Asko Europa-Stiftung
Asko Europa-Stiftung

(AES)

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Rechtsform: Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Zweck: Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung in Europa, europäische Integration
Vorsitz: Klaus-Peter Beck
Geschäftsführung: Stefan Mörsdorf
Gründungsdatum: 22. August 1990
Mitarbeiterzahl: 8
Sitz: Saarbrücken
Website: http://www.asko-europa-stiftung.de

kein Stifter angegeben

Die Asko Europa-Stiftung (Eigenschreibweise: ASKO EUROPA-STIFTUNG) ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sie definiert sich als gemeinnützig, überparteilich und frei von konfessionellen und anderen weltanschaulichen Einflüssen.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Arno Krause (2000)

Die Stiftung wurde im Jahr 1990 durch die Asko Deutsche Kaufhaus AG und die ASKO Vereinigung e.V. gegründet. Ihre Gründung verdankt die Stiftung im Wesentlichen der Initiative des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der ASKO Deutsche Kaufhaus AG und späteren Gründers der Europäischen Akademie Otzenhausen Arno Krause. Die Stiftungsaktivitäten sind überwiegend europäisch ausgerichtet. Mit ihrem Geschäftssitz Saarbrücken wurde bewusst eine Stadt gewählt, die inmitten der europäischen Kernregion nahe den europäischen Entscheidungszentren Straßburg, Luxemburg und Brüssel liegt und damit die europabezogene Ausrichtung der Stiftung dokumentiert.

Stiftungszweck und Ziele

Genereller Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung. Innerhalb dieses großen Rahmens ist es Anliegen der Stiftung, der Weiterentwicklung und dem Zusammenwachsen Europas in den genannten Bereichen Impulse zu geben und es zu beleben. Insbesondere wurden von dem Stiftungskuratorium zwei Ziele vorgegeben:

  • Entwicklung von Bewusstsein und Verständnis in allen Bevölkerungsgruppen, dass es keine Alternative zu einem vereinten Europa gibt.
  • Mobilisierung der Zivilgesellschaften hinsichtlich der Herausforderungen eines vereinten Europas für die Welt in Gegenwart und Zukunft.

Die Stiftung versteht sich als eine überwiegend operativ tätige Institution, sie fördert nur in begründeten Ausnahmefällen ihren Stiftungszielen entsprechend Projekte, Veranstaltungen und Publikationen.

Leitbild

Die Stiftung hat sich im Rahmen ihres Stiftungszwecks und ihrer Ziele folgende Leitbilder gegeben:

  • Europa soll
    • Chance und Modell für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Völker sein
    • Raum für kulturelle Vielfalt bieten
    • die politischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen der Globalisierung annehmen
    • politische Verantwortung in der Welt übernehmen
    • Frieden und Freiheit wahren

Strategie

Die Umsetzung der Stiftungsziele erfolgt durch eine Strategie, die sich unterschiedlicher Ansätze bedient:

  • Beiträge zu einem besseren Verständnis Europas durch die Initiierung von Forschungsprojekten
  • Förderung der öffentlichen Debatte über Europa durch die Einrichtung von Dialog- und Diskussionsforen
  • Vermittlung europäischer Zukunftsfragen durch europäisch und international ausgerichtete Bildungsprogramme
  • Mobilisierung der Zivilgesellschaften durch breit angelegte Informations- und Aufklärungskampagnen sowie durch die Herausgabe allgemein verständlicher Publikationen

Schwerpunkte

Mittel- und langfristig sollen die Stiftungsziele in folgenden Schwerpunkten konkretisiert werden:

  • Europa in der Großregion Saar-Lor-Lux
  • Die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich im Kontext mit Europa
  • Europa und seine internationalen Beziehungen
  • Die nachhaltige Entwicklung eines vereinten Europas

Stiftungsorgan und Stiftungsleitung

Stefan Mörsdorf (Januar 2008)

Organ der Asko Europa-Stiftung ist das Kuratorium, das bis zu zwölf Mitglieder umfassen kann. Zur Zeit (Stand: 2010) besteht es aus elf ehrenamtlich tätigen Kuratoren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Aufgabe des Kuratoriums ist die Kontrolle über die Einhaltung des Stiftungszwecks und die Entscheidung über den Einsatz von Stiftungsmitteln. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter repräsentieren die Stiftung gemeinsam nach außen.
Seit April 2010 leitet der ehemalige saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf die Asko Europa-Stiftung als Geschäftsführer.

Projekte (Auswahl)

  • START Saar: Stipendienprogramm für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund (in Kooperation mit der START-Stiftung und dem Ministerium für Bildung.)
  • Deutsch-französischer Dialog (jährlich stattfindender zweitägiger Kongress in der Europäischen Akademie Otzenhausen, 1998 begonnen. Der Kongress steht unter
  • Internationale Studienpgrogramme (in Kooperation mit der Europäischen Akademie Otzenhausen und verschiedenen Hochschulen und internationalen Universitäten): Austauschprogramm für interessierte und engagierte Studenten aus aller Welt, die Europa näher kennenlernen möchten.
  • Transatlantic Fall Symposium (in Kooperation mit der Texas A&M University, Texas, USA, ein jährlich stattfindendes Symposium, bei denen Wissenschaftler aus den USA und aus Europa wichtige Zukunftsthemen diskutieren und ihre Perspektiven austauschen.
  • Mut zur Nachhaltigkeit: dreizehn Bücher zur Zukunft der Erde (in Kooperation mit "Stiftung Forum für Verantwortung" und "Europäische Akademie Otzenhausen", 2007)

Kooperationspartner

Die Stiftung kooperiert im Rahmen ihrer Projekte mit festen Partnern aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft, Bildung und Kultur:


