Bernhard Gericke

Bernhard Gericke (* 26. Juni 1908 in Mainz; † 1. Januar 1967 in Wolfsburg) war ein deutscher Rechtsextremist.

Gericke war 1945 wegen rechtsextremistischer Tätigkeiten von der britischen Besatzungsmacht interniert worden und lernte im Lager Fritz Dorls und Gerhard Krüger kennen. Er war Mitbegründer der DKP-DRP, für die er in den Stadtrat von Wolfsburg gewählt wurde. Nach dem Ausschluss von Dorls, Krüger und Otto Ernst Remer am 2. Oktober 1949 aus der DKP-DRP, folgte er diesen und gründete mit ihnen noch am selben Tage die Sozialistische Reichspartei, deren Parteivorstand er angehörte. Bereits am 12. Oktober 1950 verließ er diese jedoch, weil sich die SRP aus seiner Sicht zu sehr restaurativ auf die NSDAP fixiere. Er gründete die „Nationale Arbeiter-Partei“ (NAP), der sich mit Helmut Hillebrecht ein weiteres SRP-Vorstandsmitglied anschloss. 1954 wurde er niedersächsischer Landesgeschäftsführer der rechtsextremen Gewerkschaft Deutscher Arbeitnehmer-Verband. 1957 fusionierte er die NAP mit der FDP, auf deren Ticket er 1958 Presseamtsleiter der Stadt Wolfsburg wurde.

Literatur

  • Oliver Gnad: Handbuch zur Statistik der Parlamente und Parteien in den westlichen Besatzungszonen und in der Bundesrepublik Deutschland: Mitgliedschaft und Sozialstruktur. FDP sowie kleinere bürgerliche und rechte Parteien. Teil 3 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 12–13). Droste, 2005, ISBN 3770052692, S. 368
  • Lebenslauf in: Bernhard Gericke: Die Flexion des Personalpronomens der dritten Person im Spätags. G. Uschmann, Weimar 1933

Weblinks


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