Gerhard Vieth

Gerhard Vieth
Gerhard Ulrich Anton Vieth (1796); Kupferstich von J.S.L. Halle

Gerhard Ulrich Anton Vieth (* 8. Januar 1763 in Hooksiel (Friesland); † 12. Januar 1836 in Dessau) war ein deutscher Lehrer und Turnpädagoge. Er setzte von der Aufklärung geprägte didaktische Reformen durch und arbeitete vor allem für die Anerkennung einer neuen Körpererziehung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Zusammenfassung

Der Sohn eines Juristen und Amtmannes besuchte zwischen 1777 und 1781 die Provinzialschule (heute Mariengymnasium) in Jever, anschließend studierte er von 1781 bis 1786 Rechtswissenschaft, Staatswissenschaft, Kameralistik, Mathematik und Physik an den Universitäten Göttingen und Leipzig. Unterbrochen wurde das Studium durch eine Hofmeister-Tätigkeit zunächst in Zerbst, später in Leipzig. Nach einer kurzen Tätigkeit als Advokat in Friesland wurde er im August 1786 an die Hochfürstliche Hauptschule in Dessau berufen, wo er anfangs in allen Fächern unterrichtete. 1799 wurde er Direktor der Schule, ein Jahr darauf Professor für Mathematik, 1819 Schulrat. Zu den Lehrern der benachbarten, europaweit bekannten Dessauer Reformschule Philantropinum, die 1793 als gescheitert galt und aufgelöst wurde, hielt er zeit seines Lebens - teilweise schon seit 1783 - Kontakt.

1793 heiratete Vieth sein ehemaliges Dienstmädchen Henriette Dorothee Beibler. Aus der Verbindung gingen elf Kinder hervor.

Kindheit und Jugend

Gerhard August Anton Vieth wird am 8. Januar 1763 in Hooksiel in der Grafschaft Jever im Oldenburgischen geboren.
Der Vater Julius Eberhard Vieth hat in der ostfriesischen Gemeinde eine Anstellung als Amtmann bekommen, später arbeitet er zusätzlich als Deichinspektor um den Unterhalt für seine achtköpfige Familie zu verdienen.
Noch im selben Jahr der Anstellung ehelicht Julius Vieth Katharina Auguste Gerdes, die einzige Tochter des Oberpredigers aus Waddewarden. Die junge Frau gebärt insgesamt elf Kinder, wovon Gerhard Ulrich Anton das erste war, das überlebte. Ihm folgten zwei Brüder und drei Schwestern. [1]
Die Mutter kümmert sich Zeit ihres Lebens hingebungsvoll um das Wohlergehen ihres ältesten Sohnes. In einem Brief an ihn berichtet sie, wie gerührt sie und sein Vater bei seiner Geburt waren und wie sie ihn während eines „bösen Ausschlags“ zu Hause wieder gesund pflegte.[2] Sie scheint stets die liebevolle Vermittlerin zwischen Vater und Sohn gewesen zu sein. Dies geht aus diversen Briefen hervor, zum Beispiel als es um Gerhards Verlobte geht: „Wie du es dir merken ließest, sie zu heiraten, habe ich (…) heftig mit ihm darüber gestritten, er möchte seine Einwilligung geben [...].“[3]
Bevor er im Alter von 14 Jahren die Gelehrtenschule besucht, erhält er bereits Unterricht von einem Hauslehrer. In den Fächern Italienisch und Französisch unterrichtet ihn sein Vater, außerdem entdeckt Gerhard seine Liebe zur Mathematik unter dessen früher Anleitung. Seine Freizeit verbringt er in der Natur bei Wanderungen oder im elterlichen Garten. Auch seine Musikalität wird durch seine engagierten Eltern gefördert. Der Vater lehrt ihn erste Stücke auf der Violine, zusätzlich bekommt er Unterrichtsstunden bei einem tauben Zimmermann aus Sengwarden.[4]
Im Jahre 1777 besucht Gerhard dann für 4 Jahre die Gelehrten- und Provinzialschule (heute Mariengymnasium) in Jever. Die Hauptunterrichtsfächer sind Latein und Griechisch, da der Mathematikunterricht wohl nicht ausreichend ist, bezahlt der Vater ihm zusätzlich Privatunterricht. Insgesamt scheint es dem liebevoll erzogenen Gerhard schwer zu fallen sich an die vorherrschenden erzieherischen Methoden zu gewöhnen. Er beschwert sich bei seinen Eltern über die unerträgliche Behandlung, einmal entflieht er auf Grund dieser sogar zu seinen Eltern.[5] Daraufhin schreibt Die Mutter dem elfjährigen Gerhard, er solle seine „Geschäfte mit mehr Achtsamkeit betreiben“, da er schon genug „Unruhe“ in die Familie gebracht habe[6]. Später wird Gerhard Vieth seine Schule als „verdorben“ bezeichnen.[7]

