Manier und Manierirt (Musik)

Manier und Manierirt (Musik)

Manier und Manierirt (Musik). Verzierungen der Melodie, gehören zu den seinen Toilettenkünsten der Musik, die, wie Bänder, Schleifen und kleine Schmucksachen, dem Anzug erst den Stempel der Vollendung geben. Wie hier, so in der Musik, sind es festgesetzte, vorgeschriebene (Vor-, Nach-, Doppelschlag, Triller etc.) und willkürliche, der Wahl des Ausführenden überlassen. Erstere verlangen nur mechanisches Geschick, letztere außerdem noch Geschmack. Wer sich bestimmten Manieren ergibt, die in ihrer Wiederkehr ermüden und geschmacklos werden, wie ein stets nach gleichem Schnitt gefertigtes Kleid, wird in seinem Vortrage manierirt.

–k.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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