Warhammer 40,000
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Warhammer 40,000 (auch Warhammer 40k, WH40k oder einfach nur 40k) ist ein Tabletop-Spiel der Firma Games Workshop. Es spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Menschheit und zahlreiche andere Spezies um die Vorherrschaft und das Überleben im Universum und um die Erlangung ihrer Ziele kämpfen.

Warhammer 40,000 ist die Science-Fiction-Version des Spiels Warhammer Fantasy Battles, spielt aber nicht in der Zukunft der dort dargestellten „Warhammer-Welt“, sondern in der Zukunft der Realität, also im 41. Jahrtausend nach Christi Geburt. Die Spezies in Warhammer 40,000 sind dennoch größtenteils Abwandlungen der Völker aus Warhammer Fantasy, was sich eventuell dadurch erklären lässt, dass Games Workshop anfangs tatsächlich noch an einer Verbindung zwischen den beiden Spieleuniversen gearbeitet, diese jedoch inzwischen gänzlich verworfen hat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Ausgabe des Spieles erschien 1987 unter dem Namen „Warhammer 40,000: Rogue Trader“. Die Originalregeln und die Spielwelt wurden von Rick Priestley (Spieleautor bei Games Workshop) erschaffen. Das Spielkonzept war auf kleine, aber detaillierte Scharmützel ausgelegt. Zusätzliche Regeln und Hintergründe wurden regelmäßig im Magazin White Dwarf veröffentlicht. Das Spiel hatte einen starken Rollenspielcharakter, der in späteren Auskopplungen wie "Necromunda" oder "Inquisitor" wieder aufgegriffen werden sollte. Die wichtigsten Erweiterungen waren „Warhammer 40,000 - Chapter Approved - Book of the Astronomican" von 1988, welches in erster Linie Armeelisten enthält, sowie das "Warhammer 40,000 Compendium", welches 1989 erschien und überarbeitete Artikel und Zusatzregeln aus dem White Dwarf Magazin enthält. Ausführliche Regeln für die Armeen der Chaosgötter erschienen in den beiden Zusatzbüchern "Realm of Chaos: Slaves to Darkness" und "Realm of Chaos: The Lost and the Damned". Belagerungsregeln sind im Zusatzbuch "Warhammer Siege" enthalten. Die Spielregeln von Rogue Trader wurden im Laufe der Jahre durch Zusatzregeln immer wieder sehr stark verändert, so gab es mehrfach komplett überarbeitete Fahrzeugregeln, neue Nahkampfregeln und auch mit den Regeln für Psikräfte der einzelnen Völker wurde immer wieder experimentiert. Viele dieser Veränderungen flossen dann in die zweite Edition von Warhammer 40,000 ein.

Die zweite Ausgabe erschien 1993. Das Regelwerk wurde in einer Box mit Spielfiguren der Space Marines und der Orks, Geländeteilen und Würfeln ausgeliefert. Die Kämpfe waren der ersten Version ähnlich, jedoch auch auf größere Gefechte ausgelegt. Zur zweiten Ausgabe erschienen auch die ersten Armeebücher oder Codizes, die den Hintergrund, die Spezialregeln und die Armeelisten einzelner Völker beinhalteten. In der Erweiterung „Weltenbrand“ wurden unter anderem die Regeln für Psikräfte veröffentlicht. Seit dieser Edition ist Andy Chambers der Chefredakteur der Publikationen. Mit dieser Ausgabe wurde das Rollenspielelement fast vollkommen entfernt, die Regeln wesentlich vereinfacht und somit der Spielfluss stark beschleunigt.

Die dritte Edition erschien 1998. Das Regelwerk erschien als Buch und in einer Box zusammen mit Spielfiguren der Space Marines und der neuen Rasse Dark Eldar. Die Regeln wurden einfacher gestaltet, um größere Schlachten besser handhaben zu können. In der Erweiterung „Straßenkampf“ wurden Spezialregeln für Kämpfe in städtischen Gebieten hinzugefügt. Später kamen Regeln für die Tau, die Hexenjäger und die Dämonenjäger hinzu.

In dieser Zeit wurden von Games Workshop die ersten weltweiten Veranstaltungen durchgeführt, die wichtige Schlachten in der Spielwelt als Hintergrund hatten. Die Ergebnisse von einzelnen Kämpfen wurden zusammengefasst und hatten Einfluss auf den Ausgang der Schlacht und somit auf die Geschichte der Spielwelt.

