Google Chrome


Google Chrome
Google Chrome
Logo von Google Chrome
Entwickler Google Inc. (mehr)
Aktuelle Version 15.0
(25. Oktober 2011)
Betriebssystem Windows XP/Vista/7 sowie Mac OS X und Linux
Programmier­sprache C++
Kategorie Webbrowser
Lizenz BSD-Lizenz (Quelltext und Chromium-Executable),[1]
Google Chrome Terms of Service[2]
Deutschsprachig ja
google.com/chrome
Chrome-Logo bis April 2011

Google Chrome ist ein Webbrowser, der von Google Inc. entwickelt wird und seit dem 2. September 2008 verfügbar ist. Am 11. Dezember 2008 erschien die erste finale Version. Zentrales Konzept ist die Aufteilung des Browsers in optisch und auf Prozessebene getrennte Browser-Tabs.

Google Chrome baut auf der Rendering-Engine WebKit auf, die ihrerseits aus dem KDE-Projekt KHTML hervorging und auch in Apples Browser Safari zum Einsatz kommt.

Google Chrome soll ein integraler Bestandteil des Google Chrome OS werden, Googles auf Linux basierendem Betriebssystem für Netbooks und ähnlich leistungsschwache Rechner.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Zu Beginn gab es den Browser nur für Microsoft Windows XP (ab SP2), Vista und Windows 7. Seit Dezember 2009 waren Betaversionen für Linux und Mac OS X verfügbar, seit Version 5 (Mai 2010) gibt es auch stabile Versionen für diese Betriebssysteme.

Chromium

Der Großteil des Quelltextes von Google Chrome wird von Google unter dem Namen Chromium im Rahmen der BSD-Lizenz als quelloffenes Software-Projekt zur Verfügung gestellt.[3][4] Das Kopieren und Ändern der Binärversion von Chrome selbst verbieten die „Terms of Service“ jedoch ausdrücklich.

Nicht im Chromium-Projekt enthaltene Bestandteile von Google Chrome sind:[5]

Offiziell bezieht sich der Name Chromium ausschließlich auf das Software-Projekt, während der Webbrowser den Namen Chrome trägt.[6] Allerdings gibt es auf Chromium-Code basierende Browser, die unter dem Namen Chromium bereitgestellt werden. Dies ist insbesondere bei den Versionen der Fall, die über die Paketverwaltung von Linux-Distributionen installiert werden.

Software

In Chrome wird, wie auch in Android, die von Apple vorangetriebene Rendering-Engine WebKit verwendet. Die JavaScript-Implementierung V8 ist als Freie Software veröffentlicht worden[7] und stammt vom dänischen V8-Team, unterstützt Mehrkernprozessoren und ein dynamisches Optimierungsverfahren, bei dem JavaScript-Objekte versteckt um geteilte Klassen erweitert werden.

Auch das Tabbed Browsing wurde von Grund auf neu entwickelt. Anders als in vergleichbaren Browsern, in denen alle Reiter Teile eines einzelnen laufenden Programmes sind, sollen die Reiter in Chrome in sich geschlossene Prozesse sein und als solche auch in einem eigenen Task-Manager kontrollierbar sein (aus Leistungsgründen teilen sich allerdings in der Standardkonfiguration kleine Gruppen von Reitern einen Prozess). Durch die Aufteilung in mehrere Prozesse soll vermieden werden, dass ein einziger Reiter, in dem ein rechenintensiver Prozess läuft, die Leistung des gesamten Browsers in Mitleidenschaft zieht. Außerdem werden die Prozesse der Reiter (Renderer-Prozesse) in einer Sandbox ausgeführt und haben damit nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, mit anderen Prozessen zu interagieren, Dateizugriffe sind nur über das Hauptprogramm (Browser-Prozess) möglich.[8] Dadurch wird das Gros an Schadcode, das von geöffneten Websites aus eine Sicherheitslücke im Browser ausnutzt, gehindert, einen Computer zu befallen. Pop-up-Fenster bleiben zunächst innerhalb des jeweiligen Reiters.