Studienjahre

Der Vater wählt die Georgia Augusta Universität in Göttingen für das Studium seines ältesten Sohnes aus. Die Universität ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung und zeichnet sich durch ihre Lehr- und Zensurfreiheit aus, die sie ihren Lehrenden zugesteht sowie die freie Religionsausübung für Reformierte und Katholiken. Sie gilt als elitär und besonders vornehm, und wird vorwiegend vom Adel besucht; dies macht sie umso anziehender für die jungen Männer des aufstrebenden Bürgertums.[8] Auch der Vater selbst hat dreißig Jahre zuvor hier Rechtswissenschaft, Mathematik und Feldmeßkunst studiert, nun kann er seinem Sohn beim Aufbau seines Stundenplanes und der Wahl der Kollegs behilflich sein.
Im Frühjahr 1781 macht sich Gerhard dann per Postkutsche auf die lange Reise nach Göttingen. Der Abschied von seiner Familie und seiner Heimat fällt ihm schwer, in seinen Briefen wird er später oft von Heimweh sprechen und davon, wie sehr er seine geliebten Eltern vermisse.[9] Während seines Studiums in Göttingen ist Gerhard immer wieder in großer Geldnot. Er bewegt sich im Kreise von Professoren und Adligen und ist so gezwungen auch seine Kleidung und seine Freizeitaktivitäten dementsprechend zu gestalten. Um sein gesellschaftliches Ansehen zu steigern und sich später besser mit Quellen auseinandersetzen zu können, lernt er fleißig Englisch und Französisch in den Abendstunden. Doch der aufwändige Lebensstil der adligen Gesellschaft übersteigt das Budget, das ihm seine Eltern zur Verfügung stellen können.

Im Frühjahr 1782 fragt ein Regierungsbeamter aus dem Adelsgeschlecht der von Nostitz aus dem Jeverland bei Gerhard an, ob dieser seinen Sohn als Hofmeister an die Universität in Leipzig begleiten wolle. Gerhard ist hin und her gerissen, auf der einen Seite schmeichelt ihm das Angebot und auch die Aussicht nach Leipzig zu kommen reizt ihn, andererseits sieht er sich noch nicht im Stande zu unterrichten, da seiner Meinung nach seine Kenntnisse zu einseitig und nicht weitreichend genug sind. Die Eltern raten ihm zu diesem Schritt, seine Mutter schreibt: „Dein Auftrag ist wichtig für dich, deine Eltern und deine Geschwister“. Schließlich entscheidet sich Gerhard letztlich auch in Hinsicht auf das erste selbst verdiente Geld für die Anstellung.[10] Er lebt eine Zeit lang auf einem Gut der Familie von Nostitz in Zerbst, wo er den Sohn der Familie, der zuvor das Philanthropin in Dessau besuchte, auf dessen Zeit in Leipzig vorbereiten soll. Am 29. September 1782 besucht er auf der Durchreise nach Leipzig erstmals selbst das Philanthropin in Dessau. Während seiner Zeit in Leipzig studiert Vieth Jura, Kameralwissenschaften, Mathematik und Physik, sportlich betätigt er sich im Voltigieren, Fechten und Schlittschuhlaufen.[11] Doch das Angebot der Universität, welches zu dieser Zeit weniger auf Forschung ausgelegt ist, als Vieth es aus Göttingen kannte, scheint ihn weniger zu locken als die Vorzüge des gesellschaftlichen Lebens in adligen Kreisen. Regelmäßig besucht er mit seinem Schüler Gewandhauskonzerte, die Oper und Theatervorführungen, um dem noch unbeholfen erscheinenden jungen Mann das Verhalten in den entsprechenden Kreisen näher zu bringen.
Während dieser Zeit steigt seine Schuldenlast immer weiter, da die Investitionen für Kleidung und Unterkunft sowie die verschiedenen gesellschaftlichen Unternehmungen sein Hofmeistergehalt weit übersteigen und auch das Geld, das ihm seine Eltern regelmäßig schicken, wiederum nicht ausreicht. Zusätzlich muss Vieth Kredite aufnehmen, in einem Brief an seinen Vater berichtet er über die frühzeitige Rückzahlung der Hälfte einer geliehenen Summe.[12]
Doch Vieth bemerkt zunehmend, dass in diesen Kreisen nur das Geld und die daraus resultierende Macht zählen. Er ist regelrecht angewidert von der Oberflächlichkeit jener gesellschaftlichen Schicht. Diese grundlegende Einstellung bemängelt er auch in einer Charakterstudie, die er an seinem Zögling vornimmt. Vieth meint, er hätte bei ihm nichts ausrichten können, da dieser nichts annehme, wohl aus dem Grund, da sein Vermögen groß genug sei, um ungeniert durch die Welt zu kommen.[13]