Die vierte Edition erschien 2004. Es gab drei Versionen: Hardcover mit vielen zusätzlichen Inhalten (Hintergründe, Abbildungen, Maltipps), als Box „Kampf um Macragge“ (kompaktes Softcover mit Figuren der Space Marines und der Tyraniden) und als ledergebundene Collector's Edition. Mit der Erweiterung „Städte in Flammen“ wurden die Straßenkampfregeln überarbeitet. Im Oktober 2007 ist die zweite offizielle Erweiterung „Apokalypse“ erschienen, welche erweiterte Regeln für Massenschlachten bietet.

In der vierten Edition sind die Codizes Black Templars und Chaosdämonen erstmals erschienen.

Im Juli 2008 erschien die fünfte Edition von Warhammer 40,000. Auch zu dieser Ausgabe erschien das Regelbuch in verschiedenen Varianten. So erschienen zusätzlich zum "normalen" Hardcover-Buch auch weitere limitierte Versionen mit zusätzlichen Extras, wie Spielmaterialien oder einem besonders gestalteten Cover. Das Regelbuch enthält zusätzlich zu den Regeln wieder eine große Sammlung von Hintergrund über das Universum von Warhammer 40,000. Zusätzlich erschien das Spielset "Sturmlandung auf Black Reach", welches die Regeln sowie Modelle der Space Marines und der Orks enthielt, sowie einige Würfel, Schablonen und ein Maßband.

Der Codex Blood Angels wurde als eigenständiges Buch veröffentlicht und ergänzte die Armeeliste aus dem White Dwarf um Hintergrundinformationen über den Orden.

Zusätzliche Materialien wie z. B. die Regeln für spezialisierte Inquisitionsarmeen sind auf der Homepage von Games Workshop kostenfrei verfügbar.

Spielprinzip

Die grundlegende Spielidee ist die Darstellung eines Gefechtes zwischen zwei in etwa gleich starken Armeen. Jeder Spieler stellt seine Streitmacht mit passenden Metall- oder Kunststoffminiaturen dar. Jede dieser Miniaturen hat dabei ein bestimmtes Werteprofil, in dem seine kämpferischen Fähigkeiten wiedergegeben werden. Je besser dieses Profil ist oder je besser die Sonderregeln der Figur sind, desto mehr Punkte kostet die Miniatur. Vor dem Spiel einigen sich die Spieler auf die Maximalhöhe der Punktkosten, die jedem von ihnen für das Zusammenstellen der Armeen zur Verfügung stehen. Bis zu diesem Limit steht es dem Spieler in einem bestimmten Rahmen frei, welche Einheiten er mitnimmt und welche Ausrüstung er ihnen gibt. Auf diese Weise kann jeder Spieler individuelle Armeen aufstellen und selbst wenn mehrere Spieler desselben Volkes aufeinandertreffen, sind ihre Armeen praktisch nie identisch.

Die Grundregeln zum Spielen finden sich im Hauptregelwerk, während die Regeln zum Aufstellen und Spielen eines bestimmten Volkes im entsprechenden „Codex“ (Armeebuch) zu finden sind. Ein solcher Codex enthält, neben einer Auflistung der zur Verfügung stehenden Einheiten und ihrer Ausrüstung, auch einige Hintergrundinformationen zu dem Volk.

Das Spiel läuft rundenbasiert ab, die Spieler führen ihre Züge also abwechselnd durch. Innerhalb eines Zuges kann ein Spieler Aktionen durchführen, die seinen Einheiten im Rahmen der Regeln zustehen. Diese unterteilen sich in Bewegung, Beschuss und Nahkampf. Der Ausgang der meisten Ereignisse wird per Würfelwurf bestimmt.

