Ascona
Ascona
Wappen von Ascona
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin
Bezirk: Locarnow
Gemeindenummer: 5091i1f3f4
Postleitzahl: 6612
UN/LOCODE: CH ASC
Koordinaten: (703431 / 112162)46.1538.7775196Koordinaten: 46° 9′ 11″ N, 8° 46′ 39″ O; CH1903: (703431 / 112162)
Höhe: 196 m ü. M.
Fläche: 5.0 km²
Einwohner: 5488 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.ascona.ch
Karte
Karte von Ascona
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Ascona ist eine politische Gemeinde im Kreis Isole, Bezirk Locarno des Kantons Tessin in der Schweiz. Die früheren deutschen Namen Aschgunen bzw. Aschonen werden heute nicht mehr verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Kurort liegt am Nordufer des Lago Maggiore, westlich des Maggia-Deltas. Jedes Jahr im Sommer findet in den Strassen von Ascona das JazzAscona-Festival statt. Nach dem Ort Ascona ist der Opel Ascona benannt.

Der Hügel über Ascona ist der Monte Verità, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine grosse kulturelle Bedeutung besass. Auf dem Monte Verità sammelten sich Aussteiger und Weltverbesserer und verkündeten in einer einzigartigen Mischung freie Liebe, Vegetarismus, Anarchie und kommunitäres Gedankengut.

Verkehr

Ende der 80er wurde unter dem Monte Verità ein 1,1 km langer Strassentunnel gebaut. Zuvor mussten die Autos immer durch die Asconeser Innenstadt, wodurch es dort besonders in der Ferienzeit ständig zu langen Staus kam. Heute fahren die Autos durch den Tunnel an Ascona vorbei, die alte Uferstrasse dient als Spazierweg und dem Anliegerverkehr.

Sehenswürdigkeiten

  • Casa Serodine, gegen 1620 von Cristoforo und G. Battista Serodine erbaut
  • Collegio Papio (1585) mit Renaissancehof und Flachrelief
  • Kirche Santa Maria della Misericordia (1519) mit spätgotischen Freskenzyklus und Polyptychon im Renaissancestil von Antonio de Lagaia* Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo (1599–1630) mit Altarbild der Krönung Mariens von Giovanni Serodine
  • Ruinen des Schlosses San Materno mit romanischer Kapelle
  • Strandbad (Lido) von Livio Vacchini (1982–87)

Kultur

Sport

Der 18-Loch-Golfplatz von Ascona ist Mitgliedsplatz eines 1928 gegründeten Golfclubs. Der von britischen Architekten gebaute Platz liegt in einer Parklandschaft nahe dem Seeufer und war mehrfach Austragungsort internationaler Turniere.

In Ascona befindet sich auch die weltweit älteste Minigolf-Anlage, eröffnet 1954.

Während der Fussball-Europameisterschaft 2008 schlug die deutsche Fussballnationalmannschaft in Ascona ihr Mannschaftsquartier auf und reiste von Ascona zu den jeweiligen Spielorten.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Curt Riess: Ascona, Geschichte des seltsamsten Dorfes der Welt. Europa, Zürich 1964
  • Robert Landmann: Ascona – Monte Verità, Auf der Suche nach dem Paradies. Benziger, Zürich 1973; Huber, Frauenfeld 2000, ISBN 3-7193-1219-4
  • Erich Mühsam: Ascona und Wiedersehen mit Ascona. Vereinigte Texte aus den Jahren 1905, 1930 und 1931. Sanssouci, Zürich 1979, ISBN 3-7254-0333-3
  • Marianne Werefkin: Impressionen von Ascona. Galleria via Sacchetti, Ascona 1988
  • Michela Zucconi-Poncini: Ascona. GSK, Bern 2003, ISBN 3-85782-744-0 (Schweizerische Kunstführer, Band 744/745)

Weblinks

 Commons: Ascona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
  2. Museum Ascona
  3. Knapp Ch., Borel M. und Attinger V.(Herausg): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: AA–Emmengruppe (S. 98), Neuenburg 1902
  4. Fremdenverkehrsamt des Kantons Tessin: http://www.ticino.ch/15/common_details.jsp?lang=de&id=24396 ,Stand vom 9. April 2007
  5. Bernd Fäthke, Marianne Werefkin, München 2001

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