Hamburg-Jenfeld


Hamburg-Jenfeld
Wappen von Hamburg

Jenfeld
Stadtteil von Hamburg

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Koordinaten 53° 34′ 20″ N, 10° 8′ 10″ O53.57222222222210.13611111111118Koordinaten: 53° 34′ 20″ N, 10° 8′ 10″ O
Höhe 18 m
Fläche 5 km²
Einwohner 25.212 (31. Dez. 2003)
Bevölkerungsdichte 5042 Einwohner/km²
Postleitzahl 22043, 22045
Vorwahl 040
Bezirk Wandsbek
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Jenfeld ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Wandsbek.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Ausdehnung des Stadtgebiets

Im Osten Jenfelds deckt sich die Stadtteilgrenze mit der Landesgrenze von Hamburg und Schleswig-Holstein. Im Süden deckt sich die Stadtteilgrenze zwischen Jenfeld und Billstedt mit dem Verlauf der Autobahn (A 24). Dort liegt auch die Autobahn-Anschlussstelle Hamburg-Jenfeld (Anschlussstelle Nr. 2).

Nachbargemeinden

Der Stadtteil wird umgrenzt von:

Der See im Jenfelder Moorpark

Wasserläufe

Im Osten wird Jenfeld vom Schleemer Bach und der in ihn mündenden Barsbek durchflossen, bevor er im südlich angrenzendem Billstedt den Öjendorfer See speist und schließlich in die Bille fließt. Im Zentrum Jenfelds entspringt der Jenfelder Bach, der in Billstedt wiederum in den Schleemer Bach mündet. Außerdem befindet sich im Nordwesten des Stadtteils der Teich vom Jenfelder Moorpark.

Geschichte

Der Name Jenfeld leitet sich von Gelevelde ab, das „gelbes Feld“ bedeutet und auf den Sandboden der Gegend verweist. Das Dorf wurde 1304 erstmalig urkundlich erwähnt. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts gehörte es zum Kloster Reinbek. Als im Zuge der Reformation der Klosterbesitz aufgelöst wurde, kam das Dorf 1529 wieder in landesherrlichen Besitz und wurde dem Amt Reinbek zugeordnet.

Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen 1867 wurde Jenfeld dem neu gegründeten Kreis Stormarn zugeordnet. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam es zum Amtsbezirk Barsbüttel. 1927 wurde Jenfeld in die Stadt Wandsbek eingemeindet. Jenfeld beherbergte von 1933 an drei Kasernen, die Douaumont-, Lettow-Vorbeck- und v. Estorff-Kaserne. Diese sind heute teilweise zu Wohngebieten oder der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr umgebaut worden. 1938 kam Jenfeld gemeinsam mit Wandsbek aufgrund des 1937 beschlossenen Groß-Hamburg-Gesetzes zu Hamburg.

Einwohnerentwicklung

  • 1900: 424
  • 1925: 765
  • 2002: 25.816

Politik

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Jenfeld zum Wahlkreis Wandsbek. Die Bürgerschaftswahl 2008 führte zu folgendem Ergebnis[1]:

  • SPD 55,6% (+17,3)
  • CDU 21,4% (-20,8)
  • Die Linke 7,0% (-0,5)
  • FDP 5,1% (+0,8)
  • GAL 4,8% (+0,9)
  • Übrige 6,1% (+2,2)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Jenfeld verfügt über eine Autobahnauffahrt zur BAB 24.

Diverse Buslinien des HVV verbinden Jenfeld mit der Innenstadt, Wandsbek-Markt, Farmsen, Rahlstedt, Barsbüttel sowie Billstedt.

Nächstgelegene Bahnhöfe sind:

  • Hamburg-Wandsbek sowie Hamburg-Tonndorf (früher Wandsbek-Ost) der Regionalbahn (R10)
  • U-Bahn Wandsbek-Markt sowie U-Bahn Farmsen (U1)
  • U-Bahn Billstedt (U2)

Von 1954 bis 1960 verkehrte die Linie 16 der Straßenbahn zwischen Wandsbek-Markt und Jenfeld.