Die Benutzerschnittstelle lässt die Reiterfenster eigenständiger erscheinen, indem sie eigene Kontrollschaltflächen besitzen sowie eine eigene Adresszeile („Omnibox“). Diese macht unter anderem Vorschläge und erlaubt eine Volltextsuche über bisher besuchte Webseiten sowie über bisherige Suchanfragen auf zahlreichen Seiten, wie zum Beispiel Wikipedia. Auch ist die Möglichkeit vorgesehen, Reiter für Webanwendungen ohne allgemeine Benutzerschnittstellenelemente darzustellen. Des Weiteren wird eine automatisch generierte Startseite mit den häufigst besuchten Webseiten und Suchdiensten dargestellt; auch ein Surfmodus („Incognito“), der keine Spuren auf dem lokalen System hinterlässt, ist vorhanden.

Mittels der frei zugänglichen Google Safe Browsing API erhält Chrome Listen gefährlicher Internetseiten. Chrome unterstützt die Google-API Gears und ermöglicht insbesondere Gears-Anwendungen mit mehreren Threads.[9] Mittels der Laufzeitumgebung Gears kann Google Chrome serverbasierte Webanwendungen wie eine Desktop-Anwendung ausführen.

Google Chrome nimmt auch eine Art Vorreiterrolle in Bezug auf den Support von HTML5 ein, so erreicht der Browser beim HTML5-Test das beste Ergebnis aller berücksichtigter Webbrowser.[10]

Architektur

Chrome besteht aus drei Teilen. Der Browser selbst ist für die Steuerung der Software zuständig, der Renderer ist im Browser implementiert und stellt einen Subprozess wie zum Beispiel einen Reiter dar. Innerhalb des Renderers befindet sich WebKit.[11] Chrome ist komponentenbasiert aufgebaut.[12] Die Interprozesskommunikation arbeitet nachrichtenorientiert und benutzt Channeling.[13]

Geschwindigkeit

Google gibt an, eine besondere Stärke des Browsers sei seine Geschwindigkeit. Zusätzlich wird Chrome eine effiziente Speicherverwaltung attestiert. Insbesondere V8, die virtuelle Laufzeitumgebung von JavaScript in Chrome, soll laut Google andere Implementierungen an Geschwindigkeit übertreffen. So läuft JavaScript in Chrome bei einem Test (Peacekeeper-Benchmark) etwa doppelt so schnell wie im Firefox 3.6 oder rund neunmal so schnell wie im Internet Explorer 8. Bei sehr rechenintensiven Tests werden diese Werte noch übertroffen. Google Chrome ist somit mindestens ebenbürtig zu Opera 10.5 und Safari 5.[14]

Stabilität

Die Entwickler streben durch die Multiprozessarchitektur ein stabiles Laufzeitverhalten an. Dabei wird jeder neue Renderer (also jeder neue Reiter oder jede neue Seite) und jedes Plugin in eigenen Prozessen gestartet. Falls es mit einem Reiter ein Problem gibt und der Prozess endet, so wird anstelle des Inhalts bei dem Reiter ein „Sad Tab“ angezeigt. Analog wird ein „Sad Plugin“ bei fehlerhaften Pluginprozessen angezeigt.[12]

Falls ein Reiter besonders viel Speicher, Prozessorleistung oder Netzwerkbandbreite verwendet, so kann der Benutzer dies mit dem Task-Manager erkennen und den Prozess des Reiters einzeln beenden.

Sicherheit

Bei dem Pwn2Own-Event geht es darum, verschiedene Computer mit jeweils einem Browser zu hacken. Wer das schafft, erhält als Belohnung den Computer und einen Geldpreis. Google Chrome nimmt seit 2009 am Pwn2Own-Event teil. 2011 gab es 20.000 US-Dollar als Geldpreis für einen erfolgreichen Hack, jedoch hat es am ersten von drei Tagen niemand versucht.[15]

Aus Sicht des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet Google Chrome vielversprechende Ansätze im Bezug auf die Sicherheit.[16]

Google bietet eine Belohnung für das Finden von sicherheitsrelevanten Programmfehlern an. Diese beträgt zwischen 1.000 und 3.133,7 US-Dollar.[17] Dieser Betrag ist Leetspeak für „Elite“.

