Bahnhof Wuppertal-Loh
Ansicht von den Gleisen
Bahnhofsgebäude von Süden
Ansicht von Westen

Der Bahnhof Wuppertal-Loh, bekannt unter dem Namen Loher Bahnhof, ist ein historischer Bahnhof in Wuppertal. Er liegt an der Rudolfstraße im Nordwesten des Stadtteils Barmen, der zur Zeit der Eröffnung eine eigenständige Stadt war.

Inhaltsverzeichnis

Der Bahnhof

Die Wuppertaler Nordbahn wurde von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) ab 1873 als Konkurrenzstrecke zur Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) gebaut und am 15. September 1879 eröffnet.

Der Bahnhof hieß bis 1880 Unter-Barmen RhE und galt als der Barmer Hauptbahnhof auf der Rheinischen Strecke. 1897 erfolgte die Umbenennung in Barmen-Loh, nach dem Zusammenschluss der Städte Barmen und Elberfeld zu Wuppertal wurde daraus Wuppertal-Loh.

Ab 1894 begann am Loher Bahnhof die Bahnstrecke Loh–Hatzfeld, die zum Barmer Schlachthof führte und 1980 stillgelegt wurde. In der Mitte des 20. Jahrhunderts verlor der Bahnhof an Bedeutung. Die nunmehr bundesbahneigene Rheinische Strecke wurde zur Nebenstrecke, bis sie am 27. September 1991 für den Personenverkehr ganz stillgelegt wurde. Das Empfangsgebäude wurde zunächst nutzlos. Im Dez. 2008 wurde die Bahnstrecke nun an die Stadt Wuppertal und die Wuppertalbewegung verkauft.

Das Empfangsgebäude und seine heutige Nutzung

Das Empfangsgebäude ist im bergischen Baustil 1870 entstanden[1] und war ursprünglich mit einer Schieferfassade versehen, diese wurde in den 1970er-Jahren in eine Eternit-Fassade ungewandelt.

Ab Januar 2009 ist der Sozialverein Tacheles e. V., der zuvor seinen Sitz in der Luisenstraße hatte, in den Loher Bahnhof umgezogen. Im Gebäude ist ein Sozialzentrum mit einem Stadtteiltreffpunkt, einer Beratungsstelle und einem Café entstanden. Dem Verein werden die neuen Räume unter günstigen Konditionen vom Eigentümer überlassen. Der Umzugstermin hatte sich wegen der hohen behördlichen Auflagen bei einer Umnutzung verschoben. Die Renovierungskosten müssen über Drittmittel finanziert werden. Finanzielle Mittel dazu hatten verschiedene Wuppertaler Firmen, die WSW, Spardabank und die Barmer Bezirksvertretung gespendet.[2]

Ferner nutzt noch der Karnevalsverein KaGe Prinzengarde ein Nebentrakt des Gebäudes, dem sogenannten „Narrenkeller“.

Siehe auch

Quellen

  1. Wuppertaler Rundschau: Tacheles zieht ins „Erdbeerhaus“, 20. August 2009
  2. Wuppertaler Rundschau: Tacheles zieht in Loher Bahnhof, 30. Mai 2007

Weblinks

 Commons: Bahnhof Wuppertal-Loh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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