Banks Peninsula
Banks Peninsula
Die Banks Peninsula aus dem Weltall
Die Banks Peninsula aus dem Weltall
Gewässer Pazifischer Ozean

Geographische Lage

43° 45′ 0″ S, 172° 50′ 0″ O-43.75172.83333333333Koordinaten: 43° 45′ 0″ S, 172° 50′ 0″ O
Karte von Banks Peninsula
Fläche 1.000 km²
Lyttelton: Das Tor zur Halbinsel
Blick auf die Bucht von Akaroa

Die Banks Peninsula (deutsch „Banks-Halbinsel“) ist eine über 1.000 km² große Halbinsel auf der Südinsel Neuseelands in der Region Canterbury. Sie gehört seit dem 6. März 2006 zum Stadt-Distrikt von Christchurch.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Banks Peninsula ist von Norden, Osten und Süden vom Südpazifik umgeben.

Der höchste Punkt der Halbinsel ist Mount Herbert mit 919 Metern, in der Nähe des Gipfels befindet sich ein kleines Shelter (Unterschlupf) und etwa drei Kilometer weiter befindet sich der historische Packhorse Hut. Es gibt verschiedene Wanderwege zu Mount Herbert. Der schnellste ist wohl von Diamond Harbour aus über den Mt Herbert Walkway zu wandern. Die gesamte Halbinsel ist vulkanischen Ursprungs. Sie enthält die Reste mehrerer früherer Schichtvulkane. Diese Überreste bilden heute die beiden größten Naturhäfen des Distrikts: Zuerst entstand die Hafenbucht in der Nähe von Lyttelton, später die nahe Akaroa. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebiet eine frei im Meer liegende Insel. Erst als sich um die Flüsse aus den Neuseeländischen Alpen große Schwemmkegel bildeten, vergrößerte sich die Landfläche Neuseelands nach Osten – die Canterbury Ebene, eine großflächige fruchtbare Küstenebene, deren östlichste Ausläufer mit dem hügeligen Gebiet der Banks Peninsula zusammentreffen, entstand.

Vor der Besiedlung durch Māori und Europäer waren 98 % der Halbinsel bewaldet, zurzeit sind es nur noch 2 %. Deswegen hat die Regierung ein Wiederaufforstungsprogramm für das Gebiet gestartet.

Am 22. Februar 2011 wurde die Halbinsel von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,3 MW erschüttert.[1] Das Epizentrum des Bebens, das als Christchurch-Erdbeben von 2011 bekannt wurde, lag nahe Lyttelton, doch die größten Zerstörungen fanden in Christchurch statt. Dort gab es zahlreiche Tote zu beklagen.

Einwohner

Auf der Halbinsel gibt es zwei größere Orte: Zum einen Lyttelton im Nordwesten und zum anderen Akaroa, im Südosten. Beide Städte liegen am Rand von großen Buchten, die sich weit in die Halbinsel ziehen. In der Bucht von Lyttelton befindet sich der größte Hafen der Südinsel, der Überseehafen von Christchurch.

Im November 2005 sprachen sich 60 % der Bewohner des Distriktes für eine Zusammenlegung der Verwaltungen des Banks Peninsula District Councils und des Christchurch City Councils aus. Diese wurde schließlich im März 2006 vollzogen und im Laufe des genannten Jahres abgeschlossen.

Geschichte

Bis in das 17. Jahrhundert gab es drei große Einwanderungswellen der Māori.

Die ersten Europäer, die die Insel zu Gesicht bekamen, war im Jahr 1769 die Mannschaft von James Cooks erster Neuseeland-Umrundung. Weil er die tiefliegenden Canterbury Plains nicht sehen konnte, machte er den Fehler, die Banks Peninsula als Insel einzuzeichnen. Weil er von einem Land, von dem er meinte, es südöstlich seiner momentanen Lage gesehen zu haben, abgelenkt wurde, entdeckte er weder seinen Fehler, noch die beiden guten Naturhäfen.

Um 1830 war die Banks-Halbinsel ein wichtiger europäischer Walfang-Außenposten; somit wurden die Māori durch von den Europäern eingeschleppte Krankheiten und auch durch Waffengebrauch stark dezimiert.

1838 entschied sich der französische Walfänger Langlois dazu, auf der Halbinsel eine französische Kolonie zu gründen. Durch dubiose Geschäfte erwarb er das Land von den Māori. Als er, nachdem er zuerst zurück in sein Heimatland gefahren war, 1840 mit französischen und deutschen Familien zur Banks Peninsula zurückkehrte, hatten viele einheimische Stammeshäuptlinge bereits den Vertrag von Waitangi unterzeichnet, der Großbritannien zur herrschenden Macht über Neuseeland erklärte. Durch ungünstige Windverhältnisse erreichten britische Staatsbedienstete eher das besagte Gebiet der Südinsel als Langlois.

Obwohl die Südinsel nun offiziell keine französische Kolonie mehr werden konnte, ist noch heute der französische Einfluss an der Architektur mancher Häuser in Lyttelton und Akaroa zu erkennen. Die gesamte Halbinsel ist heute eine Erholungslandschaft vor allem für Menschen aus dem nahe gelegenen Christchurch.

Die Banks Peninsula gilt im Übrigen als der Ort der ersten Besiedlung durch deutsch-stämmige Einwanderer. Bereits 1839 errichtete George Hempleman in der Peraki Bay, im südlichen Teil der Halbinsel gelegen, eine Walfangstation und lebte dort mit seiner Frau. Ihm zu Ehren wurde 1938 in der Bucht ein Denkmal errichtet.[2]

Weblinks

 Commons: Banks Peninsula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Feb 22 2011 - Christchurch badly damaged by magnitude 6.3 earthquake. GeoNet, abgerufen am 22. Februar 2011 (HTML, englisch).
  2. Memorial at Peraki. In: The Evening Post. Volume CXXV, Issue 63, Wellington 16. März 1938, S. 14 (http://paperspast.natlib.govt.nz/cgi-bin/paperspast?a=d&cl=search&d=EP19380316.2.100&srpos=2&e=-------10--1----2George+Hempleman--, abgerufen am 8. Februar 2011).

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