BSG Motor Bad Liebenstein

Die BSG Motor Bad Liebenstein war eine Betriebssportgemeinschaft in der westthüringischen Kurstadt Bad Liebenstein.

Die BSG Motor war eine Betriebssportgemeinschaft nach dem Muster des seit 1948 geltenden DDR-Sportbetriebs. Danach hatte sie in der damals 4000 Einwohner zählenden Stadt mehrere Sportarten anzubieten, sie wurde überregional allerdings nur durch die Sektion Fußball bekannt.

Bis 1959 kam die 1. Fußball-Männermannschaft der BSG Motor nicht über die damals fünftklassige Bezirksklasse Suhl hinaus. Erst am Ende der Saison 1959, zu dieser Zeit im Kalenderjahr-Rhythmus, qualifizierten sich die Kurstädter für die Bezirksliga. In der 14 Mannschaften umfassen Staffel West erreichte die BSG Motor 1960 den 12. Platz und sicherte sich damit knapp den Klassenerhalt. Die Saison 1961/62 ging wegen der Umstellung auf das Herbst-Frühling-Spieljahr über 39 Runden, und die Liebensteiner hielten mit Rang 11 erneut die Klasse. Die gleiche Platzierung reichte ein Jahr später nicht mehr, da sich wegen der Auflösung der drittklassigen II. DDR-Liga die Zahl der Absteiger erhöht hatte.

Erst 1965 konnte die BSG Motor einen erneuten Anlauf in die nun drittklassige Bezirksliga nehmen. Es reichte in der Saison 1965/66 aber nur zu Platz 12 im 14er-Feld, zu wenig für den Klassenerhalt. Obwohl danach lange Jahre nur viertklassig, gelang der Mannschaft 1970 ein für sie bedeutender Erfolg mit dem Gewinn des Suhler Bezirkspokals. Damit war die Teilnahme am DDR-weiten FDGB-Pokalwettbewerb 1970/71 verbunden. Die Liebensteiner wurden in der 1. Hauptrunde gegen die 2. Mannschaft des Oberligisten Sachsenring Zwickau ausgelost. Die BSG Motor hatte als unterklassige Mannschaft zwar Heimrecht, unterlag aber der in der zweitklassigen DDR-Liga spielenden Sachsenring-Mannschaft knapp mit 0:1.

Noch einmal tauchte Motor Bad Liebenstein in der Saison 1973/74 in der Bezirksliga Suhl für ein Jahr auf, danach verschwanden die Fußballspieler in den Niederungen des Bezirkes Suhl. Nach der Auflösung der Betriebssportgemeinschaften nach der deutschen Wiedervereinigung hatte der neu gegründete SV Medizin 1950 Bad Liebenstein Fußball nicht mehr im Programm. Die Liebensteiner Fußballtradition wurde von TuS 04 im Ortsteil Meimers sowie durch die SG Glücksbrunn in Schweina fortgeführt.

Quellen


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