Ramrath

Ramrath ist ein Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen und hat 560 Einwohner (männlich: 265, weiblich: 295, Statistik vom 30. Dezember 2005).

Inhaltsverzeichnis

Lage

Ramrath befindet sich auf einer Höhe von 54 NN und liegt damit etwas niedriger als die Nachbarorte. Südöstlich von Ramrath liegt Hoeningen. Westlich schließt sich Villau an die Ortschaft Ramrath an. Nordwestlich von Ramrath verläuft der Strategische Bahndamm.

Geschichte

Ramrath bestand ursprünglich bis zur französischen Besatzung aus zwei Teilen. Während der Ortsteil Ramrath links der Gilbach zum Kurfürstentum Köln gehörte, war das Gebiet rechts der Gilbach und die Ortschaft Villau seit dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine jülichsche Enklave im kurkölnischen Amt Hülchrath, die „Berghausen“ genannt wurde. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1794 wurde das linksrheinische Gebiet französisch. 1798 wurde das Rheinland von den Franzosen in vier Departements (Rur/Roer, Rhein-Mosel, Saar und Donnersberg) aufgeteilt. Departements waren in Arrondissements – etwa Regierungsbezirke – unterteilt, diese wiederum in Cantone – etwa Kreise – und diese wieder in Mairien – Bürgermeistereien. Als unterste Verwaltungseinheit entstand in diesem Gebiet die Mairie Evinghoven. Diese gehörte zum Kanton Dormagen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer. Nach dem Abzug der französischen Besatzungstruppen in Folge des Zusammenbruchs des napoleonischen Reiches 1814 wurde das katholisch geprägte Rheinland beim Wiener Kongress dem protestantischen Preußen zugesprochen. Seit 1839 gehörte Ramrath der Gemeinde Hoeningen in der Bürgermeisterei Evinghoven an. 1927 wurde die Bürgermeisterei Evinghoven in Amt Evinghoven umbenannt und 1975 in Rommerskirchen eingemeindet.

Lambertuskapelle zu Ramrath

Sehenswürdigkeiten

In Ramrath steht mit der Lambertuskapelle (etwa 9. Jahrhundert) eine der ältesten Kapellen im Rheinland. Der Ort gehört mit dem Ortsteil Villau zur kath. St. Stephanus-Gemeinde in Hoeningen.

Vereine

  • Tambourcorps Blüh Auf Ramrath-Villau
  • Schützenverein Ramrath-Villau e. V.
  • Fetenteam Ramrath Villau
  • Wander- und Mandolinenverein "Bogenschützen"
  • De Botterblömche
  • Geschichtskreis_Rommerskirchen

Literatur

Josef Schmitz: Leben am Gilbach II Gemeinde Hoeningen mit den Ortschaften Widdeshoven, Hoeningen, Ramrath und Villau 1800–1974, Neuss, 1993.

Weblinks

 Commons: Ramrath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
51.09756.6822222222222

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Villau — ist ein Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein Kreis Neuss in Nordrhein Westfalen. Inhaltsverzeichnis 1 Lage 2 Geschichte 3 Religion 3.1 K …   Deutsch Wikipedia

  • Hoeningen — ist ein Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein Kreis Neuss in Nordrhein Westfalen. Inhaltsverzeichnis 1 Lage 2 Geschichte 2.1 Gemeindevorsteher 2.2 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Baudenkmäler in Rommerskirchen — Die Liste der Baudenkmäler in Rommerskirchen enthält die denkmalgeschützten Bauwerke auf dem Gebiet der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein Kreis Neuss in Nordrhein Westfalen (Stand: November 2009). Diese Baudenkmäler sind in Teil A der… …   Deutsch Wikipedia

  • Rommerskirchen — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Evinghoven — ist ein Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein Kreis Neuss in Nordrhein Westfalen. Basisdaten Bundesland: Nordrhein Westfalen Kreis: Rhein Kreis Neuss Gemeinde …   Deutsch Wikipedia

  • Liste karolingischer Bauwerke — Die Liste karolingischer Bauwerke gibt einen Überblick von erhaltenen oder fragmentarisch erhaltenen Bauwerken aus der Karolingerzeit vom 8. bis Anfang des 10. Jahrhunderts in Mittel und Westeuropa. Die Bauwerke sind nach Ländern und Regionen… …   Deutsch Wikipedia

  • Anstel — Die Wasserburg in Anstel Anstel ist ein circa 1000 Einwohner zählender Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein Kreis Neuss. Inhaltsverzeichnis 1 Geografie …   Deutsch Wikipedia

  • Johannes Bölsche — Franz Bölsche Johannes Eduard Franz Bölsche (* 20. August 1869 in Wegenstedt bei Magdeburg; † 23. Oktober 1935 in Bad Oeynhausen) war ein deutscher Musiker und Komponist. Bölsche studierte nach Absolvierung des Gymnasiums in Magdeburg von 1889… …   Deutsch Wikipedia

  • Johannes Eduard Franz Bölsche — Franz Bölsche Johannes Eduard Franz Bölsche (* 20. August 1869 in Wegenstedt bei Magdeburg; † 23. Oktober 1935 in Bad Oeynhausen) war ein deutscher Musiker und Komponist. Bölsche studierte nach Absolvierung des Gymnasiums in Magdeburg von 1889… …   Deutsch Wikipedia

  • Oekoven — Ansicht von Oekoven mit der St. Briktiuskirche und dem Gereonshof Oekoven ist ein Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein Kreis Neuss des Bundeslandes Nordrhein Westfalen. Die beschauliche Ortschaft hat ca. 800 Einwohner. Den Mittelpunkt… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”