Friedrich Schlie


Friedrich Schlie
Friedrich Schlie 1903

Friedrich Schlie (* 12. Dezember 1839 in Brüel; † 21. Juli 1902 in Bad Kissingen) war ein deutscher Archäologe und Kunsthistoriker.

Leben

Als Sohn eines Kantors und Lehrers verdiente Friedrich Schlie sich seinen Lebensunterhalt als Haus- und Privatlehrer, bis er 1863 sein Abitur in Rostock ablegen konnte. Anschließend studierte er an der Universität Rostock und München Philologie und Kunstgeschichte. Er promovierte 1867 und arbeitete darauf zwei Jahre als Hilfssekretär am Deutschen Archäologischen Institut in Rom. Ab 1869 arbeitete er als Lehrer an mehreren Gymnasien in Mecklenburg, bevor er 1877 Direktor des Schweriner Kunstmuseums wurde.

Friedrich Schlie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so wurde er 1882 zum Hofrat, 1891 zum Professor und 1899 zum Geheimen Hofrat ernannt. Er war korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, sowie ständiges Mitglied des Ausschusses des Internationalen Kunsthistorischen Kongresses. Zu seinen weiteren Verdiensten gehört seine Arbeit im Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. In den Jahren 1898 bis 1902 veröffentlichte er sein fünf Bände umfassendes Werk „Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin“. Er war Freund und Förderer des berühmten Archäologen Heinrich Schliemann.

Eine 1902 entstandene Marmorbüste Schlies von Bildhauer Ludwig Brunow befindet sich im Fundus des Staatlichen Museums Schwerin.

Literatur

  • Hans-Günter Buchholz: Die Archäologenfreundschaft zwischen Heinrich Schliemann und Friedrich Schlie. Der Briefwechsel zweier bedeutender Archäologen, Mitteilungen aus dem Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen 3 (1995)

Weblinks


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