Jedes Spiel, auch „Szenario“ genannt, folgt speziellen Regeln und hat ein bestimmtes Ziel. Dies kann vom simplen Versuch, den Gegner vollständig auszulöschen, bis hin zu komplexen Missionen wie dem Erbeuten bestimmter Gegenstände oder dem Einnehmen und Halten von Spielfeldvierteln gehen. Einige Spielgruppen planen zudem zusammenhängende Serien von Szenarien, die einen kompletten Feldzug simulieren, sogenannte Kampagnen. Nach Absprache können hierfür gesonderte Regeln gelten, etwa dass erfolgreiche Einheiten im Laufe der Kampagne Erfahrung sammeln und ihr Werteprofil verbessern. Oft wird eine Kampagne zudem in eine umfangreiche Hintergrundgeschichte eingefügt, um das Spielerlebnis noch weiter zu steigern. Je nach Ausgang der einzelnen Szenarien verändert sich der Verlauf der Kampagne zugunsten der momentanen Siegerfraktion, was die Spannung über den Gesamtausgang noch weiter steigert.

Modelle und Gelände

Die Modelle sind im „großen 28mm“-Maßstab gehalten, was ungefähr dem Maßstab 1:60 entspricht. Sie werden in der Regel von den Spielern selbst bemalt und zusammengebaut. Es steht dem Spieler hierbei frei, ob er eigene Uniformmuster für seine Armee entwickelt oder sich an die Vorgaben von Games Workshop hält. Eine weitere Möglichkeit, seine Armee individuell zu gestalten, ist zudem das Umbauen der Figuren mit Hilfe zusätzlicher Kleinteile oder Modelliermasse; einer zunächst knetbaren Masse, die nach einigen Stunden zu plastikähnlicher Konsistenz aushärtet. Dieser Teil des Hobbys macht für nicht wenige Fans den eigentlichen Reiz des Tabletop-Spiels aus.

Auch das Spielfeld selbst kann vom Besitzer mit großer Mühe ausgestaltet werden; oftmals finden hierbei Hilfsmittel aus dem Modellbahnbau Verwendung, wie z. B. Grasmatten, Hügel, Modellbäumchen. Games Workshop bringt jedoch auch eigene, optisch passende Geländebauteile heraus. Nicht zuletzt lassen aber auch hier viele Spieler lieber ihrer eigenen Kreativität freien Lauf und stellen aus Polystyrol, leeren Verpackungen oder anderen Materialien mit Hilfe von Farbe und Modelliermasse detaillierte Gebäude, Hügel, Stellungen und ähnliches her.

Fraktionen bei Warhammer 40,000

Allgemeines

Alle spielbaren Völker/Fraktionen besitzen vergleichbare Truppentypen, die sich in ihrer Kampfkraft ebenbürtig sind. So besitzen alle Fraktionen Infanterie in verschiedenen Ausprägungen, sie besitzen Landfahrzeuge oder Kreaturen in allen Ausprägungen vom Aufklärer bis zum Panzer, sie besitzen übergroße Landfahrzeuge (z. B. die Titanen des Imperiums und die Garganten der Orks) oder Kampfkreaturen (z. B. bei Tyraniden). Ähnliche Archetypen sind auch in den Raumflotten vertreten.

Imperium der Menschheit

Das Imperium der Menschheit erstreckt sich über die gesamte Galaxis, in der Millionen von Planeten von Menschen besiedelt wurden. Durch diese enorme Ausdehnung gerät es in Konflikte mit jeder Fraktion des Warhammer 40.000-Universums und wird daher von allen Seiten bedroht. Um seine Grenzen aufrechtzuerhalten, muss das Imperium seine gesamten Ressourcen aufbieten und kann nur selten eigene Eroberungskreuzzüge starten. Regiert wird das Imperium vom Gott-Imperator der Menschen. Er hat seinen Sitz im Goldenen Thron auf Terra und hält ein psionisches Leuchtfeuer aufrecht, welches sich über fast das gesamte Imperium erstreckt und das den imperialen Navigatoren im All als Orientierungshilfe dient. Mit diesem "Leuchtturm" ist es möglich einen sicheren Weg durch den Warpraum zu finden, welcher überlichtschnelle Reisen ermöglicht, jedoch gefährlich zu befahren ist, da er von den Chaosgöttern und deren Dämonen bewohnt wird. Die fortschrittlichsten Technologien des Imperiums stammen aus lang vergangenen Epochen und werden instandgehalten, repariert oder, sofern möglich, nachgebaut. Das Imperium verurteilt und bekämpft jegliche Art von nichtmenschlichem Leben und die Anhänger des Chaos.