Literatur (Auswahl)

Eigene Publikationen

  • "Denkart". Schriftenreihe der Asko Europa-Stiftung. Baden-Baden: Nomos
  • Europäische Werte - ein Bildungsprojekt für Jugendliche. [Handbuch für Multiplikatoren in der politischen Bildungsarbeit; Loseblattausg. incl. CD-ROM]. Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verl., 2008. 240 S. ISBN 978-3-89974-371-5
  • Mut zur Nachghaltigkeit - dreizehn Bücher zur Zukunft der Erde. Vom Wissen zum Handeln. Hrsg: Klaus Wiegandt, Stiftung Forum für Verantwortung in Koop. mit Asko Europa-Stiftung u. Europäische Akademie Otzenhausen. Saarbrücken: Selbstverl., 2007. 40 S., bebildert. ISBN 978-3-9809166-4-6
    [Die einzelnen Bände sind erschienen bei: Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch Verl., 2007 - 2008]

Einzelbände der Reihe "Mut zur Nachhaltigkeit":

  • Jäger, Jill: Was verträgt unsere Erde noch? Wege in die Nachhaltigkeit.2007. ISBN 978-3-596-17270-2
  • Latif, Mojib: Bringen wir das Klima aus dem Takt? Hintergründe und Prognosen. 2007. ISBN 978-3-596-17276-4
  • Hahlbrock, Klaus: Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren? Bevölkerungsexplosion, Umwelt, Gentechnik. 2007. ISBN 978-3-596-17272-6
  • Schmidt-Bleek, Friedrich: Nutzen wir die Erde richtig? Die Leistung der Natur und die Arbeit des Menschen. 2007. ISBN 978-3-596-17275-7
  • Mauser, Wofram: Wie lange reicht die Ressource Wasser? Vom Umgang mit dem blauen Gold. 2007. ISBN 978-3-596-17273-3
  • Wagner, Hermann-Josef: Was sind die Energien des 21. Jahrhunderts? Der Wettlauf um die Lagerstätten. 2007. ISBN 978-3-596-17274-0
  • Münz, Rainer; Reiterer, Albert F.: Wie schnell wächst die Zahl der Menschen? Weltbevölkerung u. weltweite Migration. 2007. ISBN 978-3-596-17271-9
  • Rahmstorf, Stefan; Richardson, Katherine: Wie bedroht sind die Ozeane? Biologische u. physikalische Aspekte. 2007. ISBN 978-3-596-17277-1
  • Meyer, Bernd: Wie muss die Wirtschaft umgebaut werden? Perspektiven einer nachhaltigeren Entwicklung. 2008. ISBN 978-3-596-17278-8
  • Kaufmann, Stefan H. E.: Wächst die Seuchengefahr? Globale Epidemien u. Armut; Strategien zur Seucheneindämmung in einer vernetzten Welt. 2008. ISBN 978-3-596-17664-9
  • Reichholf, Josef H.: Ende der Artenvielfalt? Gefährdung u. Vernichtung von Biodiversität. 2008. ISBN 978-3-596-17665-6
  • Müller, Harald: Wie kann eine neue Weltordnung aussehen? Wege in eine nachhaltige Politik. 2008. ISBN 978-3-596-17666-3
  • Eichhorn, Wolfgang; Solte, Dirk: Das Kartenhaus Welfinanzsystem. 2009. ISBN 978-3-596-18503-0

Hinweis: Band 1 - 12 auch in englischer Sprache erhältlich.

Literatur zu Europa (Auswahl) Schriftenreihe Denkart Europa

  • Band 1, Werner Link: Auf dem Weg zu einem neuen Europa - Herausforderungen und Antworten. 2006. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-1942-2
  • Band 2, Martin Koopmann, Christian Lequesne (Hrsg.): Partner oder Beitrittskandidaten? Die Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union auf dem Prüfstand. 2006. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-1943-0
  • Band 3, Bernd Groß, Christian Wille, Claude Gengle, Patrick Thull (Hrsg.): SaarLorLux von A-Z. Handbuch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion. 2006. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-1944-9.
  • Band 4, Michael Meimeth, John Robertson, Susanne Talmon (Hrsg.): Integration und Identität in Einwanderungsgesellschaften. Herausforderungen und transatlantische Antworten. 2008. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-2873-1
  • Band 5, Frank Baasner (Hrsg.): Von welchem Europa reden wir? - Reichweiten nationaler Europadiskurse. 2008. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-3277-1
  • Band 6, Reihnhard Klimmt; Werner-Matthias Ried: Auf die Schiene mit der Großregion - La grande Région mise sur rail. 2010. Nomos-Verlag. ISBN 3-8239-6064-4
  • Band 7, Friedrich Jäger und Hans Joas (Hrsg.): Europa im Spiegel der Kulturwissenschaften. 2008. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-3414-6
  • Band 8, Oliver Geden und Severin Fischer (Hrsg.): Die Energie- und Klimapolitik der Europäischen Union. Bestandsaufnahme und Perspektiven. 2008. Nomos-Verlag.

ISBN 3-8329-3553-3

  • Band 9, Christof Mandry, Europa als Wertegemeinschaft. 2009. Nomos-Verlag. ISBN 3-8329-4615-2
  • Band 10, Hartmut Marhold/Michael Meimeth (eds): Sustainable Development in Europe: A comparative discourse analysis (nur in englischer Sprache).2009. Nomos-Verlag.

ISBN 3-8329-4997-6

  • Band 11, Frank Baasner (Hrsg.) Migration und Integration in Europa.2010. NOMOS-Verlag. ISBN 3-8329-5664-6

Hinweis: Band 12 und 13 erscheinen voraussichtlich Anfang Januar 2011.

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