Asbach (Obrigheim)
Wappen

Asbach ist ein Dorf im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg, das seit 1973 nach Obrigheim eingemeindet ist.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Asbach liegt im Tal des Schwarzbachs im Übergang von Kraichgau zu Kleinem Odenwald im nördlichen Baden-Württemberg etwa sieben Kilometer westlich von Obrigheim.

Geschichte

Asbach wurde urkundlich erstmals im Jahr 1100 erwähnt. Im Gewann Burggärten, wo sich heute Schrebergärten befinden befand sich die Burg Asbach.

Im 14. Jahrhundert hatte das Adelsgeschlecht derer von Obrigheim den Ort als speyerisches Lehen inne. Asbach kam 1380 unter kurpfälzische Landeshoheit und wurde vom Amt Obrigheim verwaltet. 1803 kam der Ort an Baden. 1939 wurden 609 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 660.[1] 1944 kam es zur Errichtung von Außenkommandos des Konzentrationslagers Neckarelz und der dort zugehörigen Stollen in Obrigheim in Asbach am Bahnhof und im Mörtelsteiner Tunnel.

1973 wurde Asbach nach Obrigheim eingemeindet.

Bauwerke und Denkmäler

  • Die evangelische Kirche geht vermutlich auf einen mittelalterlichen Bau zurück. Über einem Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert errichtete man im 15. Jahrhundert einen neuen Chorturm mit darin vermauerten spitzbogigen Zwillingsarkaden (Biphorien). Das Kirchenschiff wurde 1752 neu aufgeführt. Von der Ausmalung im Chor sind Fragmente aus der Zeit um 1420/30 erhalten geblieben. Eine Steinkanzel mit dem Wappen derer von Habern, ist mit manieristisch-spätgotischen Ornamenten geschmückt und trägt die Jahreszahl 1563. Der Taufstein stammt im Wesentlichen von 1619 und wurde 1997 renoviert.
  • Die katholische Kirche stammt von 1890.
  • Das Schulhaus von 1839 weist ein auffälliges Doppelportal auf.
  • Die Verwaltungsstelle ist ein Zweckbau des späten 20. Jahrhunderts. Der Dorfbrunnen ist von 1895.
  • In der Ortsmitte befindet sich ein Grenzstein von 1558 mit der Aufschrift: „155 - 8 Ott - H P C“. Der Grenzstein markierte die Grenze zwischen dem zu Obrigheim gehörenden Kurpfälzischen Cameralwald und der Stüber Zent, zu der Asbach zählte, und weist auf den 1558 herrschenden Regenten hin: Kurfürst Ottheinrich (1502-1559).
  • Eine Tafel in der Ortsmitte erinnert an Philipp Gaa (1785-1851), ev. Pfarrer in Asbach 1844-51, der der badischen Revolution zum Opfer gefallen sein soll.

Meteorologischer Messmast

Bis vor einiger Zeit befand sich südlich des Gewerbegebiets TECHNO ein 169 Meter hoher meteorologischer Messmast bei 49°20'30" nördlicher Breite und 009°02'47" östlicher Länge. Dieser Mast wurde zwischenzeitlich abgebaut und an seiner Stelle ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise errichtet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden
49.341799.02617

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