Marky Ramone


Marky Ramone
Marky Ramone 2009

Marky Ramone (* 15. Juli 1956 in New York City als Marc Bell) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger. Einem internationalen Publikum wurde er ab 1978 bekannt als Mitglied der US-Punk-Band Ramones.

Karriere

Marc Bell war in den späteren 1960er-Jahren Mitglied einer Band namens Dust. 1977 nahm er mit der New Yorker Punk-Band um Richard Hell, The Voidoids, deren Album Blank Generation auf.

Im Jahr 1978 wurde Marc Bell als Nachfolger von Schlagzeuger Tommy Ramone Mitglied der seit 1974 bestehenden Ramones und nahm, dem Band-Prinzip folgend, das Pseudonym Marky Ramone an. Mit einer Unterbrechung von 1983 bis 1987 – eigenen Angaben zufolge befand er sich in Behandlung wegen seiner Suchtproblematik – war er bis zur Auflösung der Band im Jahr 1996 ihr Schlagzeuger. Seit 2004 sind Marky und C.J. Ramone die letzten beiden noch lebenden Mitglieder der letzten Formation der Ramones; mit Tommy Ramone lebt nur noch ein Mitglied der Originalbesetzung von 1974.

Nach Auflösung der Ramones gründete er die Band Intruders, mit denen er 1997 das selbstbetitelte Album Marky Ramone and the Intruders herausbrachte. 1999 folgte ein zweites Album Don’t Blame Me. Nach einigen Tourneen, die sie auch nach Europa brachte, löste sich die Band wieder auf. Seit 2000 spielte er bei den Bands Buckweeds, The Speed Kings und Misfits, seit 2006 bei Osaka Popstar. Er gilt als großer Fan von Science-Fiction-Filmen der 1950er-Jahre.

Einige Gastauftritte hatte Marky Ramone bei der brasilianischen Punk-Band Tequila Baby aus Porto Alegre. Unter anderem ist er auf der CD und DVD Tequila Baby & Marky Ramone Live (2006) zu hören.

Im Jahr 2007 tourte Marky Ramone mit Band durch diverse Clubs. Aktuell ist er mit seiner Band Marky Ramone’s Blitzkrieg auf Tournee, als Sänger fungiert Michale Graves.

Ehrungen, Auszeichnungen

Literatur

  • Monte Melnick/Frank Meyer: Auf Tour mit den Ramones. Hannibal Verlag, Innsbruck 2010. ISBN 978-3-85445-327-7
  • Everett True: Hey Ho Let’s Go. The Story Of The Ramones (englisch). Omnibus Press, London/New York 2002. ISBN 0-7119-9108-1

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