  • Imperiale Armee

Die Imperiale Armee ist das Heer der Menschen des Imperiums, und ähnelt von allen spielbaren Parteien am ehesten realen Armeen. Die Imperiale Armee setzt große Massen entbehrlicher Infanteristen und gepanzerte Fahrzeuge ein. Sie ist mit unzähligen Milliarden Soldaten der größte organisierte Militärapparat der Galaxis und wird auch „Hammer des Imperators“ genannt.

  • Space Marines

Die Space Marines sind die elitären Krieger der Menschheit sowie eine der taktisch stärksten, aber zahlenmäßig schwächsten Parteien in der 40k-Welt. Es handelt sich ausschließlich um Männer, die körperlich durch die vom Imperator entwickelte Gensaat aufgewertet und einem erbarmungslosen Training unterzogen werden.

Space Marines tragen Vollkörperpanzerungen, sogenannte Servorüstungen. Sie verfügen im Allgemeinen über fortschrittlichere Ausrüstung als die Imperiale Armee. Die Space Marines sind in an kirchliche Ritterorden aus dem Mittelalter angelehnte Orden zu meist eintausend Mann unterteilt. Die meisten Orden besitzen sogar eigene Planeten oder ganze Planetensysteme, über die sie herrschen. Prominente Beispiele für Space-Marine-Orden sind die Ultramarines, Black Templars, Imperial Fists, Blood Angels, Dark Angels, Blood Ravens und Space Wolves. Die Space Marine-Orden sind relativ frei in ihren Entscheidungen, wann, wo und wie sie für das Imperium in die Schlacht ziehen. Sie verehren den Imperator als ihren Vater und leben nur für den Kampf.

  • Adeptus Sororitas

Die „heiligen Schwestern“ des Adeptus Sororitas sind die sogenannten Töchter des Imperators. Diese Orden bestehen ausschließlich aus Frauen und stellen den bewaffneten Arm der Ekklesiarchie dar, des religiösen Arms der imperialen Verwaltung. Sie sind äußerst stark in ihrem Glauben an den Gott-Imperator und bekämpfen die (vermeintlichen) Ungläubigen gnadenlos, wo sie ihrer habhaft werden können, auch in den Reihen des Imperiums. Häufig arbeiten sie daher mit der Inquisition zusammen. Ihr Vorgehen im Kampf ähnelt dem der Space Marines, allerdings sind die Schwestern im Gegensatz zu den Space Marines nicht genmanipuliert und tragen daher weniger schwere Rüstungen und Waffen. Bei der Bewaffnung liegt ihr Schwerpunkt auf Flammwaffen wie klassischen Flammenwerfern und Multimeltern zur Bekämpfung von Fahrzeugen.

  • Die Inquisition

Die Inquisition des Imperiums ist angelehnt an die mittelalterliche europäische Inquisition. Sie bekämpft Feinde wie etwa verräterische planetarische Herrscher, die das Imperium von innen heraus bedrohen und ist eine Mischung aus Geheimdienst und oberster Polizeibehörde. Je nach Art der Bedrohung tritt einer der Orden der Inquisition, oder ein einzelner Inquisitor in Aktion und hat praktisch uneingeschränkte Befugnisse. Die bekanntesten davon sind der Ordo Hereticus (Hexenjäger, auf der Jagd nach unsanktionierten Psionikern), der Ordo Malleus (Dämonenjäger), und der Ordo Xenos (Alienjäger).

Die Inquisition verfügt über Spezialeinheiten, deren Mitglieder aus verschiedenen Space Marine Orden rekrutiert werden, die sog. Deathwatch des Ordo Xenos oder die Grey Knights des Ordo Malleus. Allerdings sind die Grey Knights ein eigenständiger Orden mit eigener Welt (Titan). Über ihre Erschaffung ist wenig bekannt.
Daneben besitzt das Imperium noch weitere (quasi-)militärische Einheiten, wie die Armeen des Adeptus Mechanicus, des großindustriellen Arms des Imperiums, oder das Officio Assassinorum, eine Art Ministerium für Attentate.

Chaos

Die Chaos-Götter sind Wesenheiten im Warp, die sich von negativen Emotionen Sterblicher nähren. Jeder Gott steht für einen anderen negativen Aspekt der menschlichen Seele: Khorne steht für Blutvergießen und Brutalität, Nurgle für Krankheit und Verfall, Tzeentch für Lüge und Hinterlist, Slaanesh für Lust und exzessive Ausschweifung. Um ihren Machtbereich zu erweitern, können sie Dämonen in das Standarduniversum entsenden. Steht ein Anhänger in besonderer Gunst einer dieser Götter, kann es vorkommen, dass sie ihn mit Waffen, Gaben oder Mutationen „belohnen“.