Im Juli 1784 kündigt der Geheimrat von Nostitz seinem Hofmeister zu Ostern 1785. Für Vieth ist es auf der einen Seite eine Entlastung, da seine Arbeit keine Früchte zu tragen scheint, andererseits sind jedoch auch Zukunftspläne, die ein weiteres Studienjahr in Göttingen vorsahen, hinfällig, da er von seinen Eltern keine weiteren finanziellen Aufwendungen erwarten kann.[14] Damit gehen seine Studienjahre ohne Examen zu Ende und er muss aus der Geldnot heraus zunächst in sein Elternhaus zurück.

Jahre als Lehrer und Schuldirektor

Im August 1785 lässt er sich in die Reihe der Advokaten der Stadt Jever aufnehmen. Seine Tätigkeit scheint für ihn jedoch er unbefriedigend zu sein und auch das Wohnen im Hause der Eltern ist keine Lösung auf Dauer.
Also bewirbt sich Vieth um eine Stelle als Lehrer am Philanthropin in Dessau. Da dort jedoch keine Stelle frei ist, bietet ihm Carl Gottfried Neuendorf, der damalige Direktor der Hauptschule in Dessau, eine Stelle für Mathematik, Französisch und Zeichnen an.[15]

Anhalt-Dessau war zu diesem Zeitpunkt das einzige Land in Deutschland, das länger als ein Jahrzehnt, ein staatlich-pädagogisch gelenktes Schulsystem besaß, in dem der klerikale Einfluss stark zurückgedrängt war. Der Dessauer Fürst Leopold III. Friedrich Franz hatte die Vorzüge der neuen philanthropischen Erziehung für sein Fürstentum erkannt.[16]

Am 7. August 1786 beginnt Vieth seine Arbeit an der Hauptschule, vor allem da er ein schlechtes Gewissen seinen Eltern gegenüber hat, die ihn trotz vierjährigen Studiums immer noch finanziell unterstützen müssen. Er glaubt das Angebot über 300 Thlr. nicht ausschlagen zu dürfen.[17] Sein Heimweh quält ihn jedoch sehr und Neuendorf berichtet dem Vater, dass sich „der Sohn sehr unglücklich fühle und nur mit halber Seele in Dessau sei.“[18]
Im Laufe der Zeit merkt er jedoch, dass seine Schüler ihm vertrauen und berichtet stolz von seinen pädagogischen Erfolgen.[19]

Nach einem langjährigen Verhältnis mit Henriette Dorothee Beibler, der Tochter des Schuldieners, bittet Gerhard den Fürsten um die Erlaubnis zur Eheschließung sowie um eine Hausheirat, da das Mädchen bereits mit der gemeinsamen Tochter schwanger ist. Die Eltern sind zunächst gegen diese Verbindung, da seine Auserwählte als Dienstmädchen angestellt ist und nicht Gerhards Stand entspricht. Doch Gerhard ist von Henriettes Herzensgüte und ihrem natürlichen, gesunden Menschenverstand überzeugt. Er sieht in ihr eine Freundin fürs Leben, sowie eine gute Mutter und Haushälterin. Aus der langen und glücklichen Ehe gehen elf Kinder hervor.[20] Die karge Besoldung, die bürgerliche Beamte erhalten, reicht kaum aus um die Familie zu ernähren, so muss Vieth den Fürsten regelmäßig um Geld bitten. Die Abhängigkeit von fürstlichen Gnaden, die Gerhard schon aus seinem Elternhaus kennt, trifft nun auch seine Familie.[21]

Vieth veröffentlicht neben seiner Arbeit in der Schule mathematische Abhandlungen in Fachzeitschriften, Mathematikbücher und 1794 den ersten Teil seiner Enzyklopädie Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen. Der zweite Teil erscheint im darauffolgenden Jahre 1795 und er dritte 1818. Dadurch erlangt er auch über die Grenzen Dessaus hinaus Anerkennung. Die fortwährende harte Arbeit sorgt jedoch auch dafür, dass seine Eltern weder ihre Schwiegertochter noch ihre Enkelkinder kennenlernen.

