Bauernecho

Das Bauernecho war das Zentralorgan der DBD, der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands in der DDR. Die Tageszeitung hatte eine hohe Auflage und veröffentlichte zahlreiche agrarfachliche Texte.

Die DBD war die einzige der fünf DDR-Blockparteien, die in den Bezirken keine eigenen Regionalzeitungen unterhielt.

Das Bauernecho wurde 1948 gegründet und erschien zunächst als Wochenzeitung mit einer Auflage von 125.000 Exemplaren[1]. Erster Chefredakteur war Leonhard Helmschrott, der bis 1989 Chefredakteur des Blattes blieb[2].

Nach der Wende wurde das Bauernecho von der Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung übernommen und unter dem Namen Deutsches Landblatt zunächst weitergeführt. Am 31. Juli 1992 wurde dann das Deutsche Landblatt wie auch die anderen Zeitungen der DDR-CDU (in der die DBD 1990 aufging), die ebenfalls von der FAZ übernommen worden waren, eingestellt.

Siehe auch Tageszeitungen der DDR.

Literatur

Jürgen Philippi: Die Agitation und Propaganda des "Bauern-Echo" im Prozeß der landwirtschaftlichen Kollektivierung in der DDR : eine computerunterstützte Inhaltsanalyse ausgewählter Zeitungsartikel, Diss, 1998, Schriftenreihe Bonner Studien zur Wirtschaftssoziologie

Einzelnachweise

  1. Theresia Bauer: "Blockpartei und Agrarrevolution von oben: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands, 1948-1963", 2003, ISBN 3486567039, Seite 219, Online
  2. Theresia Bauer: "Blockpartei und Agrarrevolution von oben: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands, 1948-1963", 2003, ISBN 3486567039, Seite 115, Online

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