Einst stifteten sie den Primarchen und obersten Kriegsherrn Horus zur Rebellion gegen das Imperium an und viele Einheiten der Imperialen Armee, der Space Marines, der Titanenlegionen und der Imperialen Flotte liefen zum Chaos über. Die Rebllen verloren jedoch den Krieg und mussten sich in den sogenannten Wirbel des Chaos, einen Warpriss, in dem sich Realuniversum und Warpraum überschneiden, zurückziehen. Kämpfe zwischen verschiedenen Fraktionen und Kulten der einzelnen Chaosgötter sind nicht ungewöhnlich. Nur bei größeren Kampagnen, wie den Schwarzen Kreuzzügen, ziehen alle an einem Strang. Unter den anderen Völkern der Milchstraße besitzt das Chaos praktisch keine Anhänger.

  • Chaos-Kultisten:

Bei ihnen handelt es sich um ehemalige imperiale Bürger, die zum Chaos übergelaufen sind. Sie bilden Guerilla-Armeen, die jedoch selten genug Ausrüstung besitzen, um mehr als bloße Infanterie aufzustellen. Sie können jedoch die planetaren Verteidiger lange genug beschäftigen, um anderen Chaos-Truppen ein sicheres Vorankommen zu gestatten.

  • Verlorene und Verdammte:

Unter den Verlorenen und Verdammten versteht man den Großteil der Chaos-Streitkräfte. Sie bilden einen gemischten Haufen aus Mutanten und übergelaufenen imperialen Soldaten. Durch diese „Verräter“ gleicht ihr Waffenarsenal stark dem der imperialen Armee. Häufig schließen sich den Verlorenen und Verdammten auch Chaos Space Marines oder die planetaren Chaos-Kultisten an. Sie sind, wie die Chaos-Kultisten, seit der zweiten Edition nicht mehr spielbar.

  • Chaos Space Marines:

Ihre Ausrüstung hat sich seit der Abspaltung vom Imperium nicht wesentlich weiterentwickelt. Deswegen fehlen ihnen einige der moderneren Waffen- und Fahrzeugtypen. Allerdings haben viele Chaos Space Marines durch Besessenheit, Mutation und Dämonengeschenke an Stärke gewonnen. Nur die wenigsten Chaos Space Marines können deswegen noch körperlich oder geistig als menschlich angesehen werden. Wenn eine Einheit nur eine einzige Chaosgottheit anbetet, so hat sie ihren Kampfstil an dessen Philosophie angepasst. Ihre Einheitenmarkierungen sind martialischer und düsterer als früher.

  • Dämonen:

Die Dämonen sind Emanationen des Chaos, die nicht überall auftreten können. Normalerweise manifestieren sie sich nur durch Rituale, Besessenheit oder Risse im Warp. Die Anwesenheit von Chaos-Anhängern reicht aus, um eine kleinere Dämonenhorde zu beschwören und im Hier und Jetzt zu halten. Es gibt sowohl Dämonen der einzelnen Götter als auch des ungeteilten Chaos. Schon allein ihr Auftreten verbreitet Schrecken unter den Feinden des Chaos.

Die Dämonen sind von großer Körperkraft und Zähigkeit, einige besitzen auch Psi-Kräfte. Manchmal ergreifen sie auch Besitz von Kriegsmaschinen und machen sie so zu Dämonenmaschinen.

Eldar

Der Name Eldar stammt ursprünglich aus Tolkiens Mittelerde-Zyklus und bezeichnet dort die "Sternenelben". Die Eldar haben spitze Ohren, schöne Gesichter und schlanke, lange Körper. Sie waren einst die vorherrschende Rasse im Universum, sind nun jedoch nahezu ausgestorben und ziehen auf wenigen, dafür riesigen Weltenschiffen durch die Galaxis. Sie waren die einstigen Herrscher über das Gebiet das heute der Wirbel des Chaos ist. Die Eldar verfügen über leichte, elegante und sehr fortgeschrittene Technologie. Durch ihre zunehmende Dekadenz ermöglichten sie die Geburt des Chaosgottes Slaanesh. Dort wo sich einst die Kernwelten der Eldar befanden, bildete sich ein chaotisches Raumgebiet, das Wirbel des Chaos genannt wird.