Im Jahr 1799 stirbt Neuendorf und Vieth wird dessen Nachfolger zunächst als Rektor der Hauptschule, zudem übernimmt er die Inspektion für einen Teil der anderen Schulen des Fürstentums. Während seiner Amtszeit werden ihm jedoch Befugnisse, die Neuendorf noch gehabt hatte, entzogen und er und sein Amt werden wieder unter die Aufsicht des Konsistoriums gestellt.
Durch den Tod Neuendorfs klafft eine große Lücke, darin sehen die klerikalen Reformgegner ihre Chance, die philanthropistischen Schulreformen rückgängig zu machen und die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Vieth muss sich mit feindseligen Anschuldigungen herumschlagen, seine Entscheidungen und Vorschläge werden prinzipiell angezweifelt oder sogar abgelehnt. Als er vorschlägt das Lesebuch der Der Kinderfreund von Friedrich Eberhard von Rochow neu aufzulegen, richtet der konservative Konsistorialrat und Superintendant Simon Ludwig Eberhard de Marées, der als Inspektor für Vieths Prima berufen ist, einen Gegenvorschlag an den Fürsten. Er empfiehlt den Kinderfreund als Unterrichtsmaterial abzuschaffen und stattdessen die „ehemals üblichen Evangelien und Epistelbücher wieder einzuführen […], dies wäre der Wunsch vieler Landsleute und die Einsicht der größeren Kinder selbst.“[22] Vieths Rechte werden im Laufe der Zeit immer weiter eingeschränkt. Um seine Stellung zu stärken und um seine Leistungen anzuerkennen ernennt ihn Fürst Franz im Jahr 1800 zum Professor der Mathematik. Während seiner Amtszeit werden seine Geldsorgen jedoch nicht geringer, da er nun auch für die Ausbildung und Versorgung seiner Kinder aufkommen muss. Der Fürst gewährt auf Bittgesuche hin immer wieder Teilbeträge für die Ausbildung der Kinder und das allgemeine Auskommen der Familie. So geht es nicht nur Vieth, sondern den meisten Lehrern im Land. Dadurch kann sich der Fürst ihrer untertänigen Loyalität sicher sein.[23]

Auch wenn der philanthropische und reformerische Charakter der Hauptschule nach dem Ableben von Neuendorf nicht mehr so stark verfolgt werden kann, so gibt sich Vieth doch Mühe seine Amtsgeschäfte im Sinne von Neuendorf weiter zu führen. Er behält Neuendorfs Unterrichtsplan weitestgehend bei. Auf Grund der stark anwachsenden Schülerzahl, was zum einen an der Qualität der Schule gelegen haben könnte, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass Studierende von der Militärpflicht befreit wurden, führt Vieth am 18. Februar 1816 die Reifeprüfung ein. Nach dem Tod des Fürsten Franz 1817 steht dem Konsistorium nichts mehr im Wege, die Schule nach ihren Vorstellungen umzuwandeln. Sie wollen eine Trennung zwischen Bürger- und Gelehrtenschule, um wieder einen Klassencharakter für den Adel und das höhere Bürgertum herzustellen. Vieth ist mit dieser Umstrukturierung nicht einverstanden. Aus diesem Grunde muss das Konsistorium eine andere Stelle für Vieth finden. Sie beantragten seine Ernennung zum Schulrat und zum Mitglied des neu eingerichteten Ephorates. Jener Rat besteht aus drei Mitgliedern und hat lediglich eine beratende Funktion für schulinterne Entscheidungen. Der Fürst stimmte dem zu und der höhere Rang bringt Vieth eine jährliche Gehaltszulage von 50 Thlr. Vieth verliert damit jedoch seinen unmittelbaren Einfluss auf den Schulalltag. Sein Lehramt als Professor der Mathematik behält er jedoch bei.[24]
Anlässlich der 50-Jahrfeier der Hauptschule am 5. und 6. Oktober 1835 tritt Vieth ein letztes Mal öffentlich auf um die große Schulrede zu halten.
Am 12. Januar verstirbt er nach langer Krankheit.

