Balao-Klasse
Balao-Klasse
USS Archerfish
USS Archerfish
Geschichte Flagge
Typ Diesel-U-Boot
Einheiten 122 gebaut, 0 aktiv
Technische Daten
Verdrängung

1526 ts aufgetaucht
2424 ts getaucht

Länge

95,0 Meter

Breite

8,3 Meter

Tiefgang

4,6 Meter

Tauchtiefe 120 m
Besatzung

6 Offiziere, 60 Unteroffiziere und Mannschaften

Antrieb

4× 1350 PS-Dieselmotoren
4× Elektromotoren (ges. 2740 PS)

Geschwindigkeit

20,25 Knoten aufgetaucht
8,75 Knoten getaucht

Reichweite

11.000 Seemeilen bei 10 Knoten

Die Balao-Klasse war eine Klasse von Diesel-U-Booten der United States Navy aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit 122 gebauten Booten zwischen 1942 und 1945 war sie die größte Klasse von U-Booten der US-Marine aller Zeiten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Boote der Balao-Klasse wurden aus der Gato-Klasse weiterentwickelt, wobei besonders Wert auf eine größere Tauchtiefe gelegt wurde. 1942 erging der Bauauftrag für die ersten der ursprünglich geplanten 256 U-Boote, Bauwerften waren Portsmouth Navy Yard, Manitowoc, Electric Boat, Mare Island Navy Yard und Cramp Shipbuilding.[1] Es wurden bis Kriegsende 122 U-Boote fertiggestellt, die Bestellungen für zehn weitere wurden gestrichen. Die übrigen georderten Boote wurden der Tench-Klasse zugeteilt, die als Weiterentwicklung der Balao-Klasse ab 1943 gebaut wurden. Das Typschiff der Klasse, die Balao, wurde im Juni 1942 auf Kiel gelegt, lief im Oktober des Jahres vom Stapel und wurde am 4. Februar 1943 als erstes Boot der Klasse in Dienst gestellt. Das letzte Boot der Klasse war die Greater Underwater Propulsion Power Program (GUPPY) umgebaut und in einer moderneren Konfiguration 1948 in Dienst gestellt. 51 weitere Boote der Klasse wurden nach dem Krieg ebenfalls im GUPPY-Programm modernisiert. Zum Teil wurden die U-Boote zu Lenkflugkörperträgern umgerüstet.

Die U-Boote der Balao-Klasse wurden zu Kriegsende zum größten Teil stillgelegt, teilweise aber Ende der 1940er Jahre wieder reaktiviert, um dann bis in die 1960er Jahre im Einsatz zu bleiben. Die modernisierten Boote blieben zum Teil bis in die 1970er Jahre in Dienst. Etliche Boote wurden an die Marinen befreundeter Nationen abgegeben.

Technik

Antrieb und Rumpf

Der Rumpf der Balaos war 95 Meter lang, die Länge in der Wasserlinie betrug 93,6 Meter. Bei einer Breite von 8,3 Metern und einem Tiefgang von 4,6 Metern verdrängten die Boote aufgetaucht 1526 Standard-Tonnen, getaucht betrug die Verdrängung 2424 ts. Der Druckkörper wurde aus hochfestem Stahl mit einer Dicke von 2,2 Zentimetern gefertigt und war damit etwa einen halben Zentimeter stärker als der Druckkörper der Vorgängerklasse. Die maximale Tauchtiefe betrug 400 ft (ca. 120 m).

Der Antrieb erfolgte über zwei Propellerwellen. Vier Dieselmotoren, entweder 16-Zylinder-Maschinen von General Motors oder 10-Zylinder-Motoren von Fairbanks-Morse, die an Generatoren gekuppelt waren, lieferten eine Leistung von je 1350 PS, womit bei Überwasserfahrt eine Geschwindigkeit von 20,25 Knoten (37,5 km/h) erreicht wurde. Die Bunker fassten insgesamt 440 Kubikmeter Dieselkraftstoff, womit eine maximale Reichweite von 11.000 Seemeilen und eine maximale Einsatzdauer von 75 Tagen möglich war. Unter Wasser erfolgte der Antrieb durch vier Elektromotoren von General Electric oder Elliott Company mit insgesamt 2740 PS. Die Energie wurde aus zwei 126-zelligen Akkumulatoren von Exide bezogen, die bis zu 48 Stunden lang Energie liefern konnten. Die Höchstgeschwindigkeit unter Wasser betrug 8,75 Knoten.[1]

Bewaffnung und Elektronik

Blick auf die Torpedorohre der Torpedorohre, von denen sechs im Bug und vier im Heck untergebracht waren. 24 Torpedos fanden an Bord Platz. Vor dem Turm befand sich ursprünglich ein 4-Zoll-Geschütz, dieses wurde später durch ein stärkeres 5-Zoll-Geschütz ersetzt. Für die Flugabwehr befanden sich 20-mm-Maschinenkanonen und 40-mm-Geschütze an Bord, zusätzlich konnten bis zu sechs leichte und schwere Maschinengewehre montiert werden.

Zur Ortung feindlicher Schiffe verfügten die U-Boote der Klasse über ein JK/QC- und ein QB-Sonar unter dem Bug, an Deck waren JP-Hydrophone installiert. Am ausfahrbaren Elektronikmast war ein SD-Radar mit 20 Seemeilen Aufklärungsreichweite zur Ortung feindlicher Flugzeuge angebracht, zusätzlich verfügten die Balaos über ein SJ-Oberflächensuchradar mit etwa 12 Seemeilen Reichweite. Im getauchten Zustand konnte über das am Periskop angebrachte ST-Radar mit 8 Seemeilen Reichweite ebenfalls eine Ortung feindlicher Schiffe erfolgen.[2]

Weblinks

 Commons: Balao-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c globalsecurity.org, Stand: 16. Juni 2007
  2. fleetsubmarine.com, Stand: 16. Juni 2007

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