Quellcode

Sowohl die aus WebKit übernommene Rendering-Engine WebCore als auch die neu entwickelte V8-Javascript-Engine und der Rest von Google Chrome sind in C++ entwickelt. Es existieren Buildanweisungen und -dateien sowie Snapshots von Chromium für Microsoft Windows, Mac OS X und Linux.[18]

Kritik

Angeregt von der Pressemitteilung des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI),[19] wurde bemängelt, dass bei Nutzung von Google Chrome zu viele Daten an Google gesendet würden. Auch der Sprecher des BSI, Matthias Gärtner, äußerte datenschutzrechtliche Bedenken.[20] Beim Tippen in der Adresszeile („Omnibox“), die zugleich Eingabefeld für Suchbegriffe und Webadressen ist, wird jedes Schriftzeichen unverschlüsselt an die vom Benutzer gewählte Suchmaschine übermittelt, um Vervollständigungsvorschläge zu ermöglichen.[21][22] Dieses Verhalten ist identisch mit der Suchbox von Internet Explorer und Firefox und ist standardmäßig deaktiviert.

Google führt in seinen Datenschutzbestimmungen diverse Informationen auf, die von Chrome an Google gesendet werden. Bis zur Version 4.0 erhielt jede Installation eine eindeutige Identifikationsnummer, die bei der Installation, bei der ersten Verwendung und bei jeder automatischen Aktualisierungsprüfung mit weiteren grundlegenden Informationen zur Browser-Installation an Google gesendet wurde. Die Identifikationsnummer konnte manuell[23] entfernt oder über Software-Erweiterungen unterdrückt werden. Seit Version 4.1 verzichtet Google auf die ID.[24]

Hat der Nutzer zugestimmt, werden bei Programmfehlern Daten an Google übermittelt. Darunter befinden sich „Daten über momentan geöffnete Dateien, Programme und Dienste sowie Datei-Inhalte“; in früheren Versionen ebenfalls die erwähnte Identifikationsnummer. Google begründet den Schritt mit einer dadurch vereinfachten Problembehebung.[25]

Versionen

Erste Veröffentlichung

Als erste Veröffentlichung wurde am 2. September 2008 eine Windows-Version mit der Versionsnummer 0.2 freigegeben. Die erste stabile Version 1 folgte am 11. Dezember 2008. Mit Version 4 kam die erste auch auf Linux und Mac OS X lauffähige Version als Beta-Version heraus. Mit Version 5 wurden diese in einer stabilen Version veröffentlicht. Die Entwicklerversionen tragen inzwischen die Nummer 14 (August 2011).

Bis Version 6 wurde regelmäßig etwa aller vier Monate eine neue Hauptversion veröffentlicht. Im Sommer 2010 verkündete Google, dass von nun an alle sechs Wochen eine Hauptversion von Chrome erscheinen wird, seit dem wurde ein etwa siebenwöchiger Rhythmus eingehalten. Durch das regelmäßige Erscheinen der Hauptversionen gibt es zwischen den Releases meist nur ein Minor-Update, um gravierende Sicherheits- und Stabilitätsprobleme zu beseitigen.

Vorabversionen

Zusätzlich zu den Stable Builds (Version 14.0.XX.XX) bietet Google Chrome drei verschiedene Vorabversionen: Beta, Dev (Developer) und Canary.[26] Die Beta-Version (15.0.XX.XX) beinhaltet sämtliche Neuerungen und kann von jedem getestet werden. Die Chrome Dev-Version (16.0.XX.XX) ist hauptsächlich für Anwender und Programmierer, die ihre Software auf dem neuesten Release testen wollen. Im Gegensatz zu den Beta- und Dev-Versionen, wird die Canary-Version separat neben der anderen Google-Chrome-Version installiert. Das Canary Build (16.0.XX.XX) wird automatisch aus der neusten Version des Open-Source-Projektes Chromium generiert und wird daher vor dem Release nicht mehr getestet. Die Canary-Version grenzt an ein Nightly Build (tägliches Update). Außerdem blockiert Google die Möglichkeit, das Canary Build als Standard-Browser zu verwenden. Aktuell ist diese Version für Microsoft Windows und Apple Mac OS X verfügbar.[27]