Der Pädagoge

Vieth gilt als Aufklärer, aufgewachsen in einem religiösen Elternhaus ist er früh mit den Auswirkungen der feudal absolutistischen Willkürherrschaft in seiner Heimat konfrontiert. Der Vater arbeitet hart und fleißig im Staatsdienst und bekommt oft für mehrere Jahre kein Gehalt. Die Eltern opfern ihren eigenen Wohlstand, um dem ältesten Sohn eine gute Ausbildung zu finanzieren. Daraus resultiert wohl auch seine Einstellung, dass Menschen jeder Klasse eine gute Bildung zusteht:

„Für diese Menschenklasse, und es ist doch die beträchtlichste, müßte auf Schulen gesorgt werden, und es wäre eine sehr wesentliche und notwendige Verbesserung, wenn dies geschähe.“[25]

In Göttingen wird Vieth mit wahren Freigeistern bekannt. In seinen Briefen schwärmt er dem Vater von der Gelehrtheit und Klugheit seiner Professoren vor. Besonders beeindruckte ihn der Mathematik Professor Kästner, der sich liebenswürdig seiner Studenten annimmt und nicht arrogant auf sie hinab schaut, wie Vieth es aus seiner Schulzeit kannte.[26] Bei [Johann Georg Heinrich Feder|Feder], Professor der Philosophie kommt er erstmals mit erzieherischen Abhandlungen in Berührung. Feder, der sich ausgiebig mit RousseausEmil“ beschäftigt und eine Abhandlung über die pädagogische Praxis veröffentlicht hat, plädiert in seinem Werk dafür, Kinder nicht auf Kosten ihrer Gesundheit zu frühreifen Gelehrten auszubilden, sondern diese durch tägliche Übung von Körper und Geist ganzheitlich zu erziehen.<Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 66.</ref> Diesen Grundsatz versucht Vieth auch im zweiten Teil seiner Encyklopädie zu vermitteln. In einem Kommentar, in dem er bedauert, dass Preußen den Vertrieb der Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung und anderer Aufklärungsliteratur verboten hat, wird deutlich, wie sehr er die geistige Freiheit zu schätzen wusste.[27] In seiner großen Schulrede 1835 zitiert er Rousseaus berühmte Worte über den Zusammenhang von Körper und Geist, deren wechselseitige Übungen der Erholung dienen.
Als Lehrer erbittet er beim Fürsten Friedrich Eberhard von Rochow Kinderfreund neu auflegen zu lassen.[28] Sein Vorschlag, das Lesebuch von Friedrich Philipp Wilmsen, eine Enzyklopädie gemeinnütziger Kenntnisse, als Lektüre für die Schüler einzuführen, ist erfolgreich.[29] Die aufklärerischen Erziehungsmethoden des Philanthropinums übernahm Vieth auch für seine eigene Schule. In seiner Zeit als Lehrer und Direktor der Hauptschule in Dessau vertritt er die Ansicht, dass Gewalt kein Mittel sei um Schüler für ungezogenes Verhalten zu bestrafen, vielmehr müsse man sie durch eine sinnvolle Beschäftigung von Körper und Geist von jenen Dummheiten abhalten.[30] Noch in einem 1826 veröffentlichten Artikel im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen verteidigte er die Musterschule gegen ihre zahlreichen Kritiker mit den Worten:

„War denn die Zucht im Philantropin schlaff und matt? War denn die Methode eine Spielmethode? Heißt es eine matte und schlaffe Zucht, wenn man Jugendvergehungen nicht gleich mit Ruhte, Stock und Carcer bestraft, sondern sie durch Aufsicht verhüthet, und wenn sie geschehen, den Schuldigen durch Vorstellungen zur Reue bringt? - Heißt es matte und schlaffe Zucht, wenn man junge Leute mit Liebe, wie der Vater seine Kinder, behandelt, wenn man, ohne sich selbst etwas zu vergeben, im Tone der gesitteten Welt mit ihnen spricht und in den jungen Menschen den jungen Menschen ehrt? Wohl! so bekenne ich mich zu dieser matten und schlaffen Zucht [...].“

Die Hauptschule in Dessau nannte er „die erste öffentliche höhere Lehranstalt, in welcher der Philanthropismus zur Wirklichkeit gelangte“.

