Lockwitz

Lockwitz
Lockwitz
Stadtteil der Landeshauptstadt Dresden
Koordinaten: 50° 59′ N, 13° 48′ O50.98722222222213.806388888889130Koordinaten: 50° 59′ 14″ N, 13° 48′ 23″ O
Höhe: 130–205 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Jan. 1930
Postleitzahl: 01257
Vorwahl: 0351
Karte

Lage der Gemarkung Lockwitz in Dresden

Lockwitztalbrücke der Autobahn 17
Die Wettersäule am Lockwitzbach (1913 errichtet)

Lockwitz ist ein Stadtteil im äußersten Südosten der Stadt Dresden. Zum Statistischen Stadtteil Lockwitz gehören noch die angrenzenden Orte Kauscha, Luga und Nickern. Tatsächlich befindet sich in Lockwitz die südlichste Bebauung der Stadt. Zu dieser gehört die etwa 65 Meter hohe Lockwitztalbrücke der A 17 über den Lockwitzgrund. Lockwitz liegt am nördlichen Ende dieses Tals am gleichnamigen Lockwitzbach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Lockwitz wurde 1288 erstmals erwähnt. Es gehörte damals zur reichsunmittelbaren Burggrafschaft Dohna und kam erst nach deren Niedergang 1402 zur Markgrafschaft Meißen, dem Vorläufer Sachsens.

Der Name leitet sich aus dem sorbischen „Lucawicz“ ab und bedeutet „Ort am Wiesenbach“ oder „Ort an der Aue“. Das später entstandene Rittergut besaß die Obere Gerichtsbarkeit, konnte also harte Strafen verhängen und vollziehen. Im 19. Jahrhundert blühte die halbindustrielle Mühlenverarbeitung in Lockwitz auf und ermöglichte so einen Wandel vom Bauernstand zum bürgerlichen Ort. Durch den nahen Obstanbau entstand eine wichtige Kelterei. Im Jahr 1906 wurde Lockwitz an das Dresdner Straßenbahnnetz durch die Lockwitztalbahn angeschlossen, welche 1977 durch eine Buslinie ersetzt wurde. Im Jahr 1930 wurde Lockwitz nach Dresden eingemeindet.

Bebauung

An die Grundstruktur eines Rundlings erinnert die Bezeichnung des zentralen Dorfplatzes als „Am Plan“. Die dörfliche Struktur blieb trotz der frühen Eingemeindung im Jahr 1930 erhalten. Der Dorfkern liegt etwa zwei Kilometer vom südlichen Stadtrand, der gleichzeitig die Grenze des Stadtteils bildet, entfernt. Im Dorfkern befindet sich auch ein Gutsherrenschloss, das Anfang des 18. Jahrhunderts mit der evangelischen Schlosskirche Lockwitz baulich verbunden wurde.

Verkehr

Der Stadtteil ist über Buslinien direkt mit dem Hauptbahnhof verbunden. Das etwa 10 Kilometer entfernte Stadtzentrum ist in etwa 20 Minuten zu erreichen. Der Stadtteil wird im Norden von der Bundesstraße 172 geschnitten. Lockwitz ist zudem von der A 17 sowohl über die Autobahnabfahrt Prohlis als auch über die Abfahrt Heidenau erreichbar.

Angrenzende Stadtteile und Gemeinden

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Lockwitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 75.

Weblinks

 Commons: Lockwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Lockwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

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