Die Eldar haben sich in vier Fraktionen aufgespalten: Die zahlenmäßig stärkste Fraktion der Weltenschiff-Eldar, die Dark Eldar, die Exoditen und die Harlequine. Um bei ihrem Tod ihre Seelen nicht in die Hände Slaaneshs fallen zu lassen, tragen die Weltenschiff-Eldar Seelensteine bei sich, die im Todesfall ihre Seele aufnehmen, konservieren und schützen.

Dark Eldar

Die Dark Eldar stellen jenen Teil des Eldar-Volkes dar, welche die alten dekadenten Traditionen nicht aufgaben. Sie tragen stachlige, kantige Rüstungen und haben sehr sadistische Charakterzüge. So lieben sie es, ihre Gefangenen zu foltern und zu quälen. Um nicht zu sterben und von den Chaosgöttern verschlungen zu werden, verlängern sie ihr Leben mit Substanzen, die sie aus den Seelen der Gefangenen gewinnen.

Die Dark Eldar sind Weltraumpiraten und Sklavenjäger; sie haben kein Interesse daran, Planeten oder Systeme zu erobern. Im Kampf verlassen sie sich auf ihre hohe Mobilität und verzichten dafür auf schwere Panzerung.

Orks

Orks sind im Vergleich mit den anderen Spezies primitive, muskelbepackte, grüne Hünen. Sie kommen zwar in fast jedem Sektor des Universums vor, besitzen jedoch kein umfassendes zusammenhängendes Sternenreich. Stattdessen wird jede in sich geschlossene Horde vom stärksten Individuum angeführt: dem Boss. In der Regel sind sie mit internen Machtkämpfen beschäftigt, doch schart mitunter ein einzelner charismatischer und tatkräftiger Ork viele Horden um sich und führt Krieg gegen andere Spezies. Dieser besonders mächtige Boss wird dann Waaaghboss genannt,der Kriegszug wird nach dem orkischen Schlachtruf als „Waaagh!“ bezeichnet.

Orks sind überaus aggressiv, da ihre primitive Kultur Konflikte nur mittels roher Gewalt löst. Bei ihnen gilt das Gesetz des Stärkeren. Im Kampf setzen sie auf Masse und primitives, doch robustes Kriegsgerät, welches häufig aus Waffen und Ausrüstungteilen anderer Völker zusammengebaut ist. Es gibt Hinweise darauf, dass die von den Orks mit nur wenig Sachverstand zusammengesetzten Maschinen nur funktionieren, weil die Orks selbst an ihr Funktionieren glauben. Unterbewusst sollten die Orks gewisse Strahlungen emittieren, die diesen Effekt zur Folge haben. So lässt sich auch erklären, dass orkische Fahrzeuge tatsächlich schneller sind, nur weil die Orcs sie mit roter Farbe angemalt haben.

Die Orks pflanzen sich durch Sporen fort, die sie ähnlich wie Hautschuppen eher unterbewusst abstoßen. Es gibt mehrere orkoide Völker, die sich alle aus denselben Fortpflanzungssporen entwickeln: Die Orks, die Grots und die Snots. Die beiden Letzteren sind von kleiner Statur und werden von den Orks als Arbeiter oder entbehrliche Streitkräfte verwendet. Die Squigs sind eine typische, sehr aggressive Tierart, die nur im Zusammenhang mit Orks auftaucht. Sie dient als Nutztier oder wird in der Schlacht auf den Feind losgelassen.

Necrons

Necrons sind arkane Konstrukte, die wie metallene Skelette aussehen. Sie wurden vor 60 Millionen Jahren von uralten Göttern – den C'tan – aus dem Volk der Necrontyr geschaffen, das seine Seelen zugunsten der Unsterblichkeit verkaufte. Sie ruhen nun in Grüften tief unter der Erde vieler Planeten in Stasis, wo sie auf die Befehle ihrer Götter warten. Die mächtigsten Diener der C'tan sind die Necronlords die den Willen ihrer Herren unbarmherzig durchsetzen. Ihr Ziel ist es, alles Lebende zu vernichten. Die Necrons sind im Kampf äußerst widerstandsfähig, da ihre metallenen Körper sich selbst von größeren Schäden in kürzester Zeit erholen und gefallene Necrons sogar sich selbst reparieren können. Sie stellen in vielerlei Hinsicht ein technologisches Äquivalent zur Darstellung der Untoten in Warhammer Fantasy dar, treten aber in geringerer Zahl auf.