Der Lehrer sollte seinen Schülern mit Respekt gegenüber treten und wie ein zweiter Vater für sie sein. Das Vertrauen seiner Schüler muss er sich erst erwerben, er sollte seine Schüler stets mit „Ernst und Güte“ behandeln. Die Schule solle den „eigenen Fleiß“ und das „eigene Denken“ der Schüler fördern. Außerdem besteht Vieth darauf, dass das Verhältnis zwischen der Schule und den Eltern sehr eng sein sollte, da man schließlich an einem Strang ziehe.[31]
Auch Neuendorf war ein Gegner der Strafe er hatte die Schule mit großer Zielstrebigkeit geleitet und immer an das Gute im Menschen geglaubt.[32] So muss er für Vieth auch ein Vorbild gewesen sein, da dieser nach dem Tode Neuendorfs versuchte, die Schule in seinem Sinne weiter zu führen. Vieth selbst sieht seine Leistungen darin, dass die pedantische Schulzucht einer humanen Behandlung gewichen sei und die Fächer Mathematik, Physik, aber auch Musik und Gymnastik während seiner Amtszeit größere Beachtung gefunden haben, dies erklärt er in seiner großen Schulrede.[33]

Auf dem Gebiet der Fremdsprachenpädagogik, deren oberstes Gebot nach Vieth die Anschaulichkeit zu sein hatte, erzielte er große Fortschritte. Englisch und Italienisch wurden auf seine Initiative hin selbständige Fächer an der Hauptschule.

Werk und Leistungen

Vieth ist heute vor allem bekannt dafür, dass er für die allgemeine Förderung der sogenannten Leibesübungen eintrat, die er als erster wissenschaftlich-systematisch beschrieb. Neben Johann Christoph Guts Muths und Friedrich Ludwig Jahn wird er zu den Turnvätern in Deutschland gezählt. Er erkannte früh den Nutzen von angeleiteten, regelmäßigen Bewegungsabläufen, da sie seiner Meinung nach den gesundheitlichen Zustand eines Menschen verbessern sowie dessen Körper, Muskulatur und Selbstbewusstsein stärken konnten. Eine weitere Funktion der Leibesübungen erblickte er in der "Verhütung des Missbrauchs des Geschlechtstriebes". Er klagte darüber, dass an den Lehranstalten "nur der Geist" regieren durfte und riet zur Einrichtung von Sportanlagen an öffentlichen Schulen, in Stadien, Schwimmbädern und Reithallen, wo nach seinen Vorstellungen auch das Voltigieren, Fechten und Tanzen praktiziert werden sollte.

Vieth gehörte zu den ersten Pädagogen, die ansatzweise eine Methodik des Sportunterrichts vorlegten. Bei den vorzugsweise in der freien Natur zu absolvierenden Übungen sollten Variation und Abwechslung im Vordergrund stehen. Zu beachten war stets der Belastungsrhythmus, mit Rücksichtnahme auf Alter, Kondition, Körperbau, Kraft und Temperament des jeweiligen Sportlers. Auch die Unfallverhütung zog er in seine Überlegungen ein. Großen Wert legte Vieth - wie später der deutlich von ihm beeinflusste Friedrich Ludwig Jahn - auf Disziplin und militärische Ordnung.

Neben seinen turnpädagogischen Werken veröffentlichte er Lehrbücher über Arithmetik, Geometrie und Physik sowie eine Einführung in die Astronomie für junge Leser.

Zentrales Werk

Als bekanntestes und herausragendes Werk Vieths gilt die dreibändige Reihe Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen.

Band 1

Der erste Teil trägt den Titel Beiträge zur Geschichte der Leibesübungen. Er beinhaltet eine Sammlung von historischen Quellen und Reiseberichten, die Aufschluss über die Leibesübungen fremder oder auch längst ausgestorbener Volksgruppen geben. Vieth verfasste mit diesem Band als erster eine kulturhistorische Abhandlung der Körperübungen. In der Einleitung schreibt Vieth über die Natürlichkeit der Leibesübungen:

„Leibesübungen wurden ohne Zweifel schon in den ältesten Zeiten getrieben; dieses liegt in der Natur der Sache. […] Schon das Kind strebt, seine kleine Kraft geltend zu machen. [...] Knaben sich selbst überlassen, […] machen im Kleinen alles was den Sieger zu Olympia zum Halbgott erhob.“[34]

Band 2

Der zweite Teil erschien 1795 unter dem Titel System der Leibesübungen. Er beinhaltet detailliert beschriebene Anleitungen zu den verschiedensten Körperübungen und deren korrekter Durchführung. Gegliedert ist der zweite Band durch die Unterteilung in „passive“ und „aktive Übungen“. Unter „passiven Übungen“ versteht Vieth Tätigkeiten wie: sitzen, liegen, baden, reiben oder tragen. Die „aktiven Übungen“ unterteilt er nochmals in die Gattung der „Übungen der Sinne“ und die „Übungen der Glieder“. Er beschäftigt sich ausgiebig mit der Gesundheit von allen Altersklassen, vom korrekten Schaukeln des Babys[35] bis zum richtigen Liegen von erkrankten Erwachsenen[36]. Im Verlauf seiner Encyklopädie kommt Vieth immer wieder auf die „Abhärtung“ des menschlichen und vor allem des jugendlichen Körpers zu sprechen. In einem eigenen Abschnitt beschreibt er zum Beispiel das Problem der Weichlichkeit: „Die warmen Bäder sind […] eine Einrichtung des Luxus und der Weichlichkeit“.[37] Der Naturmensch hingegen sei nicht verweichlicht. Die Einfachheit mit der dieser lebt sei somit ein Mittel gegen Trägheit, Weichlichkeit und Wollust. Beispielsweise schreibt er über das Liegen:

