Balgstedt (Adelsgeschlecht)
Wappen derer von Balgstedt

Die Familie von Balgstedt, auch Balgstädt, ist ein edles, uradliges, thüringisches Geschlecht, das mit der Familie von Breitenbauch Stammes- und Wappenverwandt ist. Es war im Mansfeldischen und Querfurtischen begütert und gehörte zu den Vasallen der Grafen von Rabenswald.

Geschichte

Es benannte sich nach dem gleichnamigen Ort Balgstädt an der Unstrut, wo es auf dem Edelhofe seinen Stammsitz hatte. Erstmals 1152 mit den Gebrüdern Ulrich und Friedrich von Balgstedt in einer Naumburger Urkunde genannt. 1218 werden der Ministeriale Ulricus de Balgestete und Agathe von Balgstedt erwähnt. Rudolph von Balgstedt befand sich im Juni 1227 im Gefolge des Kreuzzuges vom Landgrafen Ludwig. Die Gebrüder Friedrich und Ulrich von Balgstedt werden 1252 als stifts-naumburgische Vasallen bezeichnet. Ulrich und Hermann sowie deren Schwester Kunigunde (Witwe des Dietrich von Gößnitz) werden 1269 in einer Rabenswalder Urkunde, Ritter Ulrich 1270, die Gebrüder Ulrici und Friedricus de Balgestete werden nochmal 1275 und 1278, die Gebrüder Fridericus, Hermannus et Conradus dicti de Balchstete 1287 erwähnt. Hermann de Baligestet erscheint 1349 als Lehnsinhaber von reichem Grundbesitz in Nebra, u.a. die drei wüsten Dörfer Birkigt, Kriebsdorf und Benndorf und weitere Besitzungen in der Umgegend, und ist dort wohl auch markgräflicher Burgvogt in Nebra. Friedrich von Balgstedt, offenbar sein Bruder, hatte ebenfalls Güter vom Markgrafen zu Lehen. Die Gebrüder von Balgstedt werden noch 1375 und Johann von Balgstedt 1381 bezeugt. Später trieben die Herren von Balgstedt Wegelagerei, weshalb ihre Wasserburg von Markgraf Friedrich dem Streitbaren und dessen Bruder Wilhelm 1397 abgebrochen wurde. Mit den Knutonen verschwägert. Im 15. Jh. erloschen.

Wappen

Das Wappen zeigt drei goldene Sparren auf roten Grund. Auf älteren Siegeln, sind die Sparrenwappen bei den von Balgstedt und den von Breitenbuch gleich.

Literatur

  • Rüdiger Bier: 1500 Jahre Geschichte und Geschichten der herrschaftlichen Sitze zu Kirchscheidungen und Burgscheidungen, Eigenverlag Rittergut Kirchscheidungen, 2009

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