deutsche Zeitung in den Niederlanden, in: Markku Moilanen, Liisa Tiittula (Herausgeber): Überredung in der Presse: Texte, Strategien, Analysen. De Gruyter, Berlin 1994, S. 198–200, hier S. 198, ISBN 978-3-11-014346-1.
  56. Gerhard Hirschfeld: Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, S. 164, ISBN 3-421-06192-0, René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 469, ISBN 90-218-3752-8 u. Jan van de Plasse: Kroniek van de Nederlandse dagblad- en opiniepers/samengesteld door Jan van de Plasse. Red. Wim Verbei. Otto Cramwinckel Uitgever, Amsterdam 2005, S. 290, ISBN 90-75727-77-1.
  57. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 27, ISBN 3-7940-4021-X.
  58. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 83 sowie Peter Köpf: Schreiben nach jeder Richtung. Goebbels-Propagandisten in der westdeutschen Nachkriegspresse, Ch. Links, Berlin 1995, S. 108–109, ISBN 3-86153-094-5 u. 159–160, ISBN 3-7940-4021-X.
  59. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 245, ISBN 3-7940-4021-X.
  60. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 88 u. 92–93, ISBN 3-7940-4021-X.
  61. René Vos: Niet voor publicatie. De legale Nederlandse pers tijdens de Duitse bezetting. Sijthoff, Amsterdam 1988, S. 387, ISBN 90-218-3752-8.
  62. Gabriele Hoffmann: NS-Propaganda in den Niederlanden: Organisation und Lenkung der Publizistik. Saur, München-Pullach/Berlin 1972, S. 93, ISBN 3-7940-4021-X.
  63. Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands, Beiheft 6: Hans Preuschoff. Journalist im Dritten Reich, Selbstverlag des Historischen Vereins für Ermland, Münster 1987, S. 60–63 u. Kurt Pritzkoleit: Wem gehört Deutschland, Verlag Kurt Desch, Wien/München/Basel 1957, S. 216.
  64. Wilhelm Muhrmann im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren, letzter Abruf 23. Mai 2011

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