Versionsgeschichte

Browserversion Version Engine Veröffentlichung Anmerkungen und wichtige Änderungen
Meilenstein Build WebKit V8
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.2 149 522 0.3 2. September 2008 Erste Veröffentlichung als Beta-Version für Windows
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.3 154 29. Oktober 2008 Verbesserte Pluginstabilität
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.4 525 24. November 2008 Lesezeichenmanager mit Export und Import, Datenschutzabschnitt in den Optionen, Sicherheitsupdates.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 528 11. Dezember 2008 Erste stabile Version.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 172 530 0.4 24. Mai 2009 Vollbild, 35 % schnelleres JavaScript beim SunSpider-Benchmark-Test, Unterstützung vom Mausrad
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 195 532 1.2 15. September 2009 Neue „Neuer-Tab“-Seite, bis zu 25 % schnelleres JavaScript, Unterstützung des HTML5-Video-und-Audio-Tags, Themes.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0 249 532.5 1.3 25. Januar 2010 Erweiterungen, native Unterstützung für Greasemonkey-Skripte, Lesezeichensynchronisierung, verbesserte Entwicklerwerkzeuge, verbesserte HTML5-Unterstützung[28]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1 17. März 2010 Integration des Google-Übersetzers und erweiterte Content-Einstellungen[29]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0 375 533 2.1 25. Mai 2010 Erste offizielle Version für Linux und Mac; bis zu 30 % schnelleres JavaScript, Zoom-Einstellungen werden pro Seite gespeichert; verbesserte Unterstützung von HTML5; Lesezeichenmanager als Tab, Synchronisierung von Browser-Einstellungen,[30] integriertes Flash-Plugin, Bugfixes
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0 472 534.3 2.2 2. September 2010 Überarbeitetes Design der Omnibox (Adresszeile), bis zu 15 % schnelleres JavaScript, Integration der Autofill-Funktion, Synchronisierung von Erweiterungen und Autofill, Unterstützung für das WebM-Format,[31] Bugfixes
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.0 517 534.7 2.3.11.22 19. Oktober 2010 Verbesserte Unterstützung von HTML5, schnelleres JavaScript, Unterstützung des File-API, Behebung hunderter Bugs, erleichtertes Blockieren von Cookies
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 8.0 552 534.10 2.4.9.19 2. Dezember 2010 integrierter PDF-Betrachter,[32] „about:flags“ zum Aktivieren von Vorabfunktionen wie Hardwarebeschleunigung durch Grafikkarte oder Instant-Suche, etwa 800 Fehlerkorrekturen[33]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 9.0 597 534.13 2.5.9.11 3. Februar 2011 Flash-Sandbox, Chrome Instant (optional), Unterstützung von WebGL, WebP-Unterstützung, Google Cloud Print (Beta), Bugfixes, seit 8. Februar 2011 Auslieferung mit Adobe Flash Player 10.2 (statt 10.1)
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 10.0 648 534.16 3.0.12.18 8. März 2011 Druckvorschau; stark verbesserte JavaScript-Engine aufgrund des neuen Compilers Crankshaft, bessere Unterstützung von HTML5, Einstellungen als Tabs, Hardware-Beschleunigung für Videos, Sandbox für Adobe Flash unter Windows, optionale Synchronisierung der Passwörter, Bugfixes
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 11.0 696 534.24 3.1.8.12 27. April 2011 Unterstützung von „Speechify“ (Spracherkennung),[34] HTML5 Speech Input API, schnellere V8-Version, neues Grafiksystem, IndexedDB, Silverlight-Update zu Version 4, geändertes Browser-Logo,[35] Adobe Flash Player 10.2 aktualisiert, Bugfixes
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 12.0 742 534.30 3.2.10.15 7. Juni 2011 Auswahl mehrerer Tabs (mit Strg), kleinere Änderungen an der Bedienoberfläche, GPU-beschleunigtes 3D CSS, schnellere V8-Version, Malware-Erkennung, Mac: Nachbesserung der Animation beim Verschieben in der Favoritenleiste[36]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 13.0 782 535.1 3.3.10.22 2. August 2011 Tab-Gruppierung, mehrere Profile (jetzt aktiviert), eine experimentelle Neuer-Tab-Oberfläche, Google Instant Pages,[37] Druckvorschau im Fenster unter Windows und Linux
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 14.0 835 535.1 3.4.14.21 16. September 2011 Web Audio API, Native Client (NaCl), bessere Unterstützung von Mac OS X Lion (Vollbild, neue Scrollleisten), Druckvorschau jetzt auch für Mac OS X, Verschlüsselung aller synchronisierter Daten (bisher nur Passwörter)
Aktuelle Version: 15.0 874 535.2 3.5.10.22 25. Oktober 2011 Schnellere Druckvorschau, JavaScript-API für Vollbild, Synchronisierung von Suchmaschinen, VP8-Decoder FFmpeg, neu gestaltete Seite für neue Tabs (drei Kategorien: Apps, Bookmarks und die am häufigsten besuchten Seiten) [38]
Vorabversion: 16.0 912 535.2 3.6.6.5 November 2011 Experimentelle neue Startseite mit Optimierung für Tablet-PCs, Sync von mehreren Benutzern an einem Rechner [39]
Zukünftige Version: 17.0 928 535.8 3.6.6.3 Dezember 2011  ???
Legende:
Alte Version
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Benutzer-Tracking