„Da das Liegen eine so bequeme Sache ist, so ist es nicht zu verwundern, daß unter verfeinerten und verweichlichten menschen so viel Veranstaltungen dazu getroffen sind. [...] Dem gemeinen Arbeiter ist seine armselige Streu ein erquickenderes Lager, als dem Sybariten seine Rosenblätter [...].“[38] „Ein härteres nicht so erwärmendes Lager, [...] würde dem Körper des Jünglings die nöthige Ruhe verschaffen, […] ohne Trägheit, Weichlichkeit und Wollust zu befördern.“[39]

Seine Abhandlung ist dabei so ausführlich, dass er sich sogar mit der Frage beschäftigt, ob man sich beim Baden ins Wasser stürzen solle, oder lieber hinein gehen, ob kaltes oder warmes Wasser zu bevorzugen sei, ob mit den Füßen oder dem Kopf zuerst und wie lange man dann baden sollte.[40] Auch mit dem Thema Körperhygiene setzt sich Vieth in seiner Abhandlung nicht außer Acht: Mit dem Zitat “Unser Körper dünstet beständig aus, […] die Oberfläche der Haut bedarf also schon deswegen einer oft wiederholten Reinigung.“[41] beklagt Vieth, dass den Deutschen die Reinlichkeit abhanden gekommen sei und nun erst seit kurzem „dank einsichtsvollen Ärzten die heilsame Gewohnheit wieder in Aufnahme“ gebracht werden konnte.[42] „Badehäuser gibt es in Deutschland zwar nicht sehr viele, […], ihre allgemeine Einführung wäre sehr zu wünschen.“[43]

Band 3

Der dritte Teil beinhaltet lediglich Ergänzungen zu den bereits erschienenen Teilen. Er erscheint 1818 und schließt so die Trilogie ab.

Rezeption

Anerkennung bekommt Vieth vor allem für die Ausführlichkeit seines Werkes und die unterhaltsame Art und Weise in der er es formuliert ist. Neuendorf lobt die Vollständigkeit bei Vieth, der im Gegensatz zu Gutsmuths nicht nur aus seiner persönlichen Praxis berichte:

„Vieth aber beschreibt um der wissenschaftlichen Vollständigkeit willen auf 47 Seiten auch die sogenannten ‚passiven Übungen‘ […].“ Vieths Encyklopädie enthalte außerdem „eine ausgezeichnete Abhandlung über das Voltigieren, […] [er] beschreibt mit entzückender Anschaulichkeit [...].“[44]

Auch Friedrich Ludwig Jahn weiß um die Verdienste von Vieth zu berichten: „Dankbar denken wir noch an unsere Vorarbeiter Vieth und Gutsmuths.“[45]

Gedenktafel in Hooksiel

Nachleben

Der Oldenburger Turngau ließ 1880 an Vieths Geburtshaus in Hooksiel eine Gedenktafel anbringen. Das Haus brannte 1929 ab, die Tafel konnte jedoch geborgen werden. In seinem Geburtsort und in seinem Wirkungsort Dessau sind Straßen nach Vieth benannt.

Seit 1995 organisiert der Turnkreis Anhalt / PSV 90 Dessau-Anhalt e.V. das jährliche Vieth-Gedenkturnen.

Literatur

Primärliteratur

  • Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, 3 Bde., Berlin 1794, 1795, 1818.

Sekundärliteratur

  • Jahn, Friedrich Ludwig/Eiselen, Ernest Wilhelm Bernhard: Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt, Berlin 1816.
  • Krüger, Gustav: Zur Erinnerung an Gerhard Ulrich Anton Vieth, Dessau 1885.
  • Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964.
  • Neuendorf, Edmund: Geschichte der neueren deutschen Leibesübung vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Band 1, Dresden 1932.
  • Peters, Karl: G.U.A. Vieth. Der Werdegang eines Jeverländers zum bedeutenden Schulmann und Turnpädagogen, Jever 1962.

