August Schenk

August Joseph Schenk (* 17. April 1815 in Hallein; † 1891 in München) war ein deutscher Botaniker und Paläontologe. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Schenk“.

Schenk studierte in München, Erlangen, Wien und Berlin Naturwissenschaft und Medizin, habilitierte sich 1841 als Privatdozent für Botanik zuerst in München, dann in Würzburg; dort wurde er 1845 Professor der Botanik. 1868 folgte er einem Ruf an die Universität Leipzig, wo er auch den Botanischen Garten leitete. 1887 trat er in den Ruhestand.

Schriften

  • Über das Vorkommen kontraktiler Zellen im Pflanzenreich (Würzb. 1858)
  • Algologische Mitteilungen (in den „Verhandlungen der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft zu Würzburg“, Bd. 8 und 9)
  • Beiträge zur Flora der Vorwelt (Kassel 1863)
  • Beiträge zur Flora des Keupers und der rätischen Formation (Bamb. 1864, mit 8 Tafeln)
  • Die fossile Flora der Grenzschichten des Keupers und Lias Frankens (Wiesb. 1865–67, mit 45 Tafeln)
  • Die fossile Flora der nordwestdeutschen Wealdenformation (Kassel 1871, mit 22 Tafeln)
  • Pflanzen aus der Steinkohlenformation und jurassische Pflanzen aus China (in Richthofens „China“, Bd. 4, 1882).
  • Für die „Flora brasiliensis“ des deutschen Botanikers und Naturforschers Carl Friedrich Philipp von Martius bearbeitete er die Alströmeriaceen, für den Grafen Széchényi die auf seiner Reise gesammelten fossilen Pflanzen (1883)
  • Mitherausgeber: „Handbuch der Botanik“ (Bresl. 1879–86, 3 Bde. Daraus besonders abgedruckt: Die fossilen Pflanzenreste, 1888)
  • Mit Christian Luerssen gab er die „Mitteilungen aus dem Gesamtgebiet der Botanik“ (Leipz., 1871–75) heraus.
  • Auch an der Herausgabe von Zittels „Handbuch der Paläontologie“ ist er seit Schimpers Tod beteiligt.

Literatur

  • K.-P. Kelber, M. Okrusch (2006): Die geologische Erforschung und Kartierung des Würzburger Stadtgebietes von den Anfängen bis 1925.- Mainfränkische Hefte, 105: 71-115; Würzburg.
  • Ernst Wunschmann: Schenk, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 53, Duncker & Humblot, Leipzig 1907, S. 749–751.

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