Chrome sendet Informationen über die Benutzung des Browsers an Google, dabei sind die meisten Methoden optional, manche aber auch nicht.[40]

Tracking-Methoden
Tracking-Methode gesendete Informationen Wann Optional?
Installation Zufällig erstellter Token im Installer. Wird benutzt, um die Anzahl der Installationen nachzuvollziehen.[41]

Bei Installation

Nein
RLZ identifier[42] Verschlüsselter Text, um nachzuvollziehen, wie Chrome herunter geladen wurde, die Woche der Installation und um Werbung nachzuvollziehen.[41][43]
  • Google-Suche
  • Beim erstmaligen Benutzen des Browsers oder der Adressleiste[41]
Teilweise[44][41]
clientID[45] Eindeutige Benutzerkennung, um Benutzung und Abstürze zu registrieren. Bei Benutzung des Browsers Ja[46]
Vorschläge[45] Der Text der Suchleiste Während des Schreibens Ja
Page not found Text der Adressleiste Nach einem „Server not found“ Ja
Fehler Tracker Informationen über Fehler und Abstürze Nach einem Absturz des Browsers Ja[46]
Chrome Instant[47] Der Text der Suchleiste Während des Schreibens Ja

Die RLZ in der Google-Suche kann unter Optionen → Suchmaschinen verwalten entfernt werden, wenn ein neuer Google-Suche Eintrag angelegt wird, dort der RLZ-Abschnitt aus dem Anfrage-Muster entfernt wird, und zuletzt der alte Google-Suche-Eintrag gelöscht oder deaktiviert wird. Ebenso könnte die Browser-Identität in der Abfrage entfernt werden, oder google.de durch google.com ersetzt werden – dabei empfiehlt sich die Ergänzung von &hl=en im Abfrage-Muster.[48]

Abspaltungen (Forks)

Da mit Chromium die Software-Basis des Browsers offen liegt, existieren darauf basierende Abspaltungen (Forks), die Programmteile deaktivieren oder weitere hinzufügen:

ChromePlus[49]
ein Closed-Source-Fork von Google Chrome, bei welchem Programmteile entfernt wurden und zusätzlich weitere Features eingebaut wurden, u. a. die Möglichkeit, inkompatible Webseiten mit der Trident-Engine darzustellen. Es stehen Versionen für Debian/Ubuntu, Fedora/RedHat und Windows zum Download. Die Windows-Version ohne Installer läuft als Portable Software in einem beliebigen Verzeichnis.
CrossOver Chromium[50]
Demonstrative[51] API-basierte Portierung von CodeWeavers auf Basis von CrossOver (siehe Wine), die Google Chrome unter Linux und Mac OS in der Windows-Version verfügbar macht. Crossover Chromium ist ausdrücklich als Proof of Concept und nicht als „Produktions“-Software gedacht, das heißt als Modellfall für die „Portierung“ von Windows-Software auf Linux und Mac mittels Wine.
SRWare Iron[52]
ein Google-Chrome-Fork von SRWare, bei welchem Programmteile entfernt wurden, die zur Informationsübermittelung an Google dienen. Iron war die erste derartige Portierung. Es erschien bereits kurze Zeit nach der Veröffentlichung von Chrome und wird auch als Portable Software für USB-Sticks angeboten.
Stainless[53]
Google-Chrome-Fork von Mesa Dynamics, LLC, für Mac OS X (ab 10.5).
Dragon[54]
ein Google-Chrome-Fork von Comodo, bei welchem Programmteile entfernt wurden, die zur Informationsübermittelung an Google dienen. In Dragon wurden einige Sicherheitsfunktionen hinzugefügt. Die angebotenen Versionen sind aktuell.
RockMelt[55]
Rockmelt basiert auf Chromium und integriert soziale Netzwerke wie Facebook in den Browser. Der Browser gewährt dann direkten Zugriff auf die eigenen Facebook-Kontakte, RSS-Feeds, Lesezeichen und häufig genutzte Dienste. Es können direkt Links im sozialen Netzwerk gepostet oder gechattet werden.
Flock[56]
Flock basierte ehemals auf Mozilla Firefox, später auf Chromium. Ein „sozialer Browser“ mit besonderer Facebook-, Twitter-, LinkedIn-, Flickr- und YouTube-Anbindung. Inzwischen wurde die Entwicklung eingestellt.