Weblink

Einzelnachweise

  1. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 51.
  2. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 298f.
  3. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 298f.
  4. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 260.
  5. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 54.
  6. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 208.
  7. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 210.
  8. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 56ff.
  9. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 240f.
  10. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 73f.
  11. Vgl. Thiemer, Johannes: Vorwort. In: Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen. Nachdruck der Ausgabe 1795. Dresden: Limpert, 1930. S. V-XVI, hier: S. V.
  12. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 270.
  13. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 245.
  14. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 84f.
  15. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 99.
  16. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 92-96.
  17. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 131.
  18. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 256f.
  19. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 102.
  20. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 111-113.
  21. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 113.
  22. De Marées zit. nach Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 121.
  23. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 295, 301, 305.
  24. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 114-138.
  25. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 1, Berlin: 1794, S. 366.
  26. Vgl. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 210.
  27. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 289.
  28. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 348.
  29. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 348.
  30. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 128.
  31. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 128f.
  32. Vgl. ebd.
  33. Vgl. Lukas, Gerhard: Gerhard Ulrich Anton Vieth. Sein Leben und Werk, Berlin [DDR] 1964. S. 136f.
  34. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 1, Berlin 1794.S. 1f.
  35. Vgl. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 96.
  36. Vgl. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 97.
  37. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 108.
  38. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 90.
  39. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 91.
  40. Vgl. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 108.
  41. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 105f.
  42. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 107.
  43. Vgl. Vieth, Gerhard Ulrich Anton: Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen, Band 2, Berlin 1795. S. 114.
  44. Neuendorf, Edmund: Geschichte der neueren deutschen Leibesübung vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Band 1, Dresden 1932.S. 312.
  45. Jahn, Friedrich Ludwig/Eiselen, Ernest Wilhelm Bernhard: Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt, Berlin 1816. S. V.

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  • Vieth — ist ein Familienname: Ludwig Renn (1889–1979; eigentlich Arnold Friedrich Vieth von Golßenau), deutscher Schriftsteller Gerhard Vieth (1763–1836), deutscher Lehrer und Turnpädagoge ein Ortsname: Vieth (Scheyern), Ortsteil der Gemeinde Scheyern,… …   Deutsch Wikipedia

  • Vieth — Vieth, Gerhard Ulrich Anton, geb. 1763, war seit 1786 Lehrer an der Hauptschule in Dessau, wurde Professor u. Schulrath u. st. 1836; er schr. Anfangsgründe der Mathematik, 4. Aufl. Lpz. 1836, 4 Bde.; Anfangsgründe der Naturlehre, 8. A. ebd. 1823; …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Vieth — Vieth, Gerhard Ulrich Anton, geb. 8. Jan. 1763 zu Hocksiel bei Jever, gest. 12. Jan. 1836 in Dessau, seit 1786 Lehrer der Mathematik an der Hauptschule in Dessau, seit 1799 deren Direktor, 1815 Schulrat. Er war einer der ersten, die für Pflege… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Vieth —   [f ], Gerhard Ulrich Anton, Pädagoge, * Hooksiel (heute zu Wangerland, Landkreis Friesland) 8. 1. 1763, ✝ Dessau 12. 1. 1836; kam als Lehrer nach Dessau, wo er 1798 Rektor und 1819 Schulrat wurde. Er förderte wie J. C. F. GutsMuths die Aufnahme …   Universal-Lexikon

  • Liste der Biografien/Vi — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • 8. Jänner — Der 8. Januar (in Österreich und Südtirol: 8. Jänner) ist der 8. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit bleiben 357 Tage (in Schaltjahren 358 Tage) bis zum Jahresende. Historische Jahrestage Dezember · Januar · Februar …   Deutsch Wikipedia

  • 12. Jänner — Der 12. Januar (in Österreich und Südtirol: 12. Jänner) ist der 12. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 353 (in Schaltjahren 354) Tage bis zum Jahresende. Historische Jahrestage Dezember · Januar · Februar …   Deutsch Wikipedia

  • Dessau-Rosslau — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • 8. Januar — Der 8. Januar (in Österreich und Südtirol: 8. Jänner) ist der 8. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit bleiben 357 Tage (in Schaltjahren 358 Tage) bis zum Jahresende. Historische Jahrestage Dezember · Januar · Februar 1 …   Deutsch Wikipedia

  • 12. Januar — Der 12. Januar (in Österreich und Südtirol: 12. Jänner) ist der 12. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 353 (in Schaltjahren 354) Tage bis zum Jahresende. Historische Jahrestage Dezember · Januar · Februar 1 …   Deutsch Wikipedia

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