Katholische Volkspartei der Schweiz

Katholische Volkspartei der Schweiz

Die Katholische Volkspartei der Schweiz ist eine an der katholischen Soziallehre orientierte Schweizer Partei.

Sie wurde am 26. November 1994 unter dem Namen „Christlich-konservative Volkspartei“ (CKP) in Zürich gegründet. Der deutschsprachige Name wurde 1995 in „Katholische Volkspartei“ geändert. Die Parteimitglieder setzen sich aus ehemaligen Mitgliedern der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) und zuvor parteiungebundenen Christen zusammen.

Die KVP politisiert gemäss der katholischen Soziallehre. Eine Hauptgrundlage ihrer Politik ist das Naturrecht. Von daher versteht sie sich als christlich-wertbeständige, soziale Partei mit Respekt vor der Schöpfung. Ihre Kernthemen sind das Leben, die Familie, die Armut und die Religionspolitik. Die KVP war bis 2008/2009 in den Kantonen Aargau, Luzern, St. Gallen, Thurgau und Zürich vertreten. Im Rahmen der Auseinandersetzungen zur Volksinitiative „Gegen den Bau von Minaretten“ beschloss die Partei die Nein-Parole. Dies brachte ihr einen Mitgliederverlust von rund einem Drittel ein. Seit 2009 sind die ehemaligen kantonalen Sektionen in Geschäftsstellen umgewandelt.

Wahlergebnisse

Die KVP trat zwischen 1995 und 2007 zu den Wahlen für den Schweizer Nationalrat an. Bei jeder Wahl präsentierte sie einen Wahlvorschlag im Kanton Thurgau, 1995 und 2007 respektieve 2003 und 2007 auch im Kanton St.Gallen. Die KVP war dabei jeweils weit davon entfernt einen Sitz zu gewinnen; Sie kam nie über 2000 Stimmen, oder einen Wähleranteil von einem Promille.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Stimmen und Wähleranteil der KVP bei den Nationalratswahlen auf schweizerischer und kantonaler Ebene.

Jahr Schweiz (%) Aargau St.Gallen Thurgau
1995 1'810 0,10% 976 0,7% keine Teilnahme 842 1,4%
1999 569 0,03% keine Teilnahme keine Teilnahme 569 0,9%
2003 937 0,04% keine Teilnahme 511 0,4% 426 0,7%
2007 1'102 0,05% 525 0,3% 525 0,2% 265 0,4%

Für Kantonsparlamente kandidierte die KVP 1996 im Kanton Thurgau (0,6%)[1], 1997 im Aargau (0,3%)[2] und 2004 erneut im Thurgau sowie im Kanton St. Gallen (in beiden Kantonen je 0,1%).[3]

Weblink

Einzelnachweise

  1. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_1996.pdf
  2. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_1997.pdf
  3. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_2004.pdf

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Katholische Volkspartei — ist/war der Name verschiedener Parteien. Katholische Volkspartei der Schweiz Katholische Volkspartei (Polen), Nachfolger des Zentrums in der Zweiten polnischen Republik Katholische Volkspartei (Baden), Vorgängerpartei des Zentrums in Baden… …   Deutsch Wikipedia

  • Katholische Volkspartei — Katholische Volkspartei,   1) gegründete konservative Partei in Österreich, ging aus dem Hohenwartklub (Hohenwart, Karl Sigmund Graf von) hervor, verschmolz 1907 mit den Kräften der christlich sozialen Bewegung zur Christlichsozialen Partei.  … …   Universal-Lexikon

  • Liste der politischen Parteien in der Schweiz — Die politischen Parteien der Schweiz sind stark vom Schweizer Föderalismus geprägt: Die Schweiz ist in drei Ebenen aufgeteilt: die nationale Ebene, die kantonale Ebene und die Gemeindeebene. Auf allen drei Ebenen werden Parlamente gewählt (auf… …   Deutsch Wikipedia

  • Politische Parteien in der Schweiz — Parteienbaum der Schweiz Die politischen Parteien der Schweiz sind stark vom Schweizer Föderalismus geprägt. Die Schweiz ist in drei Ebenen aufgeteilt: die nationale Ebene, die kantonale Ebene und die Gemeindeebene. Auf allen drei Ebenen werden… …   Deutsch Wikipedia

  • Frauenstimmrecht in der Schweiz — Das Frauenstimmrecht in der Schweiz (Stimm und Wahlrecht) wurde durch eine eidgenössische Abstimmung am 7. Februar 1971 eingeführt. Formell wurde das Frauenstimmrecht am 16. März 1971 wirksam. Die Schweiz war somit eines der letzten europäischen… …   Deutsch Wikipedia

  • Geschichte der Schweiz — «Der Stammbaum der Eidgenossenschaft». Das Schmuckblatt des 19. Jahrhunderts illustriert die Entstehung des 1848 gegründeten modernen Schweizer Bundesstaates Die Geschichte der Schweiz beginnt als Bundesstaat in ihrer gegenwärtigen Form mit der… …   Deutsch Wikipedia

  • Kontroverse um den Bau von Minaretten in der Schweiz — Seit 2006 bestehende Streitigkeiten um Minarettbauten in den Schweizer Gemeinden Wangen bei Olten, Langenthal und Wil SG lösten in der Schweiz eine gesamtgesellschaftliche Kontroverse um den Bau von Minaretten aus, die von den Medien oftmals als… …   Deutsch Wikipedia

  • Konservativ-Christlichsoziale Volkspartei — Basisdaten Gründungsdatum: 1882 (KK 1912, CVP 1970) Präsidium: Christophe Darbellay …   Deutsch Wikipedia

  • Schweiz [2] — Schweiz (Gesch.). Die ersten Bewohner der S. sollen celtischen Ursprungs gewesen u. von Nordost eingewandert sein. Sie waren in vier Stämme getheilt, wurden zusammen Helvetier genannt u. lebten in freier Verfassung. Nach ihnen hieß das Land… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schweiz — Helvetien; Helvetische Republik; Schweizerische Eidgenossenschaft; Helvetia; Eidgenossenschaft; Confoederatio Helvetica (lat.) * * * Schweiz [ʃvai̮ts̮], die; : Staat in Mitteleuropa: sie leben in der Schweiz; in die Schweiz fahren; aus der… …   Universal-Lexikon

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”