Bildung

Auf der Otto-Hahn-Gesamtschule können alle Schulabschlüsse erworben werden. Im Denksteinweg gibt es eine Haupt- und Realschule, in der Oppelner Straße eine Grundschule. In der Jenfelder Straße, in der Charlottenburger Straße und im Öjendorfer Damm bestehen Grundschulen. Eine Sonderschule für geistig behinderte Kinder gibt es im Bekkamp.

Für Soldaten der Bundeswehr besteht in Jenfeld die Helmut-Schmidt-Universität.

Eingang der Helmut Schmidt Universität

Kinder- und Jugendeinrichtungen

In Jenfeld gibt es eine Vielzahl von Kinder- und Jugendeinrichtungen in freier und kommunaler Trägerschaft: Haus der Jugend, Straßensozialarbeit, Jugendclub, Jugendzentrum, Freie Kulturinitiative, Your Life - Beratung für Mädchen und junge Frauen, Bauspielplatz Gleiwitzer Bogen, Jugendsozialarbeit der Kirchengemeinde Der Gute Hirte und die Jenfelder Kaffeekanne, ein Nachbarschaftstreff für Kinder und Jugendliche.

Im Januar 2006 eröffnete das christliche Kinder- und Jugendwerk Die Arche. Zunächst gastierte das Projekt im Gemeindehaus der Friedenskirche Jenfeld, seit Ende 2007 steht jedoch ein eigenes Gebäude auf dem Gelände der Friedenskirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sport

Zentrum Hamburger Fußball Verband

In Jenfeld hat seit 2001 der Hamburger Fußball-Verband seinen Sitz und betreibt dort auch seine Sportschule. Die Einrichtungen (Sporthalle, Kunst- und Naturrasenplatz) stehen zeitweise auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung.

Zentraler Platz

Denkstein mit einer der drei Eichen

Im Denksteinweg/Bei den Höfen wurde im September 2003 der symbolische Grundstein für den „zentralen Platz Jenfeld“ gelegt. Zentrum des zentralen Platzes ist der vorhandene Denkstein mit seinen umgebenden drei Eichen. Zur 700-Jahrfeier von Jenfeld im Sommer 2004 erstrahlte der neu geschaffene verkehrsberuhigte Bereich (Schrittgeschwindigkeit, max. 7 km/h erlaubt) mit seinen angrenzenden Häusern in neuem Glanz.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter Jenfelds

  • Die Pop-Sängerin Jasmin Wagner (Blümchen) wuchs in Jenfeld auf.
  • Musikproduzent, Rapper und Sänger Toni Cottura ist in Jenfeld aufgewachsen.
  • Der Schriftsteller Nils Mohl wuchs in Jenfeld auf und lebt dort.

Sonstiges

Teile Jenfelds gelten als sozialer Brennpunkt. Während in West-Jenfeld mit der Universität der Bundeswehr, den Einfamilienhäusern und einem Alten-/Pflegeheim „Alt-Jenfeld“ noch erkennbar ist, wird Jenfeld-Ost durch Sozialwohnungen aus den 1970er-Jahren geprägt. Die Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch.

Mittelpunkt und Trennlinie Jenfelds ist mittlerweile das Jenfelder Einkaufszentrum Jen.

Einkaufszentrum JEN

Jenfeld geriet 2005 bundesweit wegen des Mordfalls Jessica in die Schlagzeilen. Damals hatten Jenfelder Eltern ihre siebenjährige Tochter derart vernachlässigt, dass sie verhungerte. Die Eltern wurden in der Folge zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

Weblinks

 Commons: Hamburg-Jenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.statistik-nord.de/uploads/tx_standocuments/6.2Stadtteile_in_Prozent_Landeslisten.pdf

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