Jerzykowice Wielkie

Jerzykowice Wielkie
Jerzykowice Wielkie
Wappen fehlt
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Jerzykowice Wielkie (Polen)
Jerzykowice Wielkie
Jerzykowice Wielkie
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Geographische Lage: 50° 26′ N, 16° 16′ O50.43611111111116.27Koordinaten: 50° 26′ 10″ N, 16° 16′ 12″ O
Höhe: 450–470 m n.p.m
Einwohner:

80

Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Jerzykowice Wielkie (deutsch Großgeorgsdorf) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es gehört zur Gemeinde Lewin Kłodzki.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Jerzykowice Wielkie liegt an den südwestlichen Ausläufern des Heuscheuergebirges. Nachbarorte sind Jakubowice (Jakubowitz) im Norden, Darnków, Żyznów und Gołaczów im Osten, Dańczów im Südosten, Jeleniów im Süden, Zakrze im Südwesten und Kudowa-Zdrój im Westen.

Geschichte

Großgeorgsdorf soll um 1450 durch den damaligen Landesverweser und späteren König von Böhmen Georg von Podiebrad gegründet und nach ihm benannt worden sein.[1] Zusammen mit benachbarten Dörfern wurde es 1477 durch dessen Sohn Heinrich d. Ä. der Herrschaft Hummel eingegliedert, die im gleichen Jahr der Grafschaft Glatz zugeschlagen wurde. 1561 erwarb der böhmische Landesherr die Herrschaft Hummel. Auch nach deren Auflösung 1595 blieben die zugehörigen Ortschaften im Besitz der königlichen Kammer. Sie verkaufte 1684 Großgeorgsdorf und die benachbarten Dörfer Gellenau, Sackisch, Tanz, Tassau, Järker und Kleingeorgsdorf zur Finanzierung der Türkenkriege dem Kaspar Josef von Alten, dem schon das Freirichtergut in Gellenau gehörte. Dadurch wurde Großgeorgsdorf zur neu gebildeten Herrschaft Gellenau untertänig. Es war zur Pfarrkirche St. Michael in Lewin eingepfarrt.

Nach den Schlesischen Kriegen kam Großgeorgsdorf zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert. Es bildete eine eigene Landgemeinde und gehörte zum Amtsbezirk Gellenau. 1939 wurden 121 Einwohner gezählt. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel es 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde zunächst in Błażejowice und später in Jerzykowice Wielkie umbenannt[2]. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1975–1998 gehörte Jerzykowice Wielkie zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Sehenswürdigkeiten

  • Hölzerner Glockenturm aus dem Jahre 1847

Verweise

Literatur

  • Franz Albert: Die Geschichte der Herrschaft Hummel und ihrer Nachbargebiete. Erster Teil: Die Herrschaft Hummel bis zum Jahre 1477. Im Selbstverlag des Verfassers, 1932
  • Verlag Aktion Ost-West e.V.: Das Glatzer Land. ISBN 3-928508-03-2, S. 48

Weblinks

Fußnoten

  1. Da die Herrschaft Náchod erst 1456 in den rechtmäßigen Besitz Georg von Podiebrads kam, kann vermutet werden, das Großgeorgsdorf erst nach diesem Jahr gegründet wurde.
  2. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník 5, 2003, S. 374

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