Tyraniden

Die Tyraniden stammen von außerhalb der den Menschen bekannten Galaxie. Sie wurden nach dem ersten von ihnen angegriffenen imperialen Außenposten Tyran benannt. Ihr Aussehen ist im Vergleich zu anderen Spezies sehr fremdartig, da sie keinen humanoiden Körperbau besitzen, sondern eher wie außerirdische Insekten wirken. Ihr Design wurde maßgeblich durch die Alien-Filmreihe beeinflusst. Sie ziehen in Schwarmflotten durch das Universum und überfallen jeden bewohnten oder belebten Planeten, auf den sie dabei stoßen. Dort absorbieren sie sämtliche verfügbare Biomasse und ziehen anschließend weiter.

Die Tyraniden verfügen über keine mechanische Technologie; sie erzeugen alle Ausrüstungsgegenstände einschließlich ihrer Waffen und Raumschiffe biologisch und können sich mittels der von ihnen gesteuerten Evolution rasch anpassen. Die Tyraniden sind ein Superorganismus, der vom unsterblichen Geist des Schwarmbewusstseins gelenkt wird und keine Individuen wie beispielsweise Menschen oder Tau kennt.

Tau

Die Tau haben im Gegensatz zu den Menschen oder Eldar kein Abbild im Warp. Sie sind ein junges Volk, das aber dennoch über moderne Technologien und Waffen mit großer Feuerkraft verfügt. Fortschrittliche Kampfanzüge und Antigravtechnologie verleihen ihnen hohe Mobilität im Kampf. Die Tau haben ein Sternenreich gegründet, um das „Höhere Wohl“ aller Lebewesen zu mehren. Dies schlägt sich insgesamt als eine Art „Idealstaat“ nieder. Die Tau haben ein auf "Kasten" basierendes Staatssystem, von dem die sog. Feuerkaste die Armee bildet.

Ihre Alliierten sind die Kroot und die Vespid-Stachelflügler sowie viele weitere kleinere Spezies. Diese Verbündeten werden benötigt, da sich die unterschiedlichen Eigenschaften dieser Völker ergänzen. So sind etwa die Kroot für den Nahkampf zuständig, da die Tau diesen als zu barbarisch und brutal empfinden und körperlich nicht für diesen geeignet sind.

Andere Medien

Computerspiele

  • Space Crusade (Gremlin Graphics Software, 1992), rundenbasierte Computerspielumsetzung von StarQuest
  • Space Hulk (EA, 1993) und Space Hulk 2 – Vengeance of the Blood Angels (EA, 1996) – Ego-Shooter mit Strategiespiel-Komponente
  • Final Liberation (SSI, 1997) – rundenbasiertes Strategiespiel
  • Chaos Gate (SSI, 1998) – rundenbasiertes Strategiespiel
  • Rites Of War (SSI, 1999) - rundenbasiertes Strategiespiel
  • Fire Warrior (Kuju/THQ/GWI, 2003) – Ego-Shooter für Microsoft Windows und PlayStation 2
  • Dawn of War (THQ/GWI, 2004) - Echtzeit-Strategiespiel
  • Glory in Death (THQ Mobil, 2006) – rundenbasiertes Strategiespiel für N-Gage
  • Squad Command (THQ, 2007) – rundenbasiertes Strategiespiel für PSP und NDS
  • Dawn of War 2 (THQ, 2009) - Echtzeit-Strategiespiel
  • Space Marine (THQ, 2011) - Third-Person-Shooter

Verwandte Tabletopspiele

  • Raumflotte Gothic – Weltraumschlachten im Warhammer-40,000-Universum
  • Necromunda – Banden-Kämpfe in den Städten des Imperiums
  • Inquisitor – Mix aus Rollen- und Tabletopspiel, in dem Missionen mit Charakteren aus Warhammer 40,000 erfüllt werden müssen.
  • Gorkamorka – Ein Ableger von Warhammer 40,000, der sich nur mit Orks beschäftigt.
  • Epic - Warhammer 40.000 im kleineren 6mm-Maßstab mit entsprechend größeren Armeen und Fahrzeugen/Monstern

Romane

Seit 1990 sind eine Reihe von Science-Fiction-Romanen in der Welt von Warhammer 40,000 in der Black Library erschienen.

