Antependium


Antependium
Altar mit Antependium, Kathedraal Antwerpen
Rotes Jugendstil-Antependium der Kreuzkirche (Dresden)

Das Antependium (von lat. ante „vor“ und pendere „hängen“) ist ursprünglich ein reich verzierter und bestickter Vorhang aus Stoff vor oder an den Seiten des Stipes (Altarunterbau). Gebräuchlich sind diese Vorhänge seit dem 4. Jahrhundert. Im Mittelalter ist der Altar von der Mensa (Altarplatte) bis zum Boden oft nicht mit Stoff, sondern mit Holz, Edelmetall oder Stein auch an der Rückseite (Dorsale, franz. dossier) verkleidet, häufig auch mit Verzierungen geschmückt. Auch diese Verkleidung wird Antependium genannt. Seit 1570 war in der katholischen Kirche ein Stoffbehang vorgeschrieben.

Antependien sind sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche in Gebrauch. Antependien dienen in der Regel als Altar- und als Kanzelbehang. Sie sind wie alle Paramente in den liturgischen Farben gehalten und meistens mit zur Kirchenjahreszeit passenden Symbolen versehen.

Erhaltene Antependien von hohem künstlerischem Wert sind beispielsweise:

Literatur

  • Josef Braun SJ: Altarantependium (in der katholischen Kirche), in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. 1, Stuttgart 1934, Sp. 441-458, Onlineversion.
  • Georg Stuhlfauth: Altarantependium (in der protestantischen Kirche), in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. 1, Stuttgart 1934, Sp. 459-466, Onlineversion.

Weblinks

 Commons: Antependium – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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