Maria Schmitz (Politikerin)

Maria Schmitz (Politikerin)
Maria Schmitz

Maria Johanna Schmitz (* 5. Februar 1875 in Aachen; † 9. Juli 1962 in Essen) war eine deutsche Politikerin des Zentrums.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Besuch der Höheren Mädchenschule und des Lehrerinnenseminars war Schmitz bereits mit 19 Jahren als Lehrerin an der Höheren Mädchenschule Caspari in Trier tätig. Von 1900 bis 1902 besuchte sie Oberlehrerinnenkurse für die Fächer Deutsch und Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen). Von 1903 bis 1910 war sie an der städtischen Lehrerinnenbildungsanstalt in ihrer Heimatstadt Aachen in der Ausbildung junger Lehrerinnen aktiv. Anschließend war sie an der Studienanstalt St. Ursula in Aachen tätig. Sie war 1907 an der Gründung des Hildegardisvereins beteiligt, dessen 2. Vorsitzende sie wurde. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagierte sie sich zudem von 1911 bis 1916 als ehrenamtliche Geschäftsführerin des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen, dessen Vorsitzende sie von 1916 bis 1953 war. Auch in vielen weiteren katholischen Vereinen war sie aktiv tätig. Sie wurde unter anderem mit dem päpstlichen Kreuz Pro ecclesia et pontifice und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Abgeordnete

Schmitz gehörte 1919/20 der Weimarer Nationalversammlung für das ZENTRUM an. Bei der Reichstagswahl 1920 kandidierte sie zwar, wurde aber aufgrund ihres schlechten Listenplatzes nicht gewählt. In der Nationalversammlung setzte sie sich für die Beibehaltung des Lehrerinnenzölibats ein, konnte sich damit am 17. Juli 1919 jedoch nicht gegen SPD, DDP, DVP und USPD durchsetzen, die diese Sonderregel zulasten weiblicher Beamter aus dem Verfassungsentwurf strichen.

Veröffentlichungen

  • Die Beziehungen Friedrich Barbarossas zu Aachen, in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, Band 24, Aachen 1902, Seiten 1 ff.
  • Vom christlichen Stande der Ehelosigkeit, in: Wochenschrift für katholische Lehrerinnen, Jg. 1928, Seiten 405 ff.
  • Die Idee des Hildegardisvereins und seine Gründung, in: Die christliche Frau, Jg. 1957, Seiten 82f.

Weblinks


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