Weblinks

 Commons: Google Chrome – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Google Chromium Lizenz (Google Chrome-Executable). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  2. Google Chrome – Nutzungsbedingungen (Google Chrome-Executable). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  3. Projektseite von Chromium. Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  4. Quelltext von Google Chrome und Chromium (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  5. Google Chrome, Chromium, and Google (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  6. Coding Style (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2011.
  7. Sourcecode von V8 (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  8. Chromium Blog: Multi-process Architecture (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  9. Beschreibung von Google Chrome als Comic Zeichnung (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  10. http://html5test.com/results.html
  11. Google Entwicklerdokumentation (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  12. a b Google Entwicklerdokumentation zur Multiprozessor Architektur (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  13. Google Entwicklerdokumentation zur Communication Architektur (English). Google INC.. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  14. Internet-Browser im Test: Benchmarks mit Firefox 4 Beta 1 gegen Safari, Chrome, Opera und Internet Explorer. In: PCGames Hardware Online. Computec Media AG, 8. Juli 2010, abgerufen am 2. Oktober 2010.
  15. Marc Heuse: Pwn2Own-Wettbewerb: An Chrome versuchte sich keiner. 10. März 2011, abgerufen am 11. März 2011.
  16. BSI-Position zu Google-Chrome. 15. Dezember 2008, abgerufen am 11. März 2011.
  17. Chris Evans: Celebrating Six Months of Chromium Security Rewards. Google Chrome Security, 20. Juli 201, abgerufen am 11. März 2011 (englisch).
  18. Chromium Developer Documentation (English). Google INC.. Abgerufen am 28. Mai 2009.
  19. BSI-Position zu Google-Chrome. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, 9. September 2008, abgerufen am 18. März 2011.
  20. Google Chrome mit Kratzern (Deutsch). Berliner Zeitung. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  21. „Bequem, aber kritisch“ (Deutsch). Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  22. Datenübertragungsnachweise an Google (BLOG) (Deutsch). Synflood.at. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  23. Eindeutige Nummer des Browsers abschalten (Deutsch). Golem.de. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  24. At the end of the rainbow, a new pot of Chrome! (Englisch). Google (17. März 2010). Abgerufen am 19. Juli 2011.
  25. Google Chrome Privacy Policy (English). Google INC. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  26. Chrome Release Channels (English). The Chromium Projects. Abgerufen am 24. November 2011.
  27. Kevin Purdy: <<ides-bleeding+edge-updates-alongside-stable-chrome Chrome Canary Build Provides Bleeding-Edge Updates Alongside Stable Chrome (English). Lifehacker.com. Abgerufen am 4. Juni 2011.
  28. Weitere Änderungen betreffen Web SQL Database, Web Storage, Application Cache und Web Sockets, Version für Mac und Linux als Beta-Version.
  29. Google Chrome 4.1 mit neuen Datenschutzeinstellungen und Übersetzung – Artikel beim GoogleWatchBlog, vom 2. März 2010
  30. Google stellt Google Chrome offiziell für Linux und Mac vor – Google Chrome 5.0 – Artikel beim GoogleWatchBlog, vom 25. Mai 2010
  31. Google Chrome 6 ist fertig – Artikel bei GoogleWatchBlog, vom 2. September 2010
  32. Beta Channel Update – Artikel bei Google Chrome Releases, vom 4. November 2010
  33. Goógles Chrome 8 ist fertig (3. Dezember 2010). Abgerufen am 23. Januar 2011.
  34. golem.de „Speechify“ von Google. Abgerufen am 6. April 2011.
  35. googlewatchblog.de – Google Chrome 11 mit neuem Icon. Abgerufen am 20. März 2011.
  36. Google Chrome Blog: Update zu Version 12.0.742.91. Abgerufen am 7. Juni 2011
  37. Beitrag: offizieller Chrome Blogspot. Abgerufen am 17. Juni 2011
  38. golem.de Chrome-15-Beta mit neuen Tabs Abgerufen am 3. Oktober
  39. Google-Browser mit Cloud-Anbindung Abgerufen am 4. November
  40. Communications between Chromium/Google Chrome and service providers
  41. a b c d Google Chrome Privacy Whitepaper
  42. &rlz= in Google referrer: Organic traffic or AdWords?. Abgerufen am 23. Januar 2011.
  43. In The Open, For RLZ (2. Juni 2010). Abgerufen am 3. Juni 2010.
  44. Browser muss direkt vonGoogle-Chrome-Webseite heruntergeladen werden, um den RLZ Identifier auszuschalten.
  45. a b Google Reacts to Some Chrome Privacy Concerns. Abgerufen am 24. September 2008.
  46. a b Kann ausgeschaltet werden.
  47. Protokollierungsrichtlinien für die Instant-Funktion von Google Chrome. Abgerufen am 4. Februar 2011.
  48. Default Search Engine – Google Chrome Help. Abgerufen am 23. Januar 2011.
  49. ChromePlus (English). Maple Studio. Abgerufen am 25. September 2009.
  50. Fragen und Antworten zu Google Chrome (English). codeweavers.com. Abgerufen am 9. Januar 2009.
  51. Kein Produktivstatus für Crossover Chromium (English). codeweavers.com. Abgerufen am 28. Januar 2010.
  52. Download SRWare Iron (German). SRWare. Abgerufen am 28. Februar 2010.
  53. Stainless als weitere alternative zu Google Chrome für Mac OS X (English). Mesa Dynamics, LLC. Abgerufen am 6. Februar 2009.
  54. Comodo Dragon Internet Browser (English). Comodo. Abgerufen am 1. Januar 2011.
  55. RockMelt Blog (English). Abgerufen am 1. Januar 2011.
  56. Flock Browser (English). Abgerufen am 11. März 2011.

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