Berliner Schule (18. Jahrhundert)

Als Berliner Schule bezeichnet man eine nach 1740 bestehende Schule von in Berlin wirkenden Komponisten, die großenteils am Hofe Friedrichs des Großen tätig waren: Neben Carl Philipp Emanuel Bach und den anderen Bachsöhnen gehörten hierzu u. a. die Komponisten Johann Joachim Quantz, Christoph Schaffrath, Franz Benda und die Gebrüder Graun. Die Schule wird gelegentlich auch Berliner Klassik betitelt.

Der noch der Tradition der Barockmusik verhaftete Stil der Berliner Schule zeichnet sich durch einfache, schlichte volkstümliche Melodien aus, aber auch durch einen strengen, gelegentlich trocken und pedantischen wirkenden mehrstimmigen Begleitsatz. Christian Friedrich Daniel Schubart urteilt 1775 in diesem Zusammenhang: „Schulfuchserei, Entfernung von der Natur und ängstliches Ringen mit der Kunst“.

Literatur

  • Hans Uldall: Das Klavierkonzert der Berliner Schule. Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 1928. Zugleich Dissertation Universität Marburg. Nachdruck: Kraus-Reprint, Nendeln/Liechtenstein 1976, DNB 770399088.

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