Übersetzte Romane:

  • Genräuber – Neil Jones und David Pringle
  • Space MarineIan Watson
  • Inquisitior-Draco-Reihe – Ian Watson
  • Gaunt's-Ghosts-ReiheDan Abnett
  • Space-Wolf-ReiheWilliam King
  • Runenpriester – William King
  • Seelentrinker-Reihe – Ben Counter
  • Ultramarines-Reihe – Graham McNeill
  • Eisenhorn-Trilogie – Dan Abnett
  • Dawn-of-War-Reihe – C.S. Goto
  • Der-Grosse-Bruderkrieg-Reihe
  • Der doppelte Adler – Dan Abbnett
  • Schlangenschwur – Dan Abbnett
  • Ravenor-Trilogie – Dan Abbnett
  • Titanensturm – Dan Abbnett
  • Grey-Knights-Reihe – Ben Counter
  • Gedeih und Verderb – Henry Zou
  • Rynns Welt – Steve Parker

Simulationen

Für die Brett-, Karten und Tabletopspielesimulationsoftware VASSAL existiert seit 2007 ein vollständig spielbares Modul, mit dem es Warhammer 40,000 in Echtzeit gegen andere Spieler über das Internet gespielt werden kann. Das Modul wurde schon zu Zeiten der zweiten Edition begonnen, aber erst ab 2007 wurde es mit anderen Entwicklern zu vollständiger Spielbarkeit weiterentwickelt. Das Modul stellt ein simuliertes Spielfeld, Würfel, Marker und Grafiken für die Modelle aus der Vogelperspektive zur Verfügung. Die aktuelle Version ist 5.2 und enthält Grafiken für alle Fraktionen. Die offizielle Seite für das Modul wurde auf Anforderung von Games Workshop vom Netz genommen, das Modul selber ist jedoch noch über zahlreichen Filehoster zu beziehen und wird über die Vassal-Software weiterhin rege genutzt.

Sammelkarten

Mit der Firma Sabertooth Games hat Games Workshop ein Sammelkartenspiel aus dem Warhammer-40,000-Universum herausgebracht.

Filme

Bisher existiert nur ein Film mit Warhammer-40,000-Hintergrund. Der Kurzfilm Inquisitor wurde im Rahmen der Zwischensequenzen für das Computerspiel Final Liberation erstellt und von Games Workshop offiziell für kurze Zeit auf VHS verkauft.

Im Jahre 2000 begannen dann die Arbeiten an einem Animationsfilm zur Comicserie BloodQuest. Die damit beschäftigte Firma Exile Films meldete jedoch im Verlauf der Arbeiten Insolvenz an, und das Projekt musste gestoppt werden.

Unter den Fans gab es bislang ein größeres Fanfilm-Projekt namens Damnatus, welches nach vierjähriger Bearbeitungszeit im Juli 2007 kurz nach der Fertigstellung von Games Workshop aus möglichen urheberrechtlichen Komplikationen heraus verboten wurde.[1]

Ein 76-minütiger, animierter Sci-Fi-Thriller mit dem Namen Ultramarines[2] (der Name eines Space-Marine-Ordens) ist "Direct-to-DVD" im Dezember 2010 erschienen. Er wurde in England von CGI Film produziert und von der Firma Codex Pictures[3], welche bereits für Lego die Bionicle Trilogie auf DVD umgesetzt hat, gedreht.

Musik

Bands, die auf das Spiel Bezug nehmen, sind:

Rollenspiel

Das Warhammer-40,000-Rollenspiel ist eine Rollenspielreihe, welche im Universum von Warhammer 40.000 angesiedelt ist. Die Regelbücher erlauben das Spielen von unterschiedlichen Szenarien mit einem ähnlichen Grundregelwerk. In den drei bisherigen Veröffentlichungen ist es möglich Inquisitorengefolge, eine Raumschiffcrew oder einen Space-Marine-Trupp zu spielen.

Siehe auch

 Commons: Warhammer 40,000 – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bericht bei gulli
  2. http://www.ultramarinesthemovie.com/
  3. http://www.codexpictures.com/news.html

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